Artist Index: Carracci, Annibale


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Los 5509Carracci, Annibale
Der hl. Hieronymus in der Wüste

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)

Details

Der hl. Hieronymus. Kupferstich. 38,7 x 27,7 cm. Um 1602. B. 75, Bohlin 213 IV, TIB (Commentary) .219 S4 (von S5). Wz. undeutlich.

Ganz ausgezeichneter, präziser Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie, die Plattenkante teils sichtbar, ohne den separat gedruckten Schriftrand. Leicht fleckig, kleine Randläsuren, verso geglättete Mittelfalte und zarte Trockenfältchen, dünne Stellen in den Ecken, entlang des linken Randes auf ein Untersatzpapier montiert, sonst gut.

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Los 6709Carracci, Annibale
Studienblatt mit dem Atlas Farnese

Auktion 125

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
12.500€ (US$ 14,205)

Details

Studienblatt mit dem Atlas Farnese.
Schwarze und weiße Kreide auf graugrünem Bütten, verso: Draperiestudien in Rötel und weißer Kreide. 34,5 x 25,8 cm. Um 1596-1598.

Die Studie ist eine wichtige Ergänzung zum Corpus der Zeichnungen Annibale Carraccis nach der Antike, die der Künstler nach seiner Übersiedelung von Bologna nach Rom Ende des Jahres 1595 schuf (vgl. A. Weston Lewis, „Annibale Carracci and the Antique“, in: Master Drawings, 30, 1992, S. 287-213). Der Grund seiner Reise war die Ausschmückung der Sala Grande im Palazzo Farnese, die sein neuer Mäzen und Auftraggeber Kardinal Odoardo Farnese den Taten von Alexander III Farnese als Befehlshaber der Truppen Philipps II in den Niederlanden widmen wollte. Aufgrund des ständigen Zögerns von Odoardo, der ihm schließlich die Dekoration seines eigenen Camerino und der Galerie anvertraute, welche die farnesische Sammlung antiker Statuen beherbergen sollte, bot ihm sein Aufenthalt in Rom auch die Gelegenheit, die römischen Werke von Michelangelo und Raffael zu studieren und sich der klassischen Antike zu widmen, deren Studium ein wichtiges Fundament für seine spätere künstlerische Tätigkeit war.
Zu den anderen Zeichnungen Carraccis nach antiken Bildwerken, die Pan und Daphne sowie die Gruppe der Niobe zeigen, kommt nun die vorliegende Studie hinzu, die auf die Skulptur des Atlas Farnese zurückgeht (heute im Museo Archeologico Nazionale, Neapel). Die Skulptur stellt den Halbgott Atlas dar, der die Himmelskugel auf seinen Schultern hält, als Strafe dafür, dass er die Titanen bei ihrem Versuch, sich gegen Zeus zu erheben, unterstützt hatte. Die massive Marmorstatue wurde Ende des 15. Jahrhunderts an Kopf und Gliedmaßen beschädigt aufgefunden und befand sich im Besitz von Stefano del Bufalo. Nach einer umfassenden Restaurierung durch Guglielmo della Porta wurde die Skulptur 1562 von Kardinal Alessandro Farnese für die riesige Summe von 250 Scudi gekauft. 1787 wurde sie dann zusammen mit den von Karl III. von Bourbon, dem Sohn von Elisabetta Farnese und letzten Nachkommen der angesehenen Familie, herausgegebenen Sammlungen nach Neapel überführt.
Annibales Zeichnungen nach der Antike dürften vor allem als Repertoire für Ideen und künstlerische Lösungen gedient haben, auf die er später zurückgreifen konnte. Den "Kopf des Pan" im Louvre etwa verwendete der Künstler in dem Gemälde "Pan und Diana" im Gewölbe der Galleria Farnese, die Figur des Atlas auf unserer Zeichnung erscheint als Herkules mit der Himmelskugel im Gewölbe des Camerino Farnese (zu den Vorstudien zum Fresko mit Herkules siehe: Oxford, Ashmolean Museum, Inv. Torino, Biblioteca Reale, Inv. 16074; Paris, Louvre, Départment des Arts Graphiques, Inv. 7205, 7206; Besançon, Musée des Beaux-Arts, Inv. D. 1539; J. R. Martin: The Farnese Gallery, Princeton 1965, S. 240, 242-243, Abb. 100-101, 113-117). Für die mit Rötel skizzierten Gewandstudien auf der Rückseite lässt sich keine Verbindung zu einem bekannten Werk herstellen, sie demonstrieren aber dennoch die übliche Vorgehensweise Annibales, das Blatt während des Zeichnens auf den Kopf zu stellen und mehrmals zu drehen.- Das Gutachten von Prof. Daniele Benati vom 23. Dezember 2020 ist in Kopie vorhanden.

