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Los 3122Grosz, George
Ecce homo (Ausgabe C)
Auktion 128
Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)
Grosz, George. Ecce homo. 2 Bl., 1 Bl. Impressum. Mit 16 Aquarellen und 84 Lithographien von George Grosz. 35 x 26 cm. Illustrierter OBüttenkarton mit (etwas lädiertem) Pergaminumschlag. Berlin, Malik, 1923.
Hermann 155. Gittig 59. Herzfelde 59. Ars Libri 46. Lang 38. Bülow 54. Lewis 275. Dückers S I C. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithos und den Farboffsets nach George Grosz' Aquarellen. – Schnitt leicht fleckig, insgesamt gutes Exemplar.
Los 7072 [*]Grosz, George
Zu vorgerückter Stunde
Auktion 127
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
18.750€ (US$ 21,552)
Zu vorgerückter Stunde
Feder in Schwarz auf festem Velin. 1924.
49,5 x 36,8 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "GROSZ", verso mit dem Nachlaßstempel, darin mit Feder in Schwarz numeriert "3-75-5".
Gierig greifen die Männer nach der entblößten Frau. Sie aber wirft, anstatt die Hände der Alten abzuwehren, exaltiert ihren Arm in die Luft. Mit lebendig und kraftvoll geführter Rohrfeder, in seinem typischen Zeichenstil mit vereinfachten Formen und scharf gezogenen Konturen erfasst Grosz die erotisch aufgeladene Szene und setzt durch den verschachtelten Bildaufbau die Figuren eng zueinander in Beziehung. Die Neue Sachlichkeit prägt Grosz' Stil im Jahr 1924, und insbesondere die Schonungslosigkeit des veristischen Flügels dieser Kunstströmung findet ihren Widerhall in der vorliegenden Zeichnung.
Eine schriftliche Bestätigung der Echtheit von Ralph Jentsch, Berlin, vom 29.06.2025 liegt vor. Die Arbeit wird von ihm in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Nachlass des Künstlers
Privatsammlung
William Louis-Dreyfus, Mount Kisco, New York (erworben 1993)
Ehemals Privatbesitz (2016 vom oben genannten als Geschenk erhalten)
Ausstellung: George Grosz, Marlborough Fine Art Ltd., London 1968, Nr. 33 (mit Abb.)
George Grosz in Germany: Works on Paper, 1913-1925, New York Studio School, New York 2013/14, Tafel 7 (Farbabb., dort betitelt "Untitled")
Literatur: Robert Cicetti, The Shock and Awe of George Grosz, in: Hyperallergic (online), 12.12.2013, mit Abb. (Detail)
Grosz, George. Ecce homo. 2 Bl., 1 Bl. Impressum. Mit 16 Aquarellen und 84 Lithographien von George Grosz. 35 x 26 cm. Illustrierter OBüttenkarton (Vorderumschlag wasserrandig). Berlin, Malik, 1923.
Hermann 155. Gittig 59. Herzfelde 59. Ars Libri 46. Lang 38. Bülow 54. Lewis 275. Dückers S I C. – Ausgabe C, die neben der Ausgabe A die vollständigste aller Ausgaben ist, mit den Offsetlithos und den Farboffsets nach George Grosz' Aquarellen. – Bis Bl. 17 an der oberen rechten Ecke abschwächend wasser-/gelbrandig; insgesamt jedoch gutes Exemplar.
Grosz, George. Der Spiesser-Spiegel. 60 Berliner Bilder nach Zeichnungen mit einer Selbstdarstellung des Künstlers. 14 S. und 60 Tafeln. 25 x 19 cm. OLeinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel. Dresden, Carl Reissner, 1925.
Bülow 67. Lang 44. – Erste Ausgabe. "Es ist wahr, das Leben wäre sinnlos und zwecklos, wenn es nicht den einen Sinn hätte, den Kampf gegen die Dummheit und willkürliche Brutalität der heutigen Machthaber" (S. 12). . – Innenspiegel mit Besitzvermerk. Sehr schönes Exemplar.
Ecce Homo (4 Blatt)
4 Bl. Fotolithographien auf dünnem Velin. 1918-22.
35,5 x 25,4 cm bzw. 25,4 x 35,4 cm.
Allesamt signiert "Grosz".
Dückers S I, 4, 7, 17, 19.
