Artist Index: Bülow, Hans von


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Los 2734Bülow, Hans von
Brief aus Berlin an Herrn Hallwachs. 1870

Auktion 128

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details Los merken

Bülow, Hans von, Dirigent und Pianist, Schwiegersohn Liszts, Hoftheaterkapellmeister in Hannover und Meiningen, großer Wagner- und Brahms-Interpret (1830-1894). Eigh. Brief mit Unterschrift "H v Bülow". 11/2 S. Doppelbl. mit gekröntem Monogramm "HB" im Briefkopf. Berlin 2.IV.1870.
An Herrn Hallwachs (?), den er seinen "liebenswürdigen Amphitryon" nennt. "... Hr Bechstein sagt mir, daß Sie mir ein wenig grollen, weil ich nichts mehr von mir habe hören lassen, seitdem ich 'ultramontan' geworden." Er habe den Adressaten nicht behelligen wollen und sei auch bis Anfang des Jahres in Florenz, seiner "neuen Heimath" gewesen. "... Gern würde ich Sie hier aufgesucht haben, allein die große Ermüdung von der unfreiwilligen Reise, eine starke Grippe u. s. w. verbieten es mir. Ferner will ich während meines hiesigen Aufenthaltes Niemanden besuchen, am wenigsten Künstler - ich muß mich sehr schonen, jedes 'Verhör' vermeiden, jede Aufregung fliehen, um nicht in einem so hundsjämmerlichen Zustand nach Italien zurückzukehren, als es vorigen Herbst der Fall war. Bitte, sagen Sie also Herrn Hofkapellmeister E. nichts von meiner Anwesenheit ...". - Gemeint ist der Berliner Hofkapellmeister Karl Eckert. - Dabei: Marie von Bülow, seine Ehefrau, österr.-dt. Schauspielerin, seit 1882 mit Hans von Bülow vermählt (1857-1941). Eigh. Brief-Karte m. U. "Hans und Marie v. Bülow". 2 S. Quer-12mo. Hamburg 17.XII.1890. - An eine Verehrerin. Dankt, auch im Namen ihres Mannes, für einen "duftigen Gruß u. das freundliche Echo, welches das letzte Konzert in Ihren warmen kunstbegeisterten Herzen hervorgerufen hat. Solches Mitempfinden ist die größte Freude, die Sie dem Künstler bereiten können ...".

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Los 2622Bülow, Hans von
Brief an Malwine Höpfner

Auktion 119

Zuschlag
250€ (US$ 287)

Details

Virtuosen-Leben
Bülow, Hans von, Dirigent und Pianist, Schwiegersohn Franz Liszts, Hoftheaterkapellmeister in Hannover und Meiningen, großer Wagner- und Brahms-Interpret (1830-1894). Eigh. Brief mit Unterschrift "Hans v Bülow". 13/4 S. Doppelblatt. Gr.-8°. Mit eigh., gesiegeltem Umschlag. Berlin 10.II.1859.
An seine Schülerin Malwina Höpfner, "per Adr. Herrn Baron v. Paleske", in Berlin. Entschuldigt sich ausführlich, dass er seit längerem nicht imstande war, ihrem Wunsch nach gemeinsamem Musizieren nachzukommen. "... Aber die von mir für die Saison projectirten Arbeiten und Pläne wachsen mir über dem Kopf zusammen - ich habe die grösste Mühe, dem Nothwendigsten, das mir obliegt, zu genügen; alle zufälligen unerwarteten Störungen lassen sich nicht abweisen, und so kommt es, dass ich mich noch gar nicht erinnere, in solcher Zeitbedürftigkeit, in solcher Musse-Abgebranntheit gelebt zu haben. Ausser einigen kleineren Ausflügen steht eine Prager Dirigentenreise und die Pariser Virtuosenreise vor der Thür - am 24sten ist mein drittes Orchesterconzert, das ich geben muss, um nicht den Anschein zu gewinnen, als fürchte und vermiede ich die Explosion des Grolles meiner Gegner. Kurz, bei bestem Willen, redlichster Absicht bin ich ausser Stande, mir das Vergnügen zu machen und den Musikunterricht mit einer meiner intelligentesten und treusten Schülerinnen wieder aufzunehmen ...". - Mit philatelistisch interessantem "Ein Silbergroschen Post Couvert", das den Wert in rot-weißem Prägedruck mit Porträt enthält.

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Los 2783Bülow, Hans von
Brief 1858

Auktion 118

Zuschlag
380€ (US$ 437)

Details

Bülow, Hans von, Dirigent und Pianist, Schwiegersohn Liszts, Hoftheaterkapellmeister in Hannover und Meiningen, großer Wagner- und Brahms-Interpret (1830-1894). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Hans v Bülow". 1 S. Doppelblatt. Gr.-8°. O. O. 3.V.1858.
An eine seiner Schülerinnen. "... ich habe Sie nicht früher von meiner Rückkehr avertiren können, weil ich in der vorigen Woche theils durch Hofconzerte, theils durch Besuch von Verwandten außergewöhnlich in Anspruch genommen war. Für den Fall, daß Sie noch gewillt wären, vor Ihrer Abreise mir Einiges vorzuspielen, erlaube ich mir Ihnen hierdurch mitzutheilen, daß ich morgen Dienstag zu der Ihnen wohl am besten convenirenden Zeit Nachmittags fünf Uhr zu Ihrer Verfügung bin ...".

