
"Trier, Dom"
Öl auf Leinwand.
48 x 36 cm.
Unten rechts mit Feder in Dunkelbraun signiert "Otto Antoine", verso auf dem Keilrahmen mit Bleistift betitelt.
Das lebendige Treiben rund um die Marktstände unterhalb des Trierer Doms erfasst Antoine mit weichem Duktus in seinem lockeren, spätimpressionistischen Stil. Nach seiner Ausbildung an der Berliner Akademie bei Franz Skarbina schuf Otto Antoine neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im Postministerium zunächst vor allem Landschafts- und Genreszenen.
Provenienz: Privatbesitz Hessen
"Trier, St. Matthias"
Öl auf Leinwand.
48 x 36 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Dunkelbraun signiert "Otto Antoine", verso auf dem Keilrahmen mit Bleistift betitelt.
Pittoreske sommerliche Szenerie, belebt durch die Figuren der beiden an der Fontäne spazierenden Benediktiner, im Hintergrund die Abtei Sankt Matthias.
Provenienz: Privatbesitz Hessen
Zechbrüder
Feder in Schwarz, Bleistift und Deckweiß auf Velin. 1923.
24 x 25 cm.
Unten links in der Darstellung mit Feder in Schwarz monogrammiert "KA" und datiert, unten mit Bleistift bezeichnet "No. 671" sowie "Originalgröße" und "bis Dienstag!", verso mit dem roten Nachlaßstempel, dort numeriert "012".
Drastisch und schonungslos, ähnlich der Grosz'schen Schärfe, schildert Arnold die fratzenhaft verzerrten Züge der betrunkenen Zecher. Seit 1907 erschienen seine Karikaturen in den Münchner Zeitschriften Simplicissimus und Jugend, zudem auch in den Berliner Lustigen Blättern.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
"TANZ EPIDEMIE"
Feder in Schwarz auf Velin. 1926.
51,3 x 38,6 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "KA" und datiert, oben in der Darstellung betitelt sowie verso mit dem roten Nachlaßstempel, dort numeriert "017".
Mit phänomenaler Treffsicherheit setzt Arnold seine filigranen, scharfen Federkonturen aufs Papier und erfasst fein beobachtend die unterschiedlichen, rhythmischen Bewegungen der tanzenden Paare. Zum Motiv der Tanzepidemie bei Karl Arnold vgl.: Herwig Guratzsch (Hrsg.), Karl Arnold. Typen und Figuren der Zwanziger Jahre, Ausst.-Kat. Wilhelm-Busch-Museum Hannover 1989, Abb. S. 18, 40 und 41.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Dawesplan
Feder in Schwarz und Aquarell auf festem Velin. 1929.
44,4 x 36,8 cm.
Unten links in der Darstellung mit Feder in Schwarz monogrammiert "KA" und datiert, unten rechts mit dem roten Nachlaßstempel, dort numeriert "133".
Der Dawes-Plan trug 1924 mit seiner Regelung der deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg zur Stabilisierung der hiesigen Wirtschaft und zum Boom der Golden Twenties bei, verschärfte jedoch durch die Abhängigkeit von kurzfristigen US-Krediten die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise. Beiliegend das ehemals verso montierte Klebeetikett, dort bezeichnet "Dawesplan / Das Kapital schreit nach Zinsen - das war also unser Tod für die gerechte Sache.". Arnolds Zeichnung diente vermutlich als Druckvorlage; die flächigen Grautöne erleichterten die lithographische Umsetzung des Motivs.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
Arnold, Christian
Dorf im Sonnenuntergang; Blühender Baum
Los 8005
Schätzung
300€ (US$ 341)
Dorf im Sonnenuntergang; Blühender Baum
2 Kompositionen, recto/verso. Aquarell auf Velin.
30 x 43,7 cm.
Verso unten links mit Bleistift mit dem Künstlersignet "CA".
