Specimen 1 (Gottesanbeterin).
Öl auf Leinwand. 202 x 66 cm. Um 2000.
Aus der Serie "Fabulous Beasts". Mark Fairnington ist ein Maler, dessen Werke bereits in zahlreichen Museen und privaten Galerien in den USA und Europa ausgestellt wurden. In seiner Forschung nutzt er die Malerei, um verschiedene Museumssammlungen und -geschichten visuell zu untersuchen. Ob großformatige Gemälde von präparierten Insekten, ausgestopfte Vögel, Porträts von preisgekrönten Zuchtbullen, die künstlerische und wissenschaftliche Sprache der Blumen oder gesammelte menschliche Überreste - sein Interesse gilt den Eigenheiten desjenigen, der für alle stehen muss: dem Exemplar (the specimen). Im Oxford Museum of Natural History arbeitete Fairnington mit Dr. George McGavin an Mantidae (Fangschrecken bzw. Gottesanbeterinnen) und Membracidae (Buckelzirpen oder Buckelzikaden).
Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam.
Fairnington, Mark
Specimen 3 (Gottesanbeterin frontal)
Los 6391
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Specimen 3 (Gottesanbeterin frontal).
Öl auf Leinwand. 92,5 x 76 cm. Um 2000.
Aus der Serie "Fabulous Beasts".
Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam.
Chinesisch
19. Jh. Pendants mit Ansichten aus dem Perlflussdelta
Los 6392
Schätzung
3.200€ (US$ 3,636)
19. Jh. (wohl Werkstatt oder Umkreis Namcheong, tätig um 1840-70). Ansichten aus dem Perlflussdelta: Dschunke vor einer Festung; Dschunke vor einem Tempel.
2 Gemälde (Pendants), je Öl auf Leinwand. Je ca. 26 x 21 cm.
Chinesisch
19. Jh. Pendants mit Ansichten aus dem Perlflussdelta
Los 6393
Schätzung
3.200€ (US$ 3,636)
19. Jh. (wohl Werkstatt oder Umkreis Namcheong, tätig um 1840-70). Ansichten aus dem Perlflussdelta: Dorfszene mit Schmied; Eingang zu einem Schrein.
2 Gemälde (Pendants), je Öl auf Leinwand. Je ca. 26 x 21 cm.
Chodowiecki, Daniel Nikolaus
Hochzeitsgebräuche bei verschiedenen Völkern
Los 6394
Schätzung
450€ (US$ 511)
Hochzeitsgebräuche bei verschiedenen Völkern.
12 Radierungen. Je ca. 8,8 x 4,8 cm. 1780. Engelmann 356 III. Wz. Fragment.
Diese charmanten Illustrationen zu den Hochzeitsriten verschiedener Kulturen entwarf Chodowiecki für den Gothaischen Hofkalender für das Jahr 1781. Die künstlerische Hinwendung zu fremden Kulturen verbindet sich hier mit einer durchaus bürgerlich westlichen Vorstellung des Eherituals. - Die vollständige Folge in ausgezeichneten Drucken mit Rändchen um die Einfassungslinien. Minimale Alters- und Gebrauchsspuren, Nr. 4 mit zarten Trockenfältchen, sonst sehr schön und einheitlich erhalten. Beigegeben von Chodowiecki "Die sechs Türken zu Pferde" (Engelmann 25) und die komplette 12-teilige Folge "Heiratsanträge. Erste Folge" (Engelmann 345).
Fächer
Faltfächer mit höfischen Figuren in Palästen und Gärten (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso)
Los 6395
Schätzung
800€ (US$ 909)
Faltfächer mit höfischen Figuren in Palästen und Gärten (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso).
Blatt aus Seide, beidseitig mit reicher Deckfarbenbemalung, die Kleidung der Figuren applizierte Seidenstücke, die Köpfe reliefierte Applikationen, das asymmetrische Gestell aus schwarz lackierten Holzstäben mit zweifarbigem, figuralem Goldlackdekor, Seidenquasten mit Zierknoten. Spannweite 30 x 51 cm. China (wohl Kanton), 19. Jh.
