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Los 7019Degner, Arthur
Badende / Weiblicher Akt
Auktion 120
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
438€ (US$ 497)
Badende / Weiblicher Akt
2 Zeichnungen, recto/verso. Gouache und farbige Kreiden auf Velin.
14,7 x 20,7 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Degner", verso unten rechts nochmals signiert.
In hellen Farben und mit spontaner Pinselführung skizziert Degner die Badenden, verso in schwarzer Umrisszeichnung die expressive Darstellung eines stehenden weiblichen Aktes. Die figurale Konzeption sowie die Darstellung von Akten sind Themen, denen sich Degner schon früh in seinem Werk gewidmet hat, wobei die Konturen der Körper von faszinierender Einfachheit und Klarheit geprägt sind. Beigegeben: Zwei weitere recto/verso gestaltete Farbkreidezeichnungen des Künstlers, zwei Gouachen sowie zwei Kaltnadelradierungen, alle signiert.
Los 8101Degner, Arthur
Italienische Landschaft
Auktion 120
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)
Italienische Landschaft
Öl auf Hartfaserplatte. Wohl 1936.
41 x 55 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "Degner".
In herrlich atmosphärischem, harmonischem Kolorit erfasst Degner das südländische Flair der kleinen, von Zypressen bestandenen Landschaft. Die frühe Arbeit entstand vermutlich 1936 während eines Aufenthalts in Florenz anlässlich des von ihm erhaltenen Villa-Romana-Preises. Es deuten sich schon die für Degner typischen Farben Rot, Blau und Grün an, die sein gesamtes Spätwerk prägen. Degner zog 1909 nach seinem Studium bei Ludwig Dettmann in Königsberg nach Berlin, wo ihn Max Liebermann und Lovis Corinth förderten. Schon 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen, später bei I.B. Neumann und Ferdinand Möller. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten mit Arbeits- und Ausstellungsverbot belegt, 1939 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen. Nach der Zerstörung seines Ateliers mit 300 Gemälden siedelte er 1943 nach Schlesien über. Nach Kriegsende wurde er von Karl Hofer wieder an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin geholt.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Badende
Gouache auf Leinwand, kaschiert auf Hartfaserplatte. Wohl 1948/1949.
100 x 95 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Degner", verso mit dem Nachlaßstempel.
Monumental, nahezu formatfüllend zeigt Degner die Figuralkomposition der Badenden in den für ihn typischen Farben Rot, Blau und Grün in spätimpressionistisch expressivem Duktus. Nach seinem Studium bei Ludwig Dettmann in Königsberg zog Degner 1909 nach Berlin, wo er von Max Liebermann und Lovis Corinth gefördert wurde. Schon 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen, später auch bei I. B. Neumann und vor allem bei Ferdinand Möller. Er wurde 1933 von den Nationalsozialisten mit Arbeits- und Ausstellungsverbot belegt, 1939 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen. Nach Zerstörung seines Ateliers mit 300 Gemälden siedelte er 1943 nach Schlesien über. Nach Kriegsende wurde er von Karl Hofer wieder an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin geholt.
"Abendstimmung"
Öl auf Leinwand.
50 x 67 cm (Rahmenausschnitt).
Unten links mit Pinsel in Rosarot signiert "Degner", verso nochmals signiert und betitelt sowie mit den Maßangaben.
Leuchtende Primärfarben, der dynamische Bildaufbau und ein hoher Abstraktionsgrad verleihen der Komposition "Abendstimmung" eine besondere Lebendigkeit. Degner versammelt in seinem Gemälde einfache, existenzielle motivische Elemente wie Wiese, Bäume, Haus und Himmel. Mit lockerem, großzügigem Duktus sind die körnigen Farben auf den rauen, unruhig modellierten Malgrund reliefhaft-pastos aufgetragen und oft mit dunklen Konturen voneinander abgegrenzt. Wie auch sein Freund Lovis Corinth und ebenso wie Käthe Kollwitz war Degner einer der wenigen bekannteren Künstler aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen. Nach seinem Studium bei Dettmann in Königsberg lebte Degner seit 1909 in Berlin, gefördert von Max Liebermann und Lovis Corinth. Bereits 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen. Beinahe sein gesamtes Frühwerk wurde im Krieg bei einem Bombenangriff zerstört. Schon 1945, direkt nach dem Krieg, berief die neu gegründete Hochschule für bildende Künste in Berlin Degner als Professor.
Winter
Öl auf Leinwand. Um 1960.
75 x 101 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Hellbraun signiert "Degner".
Mit lockerem, großzügigem Duktus und in pastos aufgetragenen, leuchtenden Farben zeigt Degner seine geliebte ostpreußische Landschaft, reduziert auf einfache, existenzielle Motive: weiß verschneite Wiesen, leuchtend blauer Himmel, rote Häuser, ein schwarzer, kahler Baum, vorne eine dunkle Figur. Auf den rauen, unruhig modellierten Malgrund sind die Farben, häufig mit dem Spachtel aufgetragen, mit dunklen Konturen voneinander abgegrenzt. Wie auch sein Freund Lovis Corinth und ebenso wie Käthe Kollwitz war Degner einer der wenigen bekannteren Künstler aus den ehemaligen deutschen Ostprovinzen. Beinahe sein gesamtes Frühwerk wurde im Krieg bei einem Bombenangriff zerstört.