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Los 2707Bülow, Hans von
Brief 1876

Auktion 112

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Bülow, Hans von, Dirigent und Klaviervirtuose, Schwiegersohn Liszts, glänzender Hoftheaterkapellmeister in Hannover und Meiningen, großer Wagner- und Brahms-Interpret (1830-1894). Eigh. Brief m. U. "H v Bülow". 2 S. Kl. 4to. (Chicago), Grand Pacific Hotel, 31.I.1876.

Auf der großen Amerika-Tournee von 1875/76 an einen Herrn, der ihm wohl ein Projekt vorgeschlagen hatte. "... meine sehr geringe Muße, die Unmasse Störungen, denen ich hier exponirt bin und eine ziemlich starke Nervenangegriffenheit erlauben mir nicht, Ihren schmeichelhaften Wunsch mit der nöthigen Überlegung und Gewissenhaftigkeit zu erfüllen. Dagegen würde es mir sehr angenehm sein, mündlich mit Ihnen über die Angelegenheit zu plaudern - wobei es doch leichter zu einer Verständigung kommt - und schlage Ihnen demzufolge Morgen Dienstag ... vor. Sollten die vorgeschlagenen Stunden Ihnen nicht conveniren, so würde ich in den Frühstunden Donnerstag - vor der Reise nach Milwaukee - gern zu Ihrer Verfügung stehen ...". - In Chicago gab Bülow vier Konzerte, bevor er nach Milwaukee und Cincinnati weiterreiste.

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Los 2201Bülow, Hans von
Brief 1858 an Leopold Ganz

Auktion 107

Zuschlag
190€ (US$ 218)

Details

Bülow, Hans von, Dirigent und Pianist, Schwiegersohn Liszts, Hoftheaterkapellmeister in Hannover und Meiningen, großer Wagner- und Brahms-Interpret (1830-1894). Eigh. Brief m. U. "Hans v Bülow". 2 S. Als Briefkopf eine blindgeprägte Lyra; darin eine ovale Original-Photographie mit einem kleinen Porträt Liszts (?) vom Berliner Hofphotographen G. Schauer. Gr. 8vo. Berlin 23.II.1858.
Wohl an den Hofkonzertmeister Leopold Ganz. Zeigt sich empfindlich berührt durch eine Ablehnung der berühmten Sängerin Pauline Viardot, der er "als Gentleman" zugesagt hatte, bei ihrem Abschiedskonzert mitzuwirken, falls der Termin nicht mit dem des Konzertes von dem Liszt-Schüler Karl Tausig zusammenfalle. Diese Zusage scheint Ganz jedoch nicht korrekt weitergegeben zu haben, so daß Bülow von Frau Viardot eine Absage erhielt. "... Wenn ich einmal eine Zusage gegeben habe, gleichviel ob in meinem Zimmer oder sonst wo, so pflege ich selbige zu halten und pflege von Anderen, die es für gut finden, ihre auf das bestimmteste ertheilten Versprechungen ohne die üblichen Entschuldigungen zurückzunehmen, zu erwarten, sobald sie nicht vom Gegentheil Beweise haben, an meine Zusagen zu glauben ...". Dankt ironisch für "das mir durch Ihre Interpretationsweise zu Theil gewordene 'Autograph' der Frau Viardot". - Ungewöhnlicher Briefkopf "für Musiker" mit einer Orig.-Photographie von 1858.

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Los 2202Bülow, Hans von
Brief 1872

Auktion 107

Zuschlag
180€ (US$ 207)

Details

- Eigh. Brief m. U. "H v Bülow". 2 S. 8vo. Augsburg 9.X.1872.
An den Konzertveranstalter Schloß in Köln. Ausführlich über eine geplante Tournee mit Konzerten in Köln, Elberfeld-Barmen und Koblenz. Er könne von den vorgeschlagenen Städten keine weiteren als diese drei berücksichtigen. "... Auch würde es mir an Zeit dazu mangeln (time is money und die rhein. Concerteinnahmen haben vorige Saison zu meinen allerschlechtesten gezählt). Ich Köln möchte ich aber einestheils gern Hrn Prof. Gernsheim seine mir gewidmete Fantasie - die gestern in München sehr lebhaften Beifall gefunden hat - vorspielen, anderntheils bin ich den Besuch des Gürzenich meinem verdienstvollen Reclamier [folgen die Noten f und h] schuldig. Nicht wahr? ...". Erörtert dann eine Reihe von Terminen, die der Adressat, sobald sie feststünden, an Bülows Freund, Reinhard Schäfer in München, melden solle, "welcher verschiedene andre Tournées vor und nach Köln zu arrangiren die Güte haben wird. Ich selbst schweife nämlich von jetzt ab wieder conzertirend umher - ohne Steinitz, also etwas mehr à capriccio ... Gestatten Sie mir nun einen delikaten Punkt zu berühren, d. h. lassen Sie mich Sie freundlichst ersuchen, in dieser ganzen Sache das Terrain des guten Gentleman gegen das des Geschäftsmannes zu vertauschen. Sie bleiben ja doch dabei Gentleman, wie auch ich dasselbe prätendire obgleich ich mein Klavierspiel jetzt geschäftlich zu verwerthen in der Lage bin. Mit andren Worten: bestimmen Sie Sich gef. ein Aequivalent für Ihre Bemühungen und Zeitopfer in jener Triple-Conzert-Affaire ...".

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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