Dabei die Motive "Grimmiger Mann", "Schönheitsabend in der Motzstrasse", "Verlobung" und "Nachwuchs". Das berühmte Mappenwerk Ecce Homo von George Grosz wurde in fünf Ausgaben in einer Gesamtauflage von 10.000 Exemplaren gedruckt. Es exisitieren auch signierte Einzelblätter auf unterschiedlichen Papieren, zu denen diese vier Arbeiten vermutlich zu zählen sind. Allesamt differenzierte, mitunter leicht trockene Drucke, wohl mit dem vollen Rand.
"HAREM"
Feder in Braun auf dünnem, leicht transparenten Velin. Um 1914.
19,6 x 23,2 cm.
Unten rechts mit Stempelsignatur "GROSZ", unten links mit Feder in Braun betitelt und verso mit Feder in Schwarz von fremder Hand wohl mit der Nachlassnummer "3 35 10".
Nach einem Jahr Zeichenunterricht an der Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule in Dresden zog es George Grosz mit neunzehn Jahren nach Berlin, wo ihn das vibrierende Leben der Metropole rasch in den Bann zog. Mit spitzer Feder hielt Grosz alles fest, was das urbane Leben für ihn als Beobachter zu bieten hatte: Theater- und Varietébesuche, Zirkusveranstaltungen und die erotische Halbwelt. Huren, Bordelle und Lustbarkeiten faszinierten den jungen Künstler. Für erotische Zeichnungen dieser frühen Jahre wählte Grosz oft die feine Feder, deren Striche und Schraffuren sich wie ein Netz auf dem Papier ausbreiten. Der kompositorische Aufbau der vorliegenden Arbeit erinnert an Edouard Manets „Olympia“, doch Grosz überzeichnet seine Figuren in seiner typischen Manier: Nicht schön, sondern mit herben, verbraucht wirkenden, nahezu grotesken Gesichtszügen räkelt sich eine halbentkleidete, shisharauchende Frau lasziv auf einem Divan. Die verschattete Figur im Hintergrund bleibt nur vage angedeutet, während Grosz den Raum mit einer Umrandung abschließt und dem Interieur mit diversen Requisiten einen typisch orientalischen Charakter verleiht.
Provenienz: Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen (verso auf Passepartout mit dessen Klebeetikett)
Privatbesitz Berlin
Los 7073Grosz, George
Der Kapitalist (Illustrationsentwurf zu Brechts 'Die drei Soldaten')
Auktion 127
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
12.500€ (US$ 14,368)
Der Kapitalist (Illustrationsentwurf zu Brechts 'Die drei Soldaten')
Rohrfeder und Bleistift auf dünnem Velin. Ca. 1930-32.
Ca. 60 x 45,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "GROSZ" und gewidmet.
Ein korpulenter Kapitalist überragt beinahe gottgleich das Geschehen, während er sich am Leid der Armen ergötzt. Mit beißendem Zynismus schildert Grosz in dieser imposanten Zeichnung einen Industriellen, zu dessen Füßen unten links vier ärmliche Personen um Almosen bitten. Die Zeichnung gehört wohl zu einer Gruppe unveröffentlichter Entwurfsskizzen, die George Grosz für das antimilitaristische Kinderbuch „Die drei Soldaten“ von Bertolt Brecht schuf, das 1932 im Kiepenheuer-Verlag erschien. Grosz, der zu dieser Zeit selbst junger Familienvater war, steuerte daneben insgesamt 25 veröffentlichte Illustrationen zu Brechts Gedichten bei, in denen er dem Text folgend und in gewohnt pointierter Weise die soziale Ungleichheit anprangert. Der hier formulierte Typus des reichen, machtbewussten Kapitalisten taucht in Grosz' Œuvre auch in weiteren Varianten auf. Unter dem Titel „Der unvermeidliche Kreislauf der Krise“ erschien im Sammelwerk Interregnum (Dückers SII, 53) eine Darstellung, in welcher der rauchende Industrielle entrückt auf einer Wolke steht, während links im Bild - wohl ein Familienvater - als Anhänger der Roten Armee gewaltsam vor die Tür gesetzt wird. In einer weiteren nicht veröffentlichten Variante wiederum zeigt Grosz dieselbe Figur mit einem Hakenkreuz am Revers; zu seinen Füßen zieht ein Demonstrationszug hindurch, dessen Teilnehmer Plakate mit dem Aufruf „Deutschland Erwache!“ in die Höhe halten.