Los 7075Degner, Arthur
Flucht aus Ägypten
Auktion 112
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,065)
Flucht aus Ägypten
Öl auf Hartfaserplatte. 1968.
44 x 64,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Blau signiert "Degner".
In diese expressionistische Landschaft platziert Degner das traditionelle Bildmotiv der heiligen Familie auf der Flucht, welches er aufgrund seiner eigenen Biographie immer wieder bildnerisch verarbeitet. Nach seinem Studium bei Dettmann in Königsberg zog er 1909 nach Berlin, wo er von Max Liebermann und Lovis Corinth gefördert wurde. Schon 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen, später u.a. auch bei I. B. Neumann und vor allem bei Ferdinand Möller. Gleich nach dem Kriegsende 1945 berief ihn die neu gegründete Hochschule für bildende Künste in Berlin zum Professor. Verso mit originalem Rechnungsbeleg des Künstlers.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Auf der Flucht
Kaltnadel auf Velin.
19,7 x 24,3 cm (29,2 x 38 cm).
Signiert "Degner".
Prachtvoller, gratiger Druck mit deutlich zeichnender Plattenkante und dem vollen Rand. Beigegeben: Fünf weitere signierte Kaltnadelarbeiten und zwei Zeichnungen von Arthur Degner sowie acht kleine Kataloge bzw. Faltblätter zu Degner und einer zu Corinth, dazu Degners Lehrausweis der Berliner Hochschule für Bildende Künste, zwei Fotografien und 4 typographische Bl., Artikel des Künstlers "Über die Einrichtung von Vermittlungsstellen in Ostpreußen".
Los 7091Degner, Arthur
Ostpreußische Sommerlandschaft
Auktion 108
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,065)
Ostpreußische Sommerlandschaft
Gouache auf Zeichenpapier.
42 x 56,5 cm.
Unten rechts mit Kreide in Grün und mit Bleistift zweifach signiert "Degner", verso mit dem Nachlaßstempel.
Im warmen Sommerlicht liegt die Landschaft unter lebendig bewegtem Himmel. Das Motiv der verlorenen ostpreußischen Heimat nimmt der Künstler immer wieder auf, und seine zahlreichen Studien an der samländischen Küste und der kurischen Nehrung ermöglichen es ihm auch Jahrzehnte später noch, Stimmung und Charakter der Landschaft überzeugend malerisch wiederzugeben. Nach seinem Studium bei Dettmann in Königsberg lebte Degner seit 1909 in Berlin, gefördert von Max Liebermann und Lovis Corinth. Bereits 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen. Beinahe sein gesamtes Frühwerk wurde im Krieg bei einem Bombenangriff zerstört. Schon 1945 berief die neu gegründete Hochschule für bildende Künste in Berlin Degner als Professor.
Beigegeben: Zwei weitere Zeichnungen von Arthur Degner, Gouache: "Blumenstilleben mit Apfel" und "Landschaft mit weißem Haus", jeweils verso mit dem Nachlaßstempel.
Porträts
7 Kaltnadelarbeiten auf Velin bzw. Kupferdruckpapier. 1914-22.
14 x 10 bis 29 x 18 cm.
Jeweils signiert "Degner" oder "A. Degner".
Die kleine Sammlung von äußerst seltenen frühen Radierungen Arthur Degners bezeugt in ihrer künstlerischen wie drucktechnischen Brillanz Degners meisterhafte psychologische Auffassungsgabe, die eine glückliche Verbindung mit seinem graphischen Stil eingeht. Der Strich der Kaltnadel ist von nervöser Unruhe geprägt, Linie wird über Linie radiert, bis eine soghafte Bewegung entsteht, die den Darstellungen eine großartige - beinahe wuchtige - Präsenz verschafft. Dies wird von Degner noch zusätzlich unterstrichen, indem er im Hintergrund schnelle Schraffuren und Arbeitsspuren stehen läßt, die den Köpfen einerseits Halt und Tiefe geben, andererseits die atmosphärische Dichte der Darstellung noch zusätzlich steigern. Darüber hinaus sind die Drucke Degners von einer bemerkenswerten technischen Qualität: Mit besonders großer Kraft wird das Kupfer durch die Presse gezogen, so dass sich die Kanten fest in das Papier prägen und die plastisch-stoffliche Wirkung der Porträts unterstützen. Zu den Dargestellten zählen möglicherweise Arthur Degner selbst, Karl Scheffler, Ludwig Justi, Wilhelm Waetzold sowie Paul und Bruno Cassirer. Prachtvolle Drucke, vollrandig. Sehr selten.
Weibliche Akte
Gouache auf Velin.
35 x 25 cm.