Provenienz: Privatsammlung Rom.

Literatur: Daniele Benati: "Un Disegno inedito di Annibale Carracci dell'Atlante Farnese", in: Grand A Dossier, Archivio di Stato di Napoli, Ausgabe Nr. 1 ("Farnese"), Juni 2023, S. 58-61 mit Abb.

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Los 5056Carracci, Annibale
Die im Gebet versunkene Maria Magdalena

Auktion 124

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,557)

Details

Die im Gebet versunkene Maria Magdalena. Radierung. 20 x 16,1 cm. 1591. B. 16 I (von II), Bohlin 12 I (von IV), TIB (Commentary) .014 S2 von (S5).

Die gegenseitige Vorzeichnung befindet sich im Cabinet des dessins du Musée du Louvre, Paris. Vor den Buchstaben P S F am unteren Rand. Ganz ausgezeichneter, prägnanter Druck meist mit den Spuren eines weißen Rändchens um die Einfassungslinie. Verso schwache geglättete Mittelfalte sowie minimal fleckig, schwache Gebrauchsspuren, sonst sehr gut erhalten. Aus den Sammlungen Sir Edward Astley, Norfolk (Lugt 2775) und Saint John Dent (Lugt 2373).

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Los 1080Carracci, Annibale
D. O. M. Annibal Carraccius Bononiensis hic est Raphaeli Sanctio Urbinati

Auktion 122

Zuschlag
420€ (US$ 477)

Details

Carracci, Annibale. D. O. M. Annibal Carraccius Bononiensis hic est Raphaeli Sanctio Urbinati ut arte ingenio fama sic tumulo proximus. Kupfertitel und 14 Kupfertafeln von Carol Remshard nach Annibale Carracci. 30 x 36 cm. Halbleinen des 19. Jahrhunderts (beschabt und bestoßen, etwas fleckig und mit Montageresten). Rome, Nomen et studia Colens, 1674.
Darstellungen der Gemälde aus der Galleria Farnese im Palazzo Farnese in Rom von Annibale Carracci (1560-1609). Der Italienische Maler schuf 1597 bis 1600 mit dem Deckenfresko in der Galleria Farnese sein Hauptwerk. Es beinhaltet die Allegorien über das Thema "die Macht der Liebe". – Finger- und braunfleckig sowie teils feuchtrandig und mit Knickfalten. Kräftige und hübsche Kupferstiche.

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Los 6008Carracci, Annibale
nach. "Le Raboteur": Die heilige Familie mit Josef als Schreiner

Auktion 118

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 852)

Details

nach. "Le Raboteur": Die Heilige Familie mit Joseph als Schreiner.
Öl auf Holz. 34,5 x 59,5 cm.

Das Original-Gemälde Annibale Carraccis mit dem Titel "Le Raboteur" befand sich ehemals in der Sammlung Orléans. Später ging es in den Besitz des Earl of Suffolk über. Von seinem Sitz im Charlton Park wurde es am 11. Oktober 1856 gestohlen. Zudem wurden neun weitere Gemälde aus der Sammlung entwendet, darunter wohl auch ein Gemälde Leonardo da Vincis - so heißt es jedenfalls in der Schlagzeile der Illustrated London News vom 8. November 1856 (S. 475). Das verschollene Gemälde von Carracci ist durch Nachstiche bekannt, so folgt unser vorliegendes Gemälde wohl einem der Stiche, die unter anderem von Jean Pesne (um 1670-86) oder Jacques Couché (1786) überliefert sind.

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Los 5464Carracci, Annibale
Die Dornenkrönung

Auktion 117

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 426)

Details

Die Dornenkrönung. Radierung. 17,9 x 13,4 cm. 1606. B. 3, Bohlin 21 III.

Ausgezeichneter, gleichmäßiger, wohl etwas späterer Druck mit schmalem Rand an allen Seiten. Etwas angestaubt, recto unmerkliche Montierungsreste in den weißen Ecken, schwache Gebrauchsspuren, sonst sehr gut erhalten. Beigegeben eine Radierung wohl nach Guercino "Mann mit Dolch in der Hand" sowie drei Kupferstiche "Männliche Aktstudien" wohl nach Andrea del Sarto.

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Los 5674Carracci, Annibale
Die Vision des hl. Franziskus mit dem Kind

Auktion 114

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)

Details

Der hl. Franz von Assisi. Kupferstich. 14,2 x 10,3 cm. 1585. B. 15, TIB (Commentary) .007, Bohlin 7. Wz. Armbrust (?) im Kreis (undeutlich).