Eine schriftliche Bestätigung der Echtheit von Ralph Jentsch, Berlin, vom 27.05.2019 liegt in Kopie vor. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Privatbesitz Berlin (1958, Geschenk des Künstlers siehe Widmung)
Privatbesitz Süddeutschland (durch Erbschaft vom Vorgänger)
Los 7090Grosz, George
Initiale W, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,293)
Initiale W, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Feder in Schwarz, Bleistift und Deckweiß auf Velinkarton. Ca. 1921.
13 x 15,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso (von fremder Hand?) mit Bleistift bezeichnet "18".
Für die deutsche Ausgabe von Alphonse Daudets "Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon", die 1921 im Erich Reiss Verlag erschien (vgl. Dückers BA I), lieferte Grosz zahlreiche Vollbilder, Vignetten und Initialen wie die vorliegende zum Buchstaben "W". Dieser stand am Anfang des zehnten Kapitels, S. 47, "Vor der Abreise", das mit dem Satz "Während Tartarin sich so mit allen möglichen heroischen Mitteln trainierte ..." beginnt. Grosz' Entwurf zur Initiale "W" wurde dort unverändert abgedruckt. Im Original finden sich zudem die Signatur sowie kleine Korrekturen mit Deckweiß. Mit einer schriftlichen Bestätigung von Ralph Jentsch, Berlin, vom 14.10.2025. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Atelier des Künstlers, Berlin, 1920
Nachlass Frank Jülich, Unkel
Privatbesitz Rheinland
Los 7091Grosz, George
Initiale H, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)
Initiale H, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Feder in Schwarz auf Velin. Ca. 1921.
13 x 11 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso (von fremder Hand?) mit Bleistift bezeichnet "7".
Grosz' Entwurf zur Initiale "H", wie "Hirn", das der satirisch gezeichneten Figur fehlt, entstand für die deutsche Ausgabe von Alphonse Daudets "Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon", die 1921 im Erich Reiss Verlag erschien (vgl. Dückers BA I). Hierfür lieferte Grosz zahlreiche Vollbilder, Vignetten und Initialen wie die vorliegende zum Buchstaben "H". Dieser stand am Anfang des elften Kapitels, S. 49, "Degenstiche, meine Herren, Degenstiche, aber keine Nadelstiche!", das mit dem Satz "Hatte er wirklich die Absicht, zu reisen?" beginnt. Die Zeichnung wurde unverändert abgedruckt. Das Original ist zudem signiert. Mit einer schriftlichen Bestätigung von Ralph Jentsch, Berlin, vom 14.10.2025. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Atelier des Künstlers, Berlin, 1920
Nachlass Frank Jülich, Unkel
Privatbesitz Rheinland
Los 8118Grosz, George
The End of a Perfect Day
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)
The End of a Perfect Day
Kaltnadel auf Velin. 1939.
25,3 x 32,8 cm (32,7 x 39,2 cm).
Signiert "George Grosz". Auflage 120 Ex.
Dückers E 108.
Herausgegeben vom A.A.A. (Associated American Artists), New York. Prachtvoller Druck mit dem nahezu vollen Rand.
Los 7093Grosz, George
Passanten Berlin
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
5.000€ (US$ 5,747)
Passanten Berlin
Rohrfeder und Feder in Schwarz auf dünnem, pergamentartigem UNITY BOND-Papier. Um 1926.
43,5 x 56,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", rückseitig mit dem Nachlaßstempel, dort numeriert "3-110-1".
Er ist einer der scharfsinnigsten Beobachter der sozialen Wirklichkeit in der Weimarer Republik. Mit gewohnt sicherem Federstrich skizziert George Grosz in der hier vorliegenden Zeichnung drei zeittypische Figuren der 1920er Jahre und platziert sie kaum zufällig, sondern wohlkomponiert auf dem Papier. Berliner Straßenszenen zählen zu einem der wichtigsten Werkkomplexe in seinem gesamten Œuvre und entstanden hauptsächlich in den Jahren 1925 bis 1932. Dabei nimmt Grosz die gesamte Bandbreite der unterschiedlichsten Großstadttypen ins Visier, wie er sie vor allem an der belebten Friedrichstraße, auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße findet. Liebespaare, willkürliche Passanten oder zufällige Begegnungen von Jung und Alt, aber auch Militärs, Geistliche oder Richter - alle stets treffend charakterisiert und oft als Gegensatzpaar miteinander im Kontrast stehend. Wir danken Ralph Jentsch, Berlin, für freundliche Hinweise. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Nachlass George Grosz, Berlin
Grosz, George. Konvolut von 2 Ausstellungskatalogen und 2 Zeitschriften. Mit Abb. OBrosch. 1920-1947.