Unten rechts mit Kohle signiert "Degner".
Verso mit dem blauen Nachlass-Stempel. Mit raschem Pinselschwung in schwarzer Umrisszeichnung und expressivem Rot und Blau gibt Degner zwei Aktfiguren wieder.
Frauenraub
Öl auf Leinwand. Um 1910-15.
76 x 71 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "A. Degner".
Bereits 1910/11 setzt sich Arthur Degner in seinen frühesten Radierungen mit dem Thema "Frauenraub" und "Raub der Sabinerinnen" auseinander. In dem Gemälde variiert er die Haltung von Männern und Frauen deutlich und erfasst die Figuren mit der weichen Formgebung und der Differenziertheit in Tonalität und Duktus, die besonders seine frühen Gemälde aufweisen. Vor 1920 entstehen weitere, berühmte Gemälde des Künstlers zu Themen der griechischen Mythologie, so z. B. sein "Bacchantenzug", der bereits 1916 in der Freien Sezession in Berlin ausgestellt wurde, und die "Amazonenschlacht" (1915/1918, Immenhausen S. 28f., mit Abb.). Verso auf dem Keilrahmen Reste alter Numerierungen und eines Klebeetiketts.
Los 7097Degner, Arthur
Alte Bäume im Sturm
Auktion 106
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)
"Alte Bäume im Sturm"
Öl auf Leinwand. 1965.
60 x 80 cm.
Verso auf dem Keilrahmen sowie auf der Leinwand mit Faserschreiber in Braun signiert "Degner" sowie (von fremder Hand?) datiert und betitelt.
Mit expressiver Lebendigkeit und dynamischer Kraft gestaltet Degner die spätsommerlich farbigen Bäume in Braun-, Orange-, Gelb-, und Violetttönen auf leuchtend grün kontrastierendem Untergrund. Ein breiter, intensiver Farbauftrag verzahnt die gewaltigen Bäume mit Wiese und Himmel und verleiht ihnen etwas geradezu Monumentales. Nach seinem Studium bei Dettmann in Königsberg zog Degner 1909 nach Berlin, wo er von Max Liebermann und Lovis Corinth gefördert wurde. Schon 1912 konnte er in der Galerie Paul Cassirer ausstellen, später u.a. auch bei I. B. Neumann und vor allem bei Ferdinand Möller. Im Krieg wurde nahezu sein gesamtes Frühwerk zerstört. Gleich nach dem Kriegsende 1945 berief ihn die neu gegründete Hochschule für bildende Künste in Berlin zum Professor.
Los 7149Degner, Arthur
Hügelige Landschaft
Auktion 105
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)
"Hügelige Landschaft"
Öl auf Leinwand. 1948.
80 x 99,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Braun signiert sowie verso auf dem Keilrahmen datiert und betitelt.
"Charakteristisch für einen Großteil von Degners Oeuvre ist zudem der klare, flächige Aufbau der Gemälde, die ihre Schönheit nicht nur aus einer strahlenden Chromatik, sondern auch aus einer wohldurchdachten, fast geometrischen Komposition gewinnen. Während sich für die Impressionisten das Geschaute durch den Lichteinfall in unzählige Farbelemente auflöste, setzte Degner mit reduzierter Palette Häuser und Bäume als geschlossene Volumina nebeneinander." (Anna-Sophie Laug, in: Arthur Degner, Malerei, Graphik, Plastik, Ausst. Kat. Berlin 2014, S.18-19).
Los 7150Degner, Arthur
Damen in Bademode
Auktion 105
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.000€ (US$ 3,409)
Damen in Bademode
Öl auf Leinwand. 1961.
73 x 100,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert.
Degner stellt in diesem Gruppenbildnis vier junge Damen in der Bademode der 1960er Jahre mit schwarz-weiß gestreiften Badeanzügen und passenden Badekappen dar. Teils sind sie voneinander abgewandt, drei von ihnen schauen jedoch den Betrachter frontal an. In expressiver schwarzer Konturierung hebt Degner die Figuren von dem leuchtend rot-grün-blauen Hintergrund ab, gleichfalls betont er in den Gesichtern Augen, Nase und Mund. Die monumentale bildfüllende Darstellung ist bestimmt von expressiver Farbwahl und Pinselführung.
"Tegeler Forst"
Öl auf Leinwand. 1965.
80 x 60 cm.
Verso auf dem Keilrahmen datiert und betitelt sowie mit dem Nachlaßstempel.
"Sehr häufig finden sich in den Landschaftsdarstellungen vereinzelte Figuren, ein einsames Boot oder Haus, die lediglich die Weite und Übermächtigkeit der Natur unterstreichen. Dennoch durchzieht fast immer ein Weg als Zeichen der menschlichen Existenz die Wiesen und Felder Degners und erschafft eine starke Raumwirkung, während er zum Horizont strebt." (Anna-Sophie Laug, in: Arthur Degner, Malerei, Graphik, Plastik, Ausst. Kat. Berlin 2014, S.19-20).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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