Dekorative Kompositionen in harmonischer Farbigkeit. Christian Arnolds Stil entwickelte sich vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit. Ausgebildet als Bildhauer, wechselte er zur Malerei und wurde Mitglied im Bremer Künstlerbund. Durch seine Opposition zum Nationalsozialismus erhielt er ein Mal- und Ausstellungsverbot und wurde wegen Hochverrats mehrfach inhaftiert. Bei einem Bombenangriff wurde ein großer Teil seines Werkes zerstört.
Provenienz: Lempertz, Köln, Auktion 787/788, 08.06.2000, Lot 26
Privatbesitz Hessen
"Krise"
Holzschnitt auf Velin. 1931/76.
30 x 21 cm (43,4 x 32,5 cm).
Signiert "G. Arntz", datiert und betitelt. Auflage 100 num. Ex.
Glöckner 2010, 94.
Exemplar der später gedruckten Auflage für die Mappe "Lehrbilder 1931-1938", Den Haag 1976. Prachtvoller Druck mit sehr breitem Rand. Beigegeben: Ein signierter Holzschnitt von Gottfried Brockmann.
Der Totentanz 1 (Das Totenlaken)
Lithographie auf sehr dünnem Japan. 1924.
18,3 x 20,1 cm (25 x 27 cm).
Signiert "EBarlach". Auflage 100 Ex.
Schult 229, Laur 77.03.
Aus Barlachs Folge von Lithographien, entstanden für Goethe, "Ausgewählte Gedichte", erschienen bei Paul Cassirer, Berlin 1924. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Schiff
Kaltnadel auf Velinkarton. 1921.
11 x 9,2 cm (25,4 x 21,2 cm).
Signiert "Baschant" und datiert.
Die minutiös und fein ausgeführte Kaltnadelarbeit steht ganz im Einfluss des Bauhauses, wo Baschant von 1921 bis 1924 studierte. Prachtvoller, äußerst detailreicher Druck mit zart schimmerndem Plattenton und tief eingeprägter Plattenkante, wohl mit dem vollen Rand. Sehr selten.
Bildnis Reinhard Piper
Holzschnitt auf hauchfeinem Japanbütten. 1922.
22 x 10,4 cm (37,3 x 25,6 cm).
Signiert "Beckmann". Auflage 30 Ex.
Hofmaier 240 II.B.b (von f).
Exemplar des zweiten, endgültigen, nach Korrespondenz mit Reinhard Piper in der Haargegend überarbeiteten Zustandes. Erschienen in einer Gesamtauflage von 90 Exemplaren, neben Künstler- und Zustandsdrucken, im Verlag R. Piper & Co., München 1922. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
Bildnis des Komponisten Frederik Delius
Lithographie auf JW Zanders-Bütten. 1922.
61,3 x 32,7 cm (68 x 37,7 cm).
Signiert "Beckmann". Auflage 220 Ex.
Hofmaier 225 B c (von d).
Ganz ausgezeichneter, kräftiger Druck mit dem wohl vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand.
Der Mensch ist kein Haustier Nr. 1
Lithographie auf Similijapan. 1936.
15,4 x 9,9 cm (22,3 x 13,8 cm).
Signiert "Beckmann".
Hofmaier 323 B.
Eine von sieben Illustrationen zu einem Drama von Stephan Lackner von 1936, hier wohl aus der Vorzugsausgabe von 20 Exemplaren auf Similijapan, neben weiteren hundert Exemplaren der Normalausgabe. Gedruckt bei Desjobert Paris und herausgegeben von Editions Cosmopolites, Paris 1937. Prachtvoller Druck mit Rand.
Benito, Eduardo García
Motive aus: La Dernière Lettre Persane
Los 8012
Schätzung
600€ (US$ 682)
Motive aus: La Dernière Lettre Persane
7 Bl. Druckgraphik, mit Gold gehöht, und Pochoir auf Velin. 1920-29.
Ca. 36 x 26 cm.
Vorhanden sind die Motive "Adieu New York", "Princesse Lointaine", "Boabdil", "Contottiere", "Geisha", "Florentin" und "Idole". Entwürfe für das Pariser Pelzhaus "La Maison Fourrures Max" (Leroy & Schmid) in einem reduzierten Art-déco-Stil. Gedruckt bei Draeger Frères, Paris.
Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam
"Meine Eltern"
Holzschnitt auf Bütten. 1920/69.
50,2 x 40 cm (69,7 x 49 cm).
Von Hanna Böckstiegel signiert, datiert, betitelt und bezeichnet "P. Aug. Böckstiegel. Nachlass" sowie "Orig. Holzschnitt. Handdruck". Auflage 50 num. Ex.
Matuszak 84 II.
Der Neudruck des zweiten, endgültigen Zustandes erschien 1969 als Jahresgabe des Westfälischen Kunstvereins Münster in 100 Abzügen mit Nachlaßstempel, diese Auflage so bei Matuszak nicht verzeichnet. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand.
"Figurinen IV"
Bleistift auf Velin, kaschiert auf Karton. 1923.
18,2 x 7,5 cm.
Unten mittig mit Bleistift betitelt "Fig IV", verso signiert "GBrockmann", datiert, betitelt und bezeichnet "Thema Tanz".
Seit 1922 entstanden Brockmanns erste freie künstlerische Arbeiten, beeinflusst von Dada und den zeitgenössischen, um Plastizität bemühten Strömungen der Moderne.
Sitzender
Bleistift auf Velin, kaschiert auf Karton. 1923/24.
21,7 x 14,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "B", verso signiert "GBrockmann", datiert und bezeichnet "Köln".
Auf die Grundformen abstrahierte Figur, mit wenigen feinen Schattierungen plastisch ausformuliert. Die Studie entstand, kurz nachdem der Künstler engen Kontakt zur "Rheinischen Gruppe progressiver Künstler" aufgenommen hatte.
"Dolcefarniente"
Mischtechnik auf Pergamin, in 2 Teilen auf Karton kaschiert. 1928.
34 x 30 cm (Karton).
Unten links mit Farbstift in Grün monogrammiert "B", verso auf dem Karton mit Feder in Schwarz signiert "GBrockmann", datiert, betitelt und bezeichnet "Ddf.".
1926 studierte der ausgebildete Dekorationsmaler Brockmann an der Düsseldorfer Kunstakademie; 1928 wurde er dort Meisterschüler bei Heinrich Campendonk. Zu dieser Zeit entstand die vorliegende, humorvoll-stilisierte Zeichnung.
Blumenstilleben
Aquarell auf genarbtem Aquarellkarton.
48,2 x 37,8 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel, darunter von fremder Hand bezeichnet "Burchartz".
Kraftvolles, expressives Blumenstilleben vor leuchtend rotem Grund.
Corinth, Lovis
Kompositionsstudie zu "Pietà" / Antike Szene
Los 8018
Schätzung
800€ (US$ 909)
Kompositionsstudie zu "Pietà" / Antike Szene
2 Zeichnungen, recto/verso. Bleistift und Farbstift bzw. Bleistift auf Velin. Um 1920.
43 x 34 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Lovis Corinth" sowie rechts mit dem blauen Nachlaßstempel "ATELIER-LOVIS CORINTH", unten von fremder Hand bezeichnet "Studie für nicht ausgeführte Fassung 'Pietà'", verso oben rechts mit Bleistift bezeichnet "24".
Locker gezeichnete Kompositionsskizze. Die ungewöhnliche Anlage mit der am Boden vor der Bahre knienden Gestalt der Maria Magdalena im Vordergrund zeigt Corinths unkonventionelle Sichtweise auf traditionsreiche Szenen. Die 1920 entstandene Radierung zur "Pietà" ist mit ihrer Schräganlage kompositorisch sehr verschieden aufgefasst.
Provenienz: Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 11.12.2015, Lot 171
Sammlung Henning Lohner, Berlin
Zeichnungen zu Wilhelm Tell
5 Zeichnungen auf 3 Blättern. Kreide in Schwarz auf festem Velin. Um 1923.
Je ca. 23,5 x 18 cm.
Jeweils unten mit dem roten bzw. schwarzen Stempel "Atelier - Lovis Corinth", dort von Wilhelmine Corinth signiert und bezeichnet "11-191-A Tell", "118" bzw. "183".