Enthält: Galerie von Garvens Hannover. XV. Ausstellung, April 1922 - George Grosz. 4 Bl. Mit 2 Abbildungen. 18 x 14. OBrosch. Hannover 1922. - Galerie Matthiesen Berlin. George Grosz - Aquarelle und Zeichnungen. Faltblatt (2 Bl.) Berlin 1947. - J. B. Neumanns Bilderhefte, Heft Nr. 4. S. 33-64. Mit ganzseitigen Abbildungen (u. a. von Grosz, Kubin, Morgner). OBroschur. Berlin (1922). - Das Kunstblatt, Heft 4. S. 97-127, 2 Bl. OBroschur. Potsdam, G. Kiepenheuer, 1920. - Mit einem Beitrag von A. Salmony über G. Grosz (mit Abb.). – Teils mit geringf. Gebrauchsspuren.
Los 7088Grosz, George
Vignette, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)
Vignette, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Feder in Schwarz auf Velinkarton. Ca. 1921.
16,2 x 19,4 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso (von fremder Hand?) mit Bleistift bezeichnet "13".
Grosz' Entwurf zur Vignette eines Kannibalen entstand für die deutsche Ausgabe von Alphonse Daudets "Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon", die 1921 im Erich Reiss Verlag erschien (vgl. Dückers BA I). Hierzu lieferte Grosz zahlreiche Vollbilder, Initialen und Vignetten wie die Vorliegende. Sie stand am Schluss des vierten Kapitels, S. 26. Die Buchgestaltung, einschließlich Satz und Buchschmuck, stammt von John Heartfield. Die Zeichnung wurde unverändert abgedruckt. Das Original ist zudem signiert. Mit einer schriftlichen Bestätigung von Ralph Jentsch, Berlin, vom 14.10.2025. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Atelier des Künstlers, Berlin, 1920
Nachlass Frank Jülich, Unkel
Privatbesitz Rheinland
Los 3142Grosz, George
Ecce Homo. Sechzehn Aquarelle. Berlin, Malik, 1923
Auktion 126
Zuschlag
2.400€ (US$ 2,759)
Grosz, George. Ecce homo. Sechzehn Aquarelle. 2 Textbl. und 16 blattgr. Farboffsetdrucke. 35,5 x 26,5 cm. Lose Bl. in illustr. OKart.-Mappe (etwas stockfleckig, eine Klappe mit Initialen und Nummerierung von alter Hand). Berlin, Malik, 1923.
Hermann 155. Dückers S I, I-XVI. – Exemplar der Ausgabe B II, die alle (im Vergleich zur Normalausgabe) sechzehn Aquarelle von Grosz auf besserem Papier enthält: "wie Ausgabe B I, aber unsigniert in Büttenmappe". Die Bildfolge, die nach Erscheinen für Grosz und die Verleger Gumperz und Herzfelde sofort eine Anklage zur Folge hatte, ist eine der bekanntesten Werke des Künstlers. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautete auf "Verletzung des Scham- und Sittlichkeitsgefühl(es) eines normal empfindenden Menschen in geschlechtlicher Beziehung". – Minimal gebräunt.
Los 7089Grosz, George
Initiale W, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,293)
Initiale W, zu Daudet, Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon
Feder in Schwarz auf Velinkarton. Ca. 1921.
16 x 15,7 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Grosz", verso (von fremder Hand?) mit Bleistift bezeichnet "2".
Grosz' Entwurf zur Initiale "W", verdeutlicht durch das Wasser eines Flusses, der unter einer baufälligen Holzbrücke hindurchfließt, entstand für die deutsche Ausgabe von Alphonse Daudets "Die Abenteuer des Herrn Tartarin aus Tarascon", die 1921 im Erich Reiss Verlag erschien (vgl. Dückers BA I). Hierzu lieferte Grosz zahlreiche Vollbilder, Vignetten und Initialen wie die vorliegende zum Buchstaben "W". Dieser stand am Anfang des sechsten Kapitels, S. 32, "Die beiden Tartarins", das mit dem Satz "Wie, zum Teufel, war es nur möglich, dass bei dieser Sucht nach Abenteuern ..." beginnt. Die Zeichnung wurde unverändert abgedruckt. Das Original ist zudem signiert. Mit einer schriftlichen Bestätigung von Ralph Jentsch, Berlin, vom 14.10.2025. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.
Provenienz: Atelier des Künstlers, Berlin, 1920
Nachlass Frank Jülich, Unkel
Privatbesitz Rheinland
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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