Fächer
Faltfächer mit Szenen einer Umwerbung (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso)
Los 6396
Schätzung
450€ (US$ 511)
Faltfächer mit Szenen einer Umwerbung (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso).
Blatt aus Papier, beidseitig mit Farblithographien, recto teils handkoloriert und goldgehöht, das Gestell aus schwarz lackierten Holzstäben mit Chinoiserie-Dekor in Gold. Spannweite 28 x 51,5 cm. Kontinentaleuropa, um 1900.
Deutsch, wohl Sächsisch
1. Hälfte 18. Jh. Figurine eines Chinese mit Kegelhut und Laterne
Los 6397
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
1. Hälfte 18. Jh. Figurine eines Chinese mit Kegelhut und Laterne.
Holz, geschnitzt, farbig gefasst und mit Resten von Vergoldung auf dem Bolusgrund. Höhe 49,5 cm.
Provenienz: Berliner Privatsammlung.
Die Seidenraupenzucht.
Tusche und Aquarell. Ca. 26 x 38 cm (Passepartoutausschnitt). China, wohl späte Qing-Dynastie, 19. Jh.
Das Blatt zeigt eine ländliche Szene der Seidenraupenzucht unter einem Strohpavillon: Zwei junge Frauen bereiten Maulbeerblätter auf Sieben vor, während eine ältere Frau die Arbeit beaufsichtigt; im Hintergrund sind zwei weitere Frauen und ein Kleinkind bei der Ernte zu sehen. Beigegeben eine weitere chinesische Tuschemalerei mit mehrzeiliger Kalligraphie: Vornehmes Paar im Garten.
Kopf eines Luohan (Arhat).
Terrakotta oder Stuck, der Kopf naturalistisch modelliert und teils polychrom gefasst, das Gesicht mit expressiv grimmigem Ausdruck, die Stirn mit tiefen Furchen, der Mund halbgeöffnet, dabei die scharfen Zähne und Zunge zeigend. Auf einem Holzsockel. Transportbox vorhanden. Höhe (ohne Sockel) ca. 24 cm. China, Nördliche Song/Liao Dynastie, circa 11. Jh.
Bei dem vorliegenden Luohan-Kopf handelt es sich um die Darstellung eines erleuchteten buddhistischen Schülers (Arhat). Der agitierte und höchst expressive Gesichtsausdruck ist selten und ungewöhnlich für diese Kategorie von Bildnissen.
Provenienz: Dries Blitz Chinese Ceramics & Works of Art, Amsterdam (2012 TEFAF, Maastricht).
Privatsammlung Berlin.
Chinesisch
um 1900. Album mit 12 chinesischen Dschunken, Haus- und Fischereibooten
Los 6400
Schätzung
750€ (US$ 852)
um 1900. Album mit 12 chinesischen Dschunken, Haus- und Fischereibooten.
12 Aquarelle auf Reispapier, je montiert auf Einzelblätter eines Albums. Je ca. 16,7 x 28 cm. Broschur d. Z. mit Buntpapierbezug (stärker berieben, Ecken und Schließband lädiert). Quer-4to.
Äußerst feine Aquarelle, die die raffinierten Texturen und farbliche Gestaltung der Schiffe kongenial zum Ausdruck bringen.
Mansfeld, Johann Ernst
"Athah, ein Bootsknecht aus Canton in China, tatarischer Abkunft, 22 Jahr alt.". "Ajavv, ein Bootsknecht aus Canton in China gebürtig, 25 Jahr alt".
Los 6401
Schätzung
400€ (US$ 455)
"Athah, ein Bootsknecht aus Canton in China, tatarischer Abkunft, 22 Jahr alt."; "Ajavv, ein Bootsknecht aus Canton in China gebürtig, 25 Jahr alt".