Die in weichen, lockeren Linien gezeichneten Entwürfe Corinths illustrieren Friedrich Schillers Drama; die Mappe mit Lithographien erschien 1923 bei Karl Nierendorf, Berlin. Zwei Blätter mit Zeichnungen recto und verso, vorhanden sind die Motive "Attinghausen und Rudenz" (zu Müller 778, drei Zeichnungen), "Der Tell-Sprung" (zu Müller 783) und "Durch diese hohle Gasse muss er kommen" (zu Müller 785). "Über die historische Bedeutsamkeit der Geschehnisse hinaus geht es Corinth darum, die menschlichen Aspekte des Dramas zu vergegenwärtigen" (Alfred Kuhn, Vorwort zur Tell-Mappe).
Provenienz: Privatbesitz Rheinland
Bassenge, Berlin, Auktion 109, 28.05.2017, Lot 8038
Sammlung Henning Lohner, Berlin
Schularbeiten
Kaltnadel auf Velin. 1918.
24,7 x 18 cm (33,7 x 26,7 cm).
Signiert "Lovis Corinth".
Schwarz R 336.
Gedruckt bei Fritz Gurlitt, Berlin. Die idyllische Szene zeigt Mutter und Tochter bei Schularbeiten am Küchentisch. Prachtvoller, nuancierter Druck mit Rand. Selten.
Europa mit dem Stier
Farblithographie auf hauchfeinem Japan. 1920.
26 x 32 cm (34,5 x 42 cm).
Signiert "Lovis Corinth". Auflage 20 Ex.
Schwarz L 401 III A (von B).
Blatt III der Folge "Die Liebschaften des Zeus", erschienen bei Fritz Gurlitt, Berlin 1920, in einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren. Prachtvoller, kreidiger Druck mit Rand.
Selbstbildnis mit Schlapphut
Lithographie auf Bütten. 1920.
31,5 x 25,2 cm (52 x 39 cm).
Signiert "Lovis Corinth". Auflage 75 Ex.
Schwarz L 409.
Eines von 75 signierten Exemplaren auf Bütten, im Verlag von Friedrich Dehne, Leipzig erschienen und vor der Veröffentlichung in Kurt Pfister, Deutsche Graphiker der Gegenwart, Leipzig 1920 (vgl. Söhn HdO 108-1). Prachtvoller Abzug mit dem wohl vollen Rand.
Lärche am Walchensee
Kaltnadel auf Bütten. 1923.
17,9 x 23,9 cm (34,5 x 40,4 cm).
Signiert "Lovis Corinth", bezeichnet "Probedruck" und mit einer persönlichen Widmung datiert "Berlin 24 Dez 1923.".
Müller 727.
Aus der Folge "Der Walchensee (groß)", deren insgesamt fünf Radierungen aus den Jahren 1919, 1920 und 1923 vermutlich später zu einer Folge vereinigt wurden. Prachtvoller, gratiger und tiefdunkler Druck mit dem wohl vollen Rand, links und unten mit dem Schöpfrand.
Komposition auf gelbem Grund
Farbserigraphie auf festem Karton. 1924/71.
45 x 30,8 cm (65 x 50 cm).
Signiert "WDexel-" und numeriert "eK-VIII-75/100". Auflage 100 num. Ex.
Vitt 69.
Neunfarbige Serigraphie, nach einem Hinterglasbild von 1924, gedruckt bei Herbert Geier, Ingolstadt und editiert von der Galerie Thomas Keller, Kempfenhausen, Starnberg, 1971. Prachtvoller Abzug mit dem vollen Rand.
Dufy, Raoul
Projet de tissu à fleurs sur fond noir pour Bianchini-Ferrer
Los 8025
Schätzung
500€ (US$ 568)
Projet de tissu à fleurs sur fond noir pour Bianchini-Férier
Pinsel in Schwarz und Bleistift auf halbtransparentem Velin. Nach 1912.
20,3 x 16,5 cm.