Bei der vorliegenden, ungewöhnlichen Darstellung Carraccis handelt es sich um die erste überhaupt von ihm gearbeitete Radierung. Die Stilistik zeugt noch deutlich von dem frühen Einfluss des Bruders Lodovico, bevor Annibale später zum wohl einflussreichsten Stecher der bolognesischen Radierschule avancierte. Prachtvoller und gegensatzreicher Druck mit winzigem Rändchen. Kleine dünne Stelle im Baumstamm links, kleine Montierungsreste verso, die Einfassungslinie mit der Feder begradigend nachgezogen, sonst tadellos erhalten. Provenienz: Galerie Bassenge, Auktion 68 (1996), Los 5112. Beigegen fünf weitere Radierungen mit Heiligendarstellungen, darunter drei Radierungen von Giulio Carpioni "Die büßende Maria Magdalena" (B. 10), "Der hl. Antonius von Padua" (B. 11) sowie "Der hl. Hieronymus (B. 12), von Pietro Faccini "Die Vision des hl. Franziskus mit dem Kind. (B. 1) sowie von Salvator Rosa "Der hl. Wilhelm von Mallavalle" (Wallace 99), insgesamt 6 Blatt.

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Los 5429Carracci, Annibale
Pietà ("Christus von Caprarola")

Auktion 111

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 852)

Details

Pietà ("Christus von Caprarola"). Kupferstich, Radierung und Kaltnadel. 13,6 x 16,5 cm. 1597. B. 4, Bohlin 18 V (von VII). Wz. Fortuna (Fragment).

Vor der Adresse von Van Aelst. Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Geschlossener Einriss im oberen weißen Rand, sonst in vorzüglicher Erhaltung.

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Los 5064Carracci, Annibale
Die büßende Maria Magdalena

Auktion 110

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)

Details

Die büßende Maria Magdalena. Radierung. 20 x 16,1 cm. 1591. B. 16, TIB (Commentary) .014 S2 (S5), Bohlin 12 I (von IV).

Vor den Buchstaben PSF. Ausgezeichneter, klarer Frühdruck, verso mit Contre-Épreuve, bis auf die Plattenkante geschnitten, teils mit Spuren von dieser. Marginale Gebrauchsspuren, sonst vorzügliches Exemplar.

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Los 5065Carracci, Annibale
Der hl. Franziskus, getröstet von einem musizierenden Engel.

Auktion 110

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.000€ (US$ 2,273)

Details

Der hl. Franziskus, getröstet von einem musizierenden Engel. Kupferstich nach Francesco Vanni. 31,1 x 23,9cm. 1595. B. 67, Bohlin 204 I (von II), TIB (Commentary) .193 S1 (von S3). Wz. Adler im Kreis.

Vor der Adresse Paluzzis. Ganz ausgezeichneter, kräftiger Druck mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Minimal angestaubt, entlang der äußeren Ränder leicht verbräunt, winzige Papierverluste am rechten unteren Rand, kleiner sorgfältig geschlossener Papierverlust mit Retuschen rechts auf Höhe der Ellenbogen, dünne Papierstellen, blasse Annotation mit Feder in Braun im Textrand rechts, sonst sehr schönes Exemplar.

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Los 5580Carracci, Annibale
Die Anbetung der Hirten

Auktion 108

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 568)

Details

Die Anbetung der Hirten. Radierung. 10,4 x 13,3 cm. B. 2, TIB (Commentary) .019 S3 (von S4), Bohlin 22.

Ausgezeichneter Druck vor der Adresse von Nicolaes van Aelst, mit sehr feinem Rändchen um die Plattenkante. Minimal fleckig, im oberen Rand winzige Randläsuren, sonst schön erhalten. Aus der Sammlung Josef Grünling (Lugt 1462). Beigegeben von Agostino Carracci zwei Radierungen "Die Hl. Familie" (B. 43) und "Venus von Delphinen getragen" (B. 129).

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Los 5588Carracci, Annibale
Die Madonna della Scodella

Auktion 105

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
625€ (US$ 710)

Details

Die Madonna della Scodella. Radierung. 12,3 x 16 cm. 1606. B. 9, Bohlin 20 II (von III).

Ausgezeichneter Druck vor der Adresse von van Aelst, mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Leicht fleckig sowie stockfleckig, leichte Alters- und Gebrauchsspuren, sonst jedoch gut erhalten. Aus den Sammlungen Carl Schlösser (Lugt 636), G. J. Morant (Lugt 1823) und Rudolf Peltzer (Lugt 2231) sowie mit einer weiteren wohl nicht bekannten Sammlerparaphe (nicht bei Lugt).

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Los 5057Carracci, Annibale
Die Madonna della Scodella

Auktion 101

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,705)

Details

Die Madonna della Scodella. Radierung. 12,3 x 16 cm. 1606. B. 9; De Grazia Bohlin 20 II (von III).

Ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen, vor der Adresse von van Aelst. Leichte Alters-und Gebrauchsspuren, die li. ob. Ecke ausgebessert, sonst gut erhalten.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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