2 Radierungen nach Johann Christian Brand. Je ca. 35,9 x 24,8 cm. 1780.
Österreichische Kaufleute und die Marine unternahmen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Expeditionen nach Südasien, nachdem Kaiser Joseph II. Wilhelm Bolts und dem Grafen Proli die Gründung der österreichischen Ostindischen Compagnie gestattet hatte. Die Compagnie schickte in den Jahren 1777/78 das Schiff Theresia und Joseph auf die Reise, zum Erwerb von Land und der Begründung von Handelsniederlassungen an den Küsten von Afrika und Asien. Die im Artaria-Verlag erschienenen zwei Blätter zeigen chinesische Bootsknechte, die laut der Bildunterschrift vom "... Grafen Proli dem allerhöchsten kaiserlichen Hofe den 17. Hornung 1780 als eine Seltenheit gezeigt" wurden. Brillante, kräftige und frühe Drucke mit Rand, noch ohne das kaiserliche Privileg unten mittig. Geringfügig stockfleckig und angestaubt, sonst tadellos.
Provenienz: C. G. Boerner, Düsseldorf.
Galerie Bassenge, Berlin , Auktion 74, am 26. November 1999, Los 5701.
Literatur: Vgl. G. Düriegl, R. Witzmann: Der Verlag Artaria, Kat. Ausst. Wien 1981, Kat. 61, 62.
Figures Chinoises: POÏ NOU ou Servante Chinoise; Femme de MATSMEY à la terr d'Ieço.
2 Radierungen nach Antoine Watteau. Je ca. 21,3 x 15,5 cm. (1731). Dacier-Vuaflart 235 und 237.
Die vorliegenden Radierungen, Blatt 2 und 4, gehören zu einer größeren, insgesamt 30 Blatt umfassenden Folge mit chinesischen Kostümstudien, die beide auch als Teil einer eigenständigen, zwölfteiligen Suite Diverses Figures Chinoises et Tartares publiziert wurden. Die Motive entstanden wohl im Zusammenhang mit den Dekorationen von Antoine Watteau im Château de la Muette. Watteaus Arbeiten gehen vermutlich auf Zeichnungen jesuitischer Missionare zurück, welche die Zeichnungen nach Frankreich brachten.
Ausgezeichnete Drucke mit Rand. Lediglich leichte Altersspuren und minimal vergilbt, jeweils mit winzigem Braunfleckchen, verso kleine Montierungsreste, sonst tadellos.
Chinese mit Schirm als Schmuckständer.
Bronze, gegossen, ziseliert, geglättet, feuervergoldet (Vergoldung teilweise abgerieben) und poliert sowie verschraubt und genietet. Höhe 16 cm, Sockel Durchmesser 8 cm. Der klappbare Kopf mit Hals und Brustansatz durch ein Scharnier mit dem Rücken verbunden. Der Korpus der Figur als Hohlraum gearbeitet, baldachinartiger Sonnenschirm, an den Fransen fünf angenietete Haken, runder Erdsockel mit konkavem Sockelrand. Deutschland bzw. Österreich, um 1760/70. (Die Figur wird ohne die auf der Abbildung gezeigten Ringe versteigert).
Chinoiserie mit Boot und Fischer.
Farbradierung à la poupée nach Jean-Baptiste Pillement. 19,6 x 14 cm. Um 1796/98, IFF aus 1.
In den phantasievollen Bildwelten des Jean-Baptiste Pillement bilden exotisierende Figuren, Pflanzen und Architekturen schwebend wirkende Traumlandschaften. Seine Chinoiserien dienten in ganz Europa als Vorlagen bei der Dekoration von verschiedenstem Kunsthandwerk wie Textilien, Keramik oder Möbel. Die Radiererin Anne Allen trug dabei wesentlich zur Verbreitung der dekorativen Entwürfe bei. Die Zusammenarbeit zwischen Allen und Pillement begann wahrscheinlich in den 1770er Jahren, 1799 heirateten die beiden. Darüber hinaus ist über ihr Leben wenig bekannt. - Aus der dreiteiligen Folge "Nouvelle Suite de Cahiers de dessins Chinois". Ganz ausgezeichneter Druck mit schön ausdifferenziertem Kolorit und schmalem Rand. Leicht angeschmutzt, vertikale Mittelfalte, entlang dieser ein schmaler, von verso durchschlagender Leimstreifen, Nadellöchlein in den Facettenecken sowie oben mittig am Außenrand, weitere minimale Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung.