In ihrer ornamentalen Stilisierung und den effektvollen Schwarzweißkontrasten erinnert Dufys Entwurfszeichnung für ein Textilmuster an japanische Holzschnittkunst. Der französische Modedesigner Paul Poiret und Raoul Dufy gründeten eine kleine Druckwerkstatt in der Pariser Avenue de Clichy, um variationsreiche Textilien herzustellen. Diese Muster waren dermaßen erfolgreich, dass der Textilhersteller Bianchini-Férier Dufy 1912 anwarb. Aus dieser Zeit stammt der vorliegende Musterentwurf. In den 16 Jahren, die Dufy mit Bianchini-Férier zusammenarbeitete, gestaltete er über 4000 Designs für das Unternehmen.
Provenienz: Artcurial, Deauville, Auktion 15.08.2011, Lot 96 (dort abweichende Maßangaben)
Sammlung Henning Lohner, Berlin
Eisbär
Bronze mit schwarzbrauner Patina auf Bronzeplinthe, auf schwarzen Marmorsockel montiert. Wohl um 1930.
4 x 7,5 x 3 cm.
Verso seitlich an der Plinthe monogrammiert "ME".
Schön stilisierte Kleinbronze mit glatter Oberfläche. Ausgezeichneter Guss mit ebenmäßiger Patina. Gesamthöhe mit Sockel: 5,7 cm.
Provenienz: Privatsammlung Berlin (direkt beim Künstler erworben)
Privatbesitz Süddeutschland
Käuzchen
Bronze mit brauner Patina auf Bronzeplinthe, auf anthrazitfarbenen Marmorsockel montiert. Um 1930.
6,3 x 4 x 3 cm.
Hinten oberhalb der Plinthe monogrammiert "M.E.".
Vermutlich handelt es sich bei dem "Käuzchen" um eine Studie zu der entsprechenden Meißener Porzellanfigur. Max Esser studierte von 1900 bis 1903 an der Kunstgewerbeschule Berlin bei August Gaul, seinem späteren Schwiegervater. Er arbeitete für die Schwarzburger Werkstätten, von 1920 bis 1931 in der Porzellanmanufaktur Meißen, wo er ein Meisteratelier leitete. Schöner Guss mit gleichmäßiger Patina, wohl entstanden bei Rich. Barth, Mariendorf, hier ohne den Gießerstempel. Gesamthöhe mit Sockel: 8 cm.
Provenienz: Privatsammlung Berlin (direkt beim Künstler erworben)
Privatbesitz Süddeutschland
Fressender Bär
Dunkelbraunes Böttgersteinzeug, unglasiert, leicht poliert. 1895.
8,5 x 12 x 9 cm.
Auf dem Sockel bezeichnet "A. Gaul", an der Unterseite mit der Schwertermarke, dort bezeichnet "Böttger Steinzeug" und mit den eingeritzten Nummern "156" und "A1059".
Gabler 20-3.
Der "Fressende Bär" gehört zusammen mit dem "Sitzenden Bären" von 1894 zu den wenigen frühen eigenständigen Plastiken, die der Künstler in Bronze hat gießen lassen. Eine größere Verbreitung fand die Plastik erst nach Gauls Tod in den posthum entstandenen Keramik- und Porzellanausführungen. Schöner Guss, entstanden in unbekannter Auflagenhöhe.
"Friedensglocken"
Radierung in Blaugrau auf Similijapan. 1916/17.
24,8 x 17,8 cm (49 x 32,2 cm).
Signiert "A. Gering", datiert, betitelt und bezeichnet "Orig. Radierung, unverstählt. 12.".
Eine der eindrücklichsten Graphiken im Œuvre von Andreas Gering. Die mit feinen Linien minutiös ausgearbeitete Radierung druckt er sowohl in Blaugrau als auch in Rotbraun. Entgegen der handschriftlichen Datierung von 1917 ist die Platte oben rechts mit 1916 datiert, und auch die eingravierten Jahreszahlen auf der Glocke reichen nur bis zu diesem Jahr. Das Blatt spiegelt auf besonders eindringliche Weise die traumatischen Kriegserfahrungen und die Auseinandersetzung des noch jungen Künstlers mit dem Tod. Prachtvoller, detailreicher und feinzeichnender Druck von der unverstählten Platte, mit tief eingeprägter Plattenkante und mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit Schöpfrand.
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