Chinoiserie.
Radierung in Grün auf gelber Platte, auf Similijapan. 20 x 15,3 cm. 1913. Signiert und bez. "Probedruck / zu Chinoiserie".
Ganz ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand. Minimal angestaubt, zarte Quetschfältchen vom Druck, sonst sehr schön.
Chinesisch
19. Jh. Chinesische Frau, Guqin spielend; Chinesische Frau, eine Blume betrachtend
Los 6406
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
19. Jh. (wohl Kanton). Chinesische Frau, Guqin spielend; Chinesische Frau, eine Blume betrachtend.
2 Gemälde, je Öl auf Leinwand, doubliert. Je ca. 28 x 21,5 cm.
Zwischen dem späten 18. Jahrhundert und dem Beginn des Ersten Opiumkrieges (1838-42) war die Hafenstadt Kanton, heute Guangzhou, das Nadelöhr allen Handels zwischen China und dem Westen. Der Austausch war auch in der Kunst nicht minder rege. Eine Besonderheit waren die sogenannten China Trade Paintings, Gemälde, die speziell für ausländische Kaufleute und den Export für den europäischen Markt geschaffen wurden. Zwar existierten solche Werke bereits seit Jahrhunderten, doch erlebte ihre Produktion in dieser Zeit, begünstigt durch die Intensivierung der Handelsbeziehungen einen Höhepunkt. Der bedeutendste kantonesische Künstler auf diesem Gebiet war Lamqua (1801-1860), ein Protegé und Schüler von George Chinnery (1774-1852), dem ersten englischen Maler, der sich dauerhaft in China niederließ. Lamqua adaptierte den Malstil und die westlichen Bildkonventionen seines Lehreres, kombinierte sie mit asiatischen Sujets, und übte damit einen großen Einfluss auf die chinesische Exportmalerei des 19. Jahrhunderts aus.
Mid-Autumn Festival.
Triptychon. Öl auf Leinwand. Linke und rechte Tafel je 148 x 51 cm, Mitteltafel 148 x 106 cm. Auf jeder der drei Tafeln am Unterrand signiert und datiert. 2000.
Die geheimnisvolle Atmosphäre und visuelle Poesie, die Zhu Yiyongs dreiteiliges Gemälde erfüllt, ist charakteristisch für die Laternengemälde des bedeutenden chinesischen Künstlers. Ein Kreis junger, traditionell gekleideter Frauen hält schlichte Handlaternen, mit deren warmem Strahlen das dunkle, fein ornamentierte Interieur zart beleuchtet wird. Begangen wird das Laternen- oder Yuanxiao-Fest in der Vollmondnacht am 15. Tag des 8. Mondmonats (meist im September/Oktober) als Abschluss des mehrtägigen Neujahrsfestes; es steht als bedeutendes Element des kulturellen Gefüges Chinas für Hoffnung, Erneuerung und familiären Zusammenhalt. Das traditionelle Laternenfest und die individuellen Erscheinungen der jungen Frauen schildert Zhu Yiyong in ebenso sensibler wie detailgenauer, realistischer Manier, mit weichem Pinselstrich und einer warmtonigen, dunklen Palette. Ausgebildet wurde der Künstler am Sichuan Fine Arts Institute, wo er später eine Professur erhielt.
Provenienz: Schoeni Art Galleries Ltd., Hongkong (mit deren Galerieetikett verso).
Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam.
China
19. Jh. . Herrscherin mit junger Hofdame aus der Qing-Dynastie
Los 6408 [*]
Schätzung
450€ (US$ 511)
19. Jh. Herrscherin mit junger Hofdame aus der Qing-Dynastie.
Gouache auf Reis- oder Markpapier. 29 x 19 cm. Gerahmt.
Beigegeben zwei weitere chinesische Gouachen auf Reis- oder Markpapier.
Dream of China.
Installation aus transparentem Polyvinyl, Stickerei aus Nylon Angelschnur, Bambus, Metall. 165 x 262 x 8,3 cm. 2005.
Das skulpturale Werk des chinesischen Künstlers Jin Wang ist eine Nachbildung eines klassischen Drachengewandes. An einer Metallkette hängend, sind die Ärmel weit ausgebreitet, als würde ein unsichtbarer Körper sie tragen. Dadurch wird der Blick auf die detailreichen Stickereien des Gewandes mit chinesischen Drachenmotiven und fernöstlichen Ornamenten gelenkt. Die aus Kunststofffäden gewebte Robe erscheint in ihrer Farblosigkeit transparent und verleiht dem Werk eine fast immaterielle Wirkung.
Seit den 1990er Jahren widmet sich Wang Jin in seiner Werkreihe "Dream of China" der Beziehung zwischen Objekten und kultureller Authentizität. Ausgangspunkt hierfür sind seine persönlichen Erfahrungen in dem Spannungsfeld traditioneller und moderner Werte in China. Für die Herstellung der "Gewänder" arbeitet der Künstler mit Näherinnen aus ländlichen Regionen zusammen, die Form und Gestaltung traditioneller Kostüme der Peking-Oper möglichst originalgetreu umsetzen. Während die klassischen Gewänder üblicherweise aus farbiger Seide gefertigt werden, verwendet Wang bewusst Kunststoff - ein schnelles Konsumprodukt, das er als allgegenwärtiges Material der globalisierten Welt versteht.
Die Besichtigung des Werkes ist nach Terminabsprache im Kunstlager in Berlin-Charlottenburg möglich.
Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam.
nach. "Petits Parasols Chinois".
4 Radierungen von Jean-Jacques Avril. Je ca. 23,7 x 16 cm. 1773-1774. Le Blanc, aus 86-103.
Der chinesische Sonnenschirm (Parasol Chinois) war als Element in den Landschaftsgärten des ausgehenden 18. Jahrhunderts sehr verbreitet und ist als Ausdruck der Sehnsucht nach fernen Kulturen zu verstehen. Pillements phantastische Erfindungen zeigen daher keine tragbaren Sonnenschirme, sondern kleine in Gartenarchitekturen (Follys), die dem Schutz vor dem Wetter dienten. Mit der französischen Revolution wurden auch die "Parasol Chinois" als Wahrzeichen der untergehenden, aristokratischen Kultur angesehen und teils zerstört (Eremitage Arlesheim, Kanton Basel). - Aus einer 18-teiligen Folge. Prachtvolle, kräftige Drucke mit breiten Rändern, teils mit den originalen Schöpfrändern. Heftspuren im linken weißen Rand, vereinzelt schwache Knickspuren, leicht angestaubt, sonst sehr schöne Exemplare.
2 flamboyante Tafelaufsätze.
Rot lackierter Dornbusch montiert auf Fuß mit Glaselementen und Messingappliken auf marmorierter Holzplinthe. Höhe je ca. 42 cm. 20. Jh.
Pandabär im Bambuswald ("Bambusbär").
Schwarzer und grauer Stift, Pinsel in Grau, Deckweißhöhungen. 33,8 x 24 cm. Unten rechts signiert "W. Kuhnert", oben links in Bleistift bez. "Bambusbär ailuropus melanoleucus", sowie oben links "H. 300" und Maßangabe in rotem Stift. Vor 1901.
Vorzeichnung zu der Illustration "Bambusbär" auf S. 376 im 2. Band (Das Thierleben Asiens, Amerikas und Australiens) von Wilhelm Haacke und Wilhelm Kuhnert: Das Thierleben der Erde, Berlin 1901.
Chinesisch
um 1800. Landschaft mit Tempel und Garten an einem Fluss
Los 6413 [*]
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
um 1800. Landschaft mit Tempel und Garten an einem Fluss.
Gouache auf Velin. 33,2 x 45,4 cm.
Chinesisch
19. Jh. Nächtliche Schifffahrtsszenen auf dem Perlfluss
Los 6414
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
19. Jh. (wohl Umkreis oder Schule Youqua, tätig um 1840-80). Nächtliche Schifffahrtsszenen auf dem Perlfluss.
2 Gemälde, je Öl auf Leinwand. Je ca. 22,8 x 30,3 cm. Auf einem Keilrahmen ein altes Etikett des Rahmenmachers F. C. Lankesheer, Colchester.
Europäische Kaufleute und Künstler brachten westliche Maltechniken nach China, die sich lokale Künstler geschickt aneigneten. Der Nachfrage nach Erinnerungsstücken vonseiten fremder Reisender nachkommend, gründeten sie in Kanton, Macau und Hongkong Ateliers, in denen sie Szenen aus dem chinesischen Alltag, Landschaften und Porträts produzierten. Auf einem der beiden Bilder hier ist ein Turm zu sehen, der an die neunstöckige Whampoa-Pagode auf einer Insel bei Kanton erinnert, einem damals sehr beliebten Motiv. Mit der zunehmenden Verbreitung und Popularität der Fotografie im späten 19. Jahrhundert ging die Blütezeit der China Trade Paintings zu Ende.
Chevalier, Nicolas
Buddhistischer Mönch in einem Garten eines chinesischen Klosters
Los 6415
Schätzung
9.000€ (US$ 10,227)
Buddhistischer Mönch in einem Garten eines chinesischen Klosters, im Hintergrund eine Teezeremonie.
Aquarell, über Spuren von Bleistift. 54,4 x 77,5 cm (lichtes Maß). Unten links signiert und datiert "Nicolas Chevalier 1884". Orig.-Rahmen von "Foord & Dickinson, London", verso mit deren Etikett.
Ein buddhistischer Mönch in gelber Robe ist über dem Studium der gelehrten Schriften in dem üppigen tropischen Garten seines Klosters eingenickt. Hinter ihm führen steinernen Stufen in einen offenen Pavillon, in dem weitere Mönche gerade eine Teezeremonie abhalten. Die Komposition verbindet Ruhe, Gelehrsamkeit und ein romantisiertes Bild des „Fernen Ostens“. Chevalier gelingt es dabei, sowohl den intimen Moment des schlafenden Mönchs als auch die lebendige Umgebung in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen.
Nicholas Chevalier brach 1854 von London nach Australien auf, wo er zu den ersten akademisch ausgebildeten Künstlern, die in Australien wirkten. Er erlangte sowohl dort als auch international große Anerkennung. 1869 reiste er endgültig zurück nach England. In diesem Jahr schloss er sich als Künstler an Bord der HMS Galatea dem Gefolge von Alfred, Duke of Edinburgh an. Die einjährige Reise führte über den Pazifischen und Indischen Ozean mit Stationen in Tahiti, Hawaii, Japan, China, Sri Lanka und Indien.
Die Begegnung mit einer Vielzahl neuer Landschaften erweiterte Chevaliers künstlerischen Horizont nachhaltig. Es ist gut möglich, dass auch die Vorlage für die vorliegende Zeichnung in dieser Zeit entstand, beispielsweise bei einem Landgang in einem buddhistischen Kloster in Ost- oder Südasien.
nach. Japanischer Stickkünstler.
Heliogravure. 23,9 x 33,2 cm. Unten rechts mit der eigenhändigen Signatur von Adolph Menzel "A v. Menzel. / 28ten Jan. [18]87". Boetticher 102.
Auf ihrer europäischen Tournee machten im Jahr 1885 über hundert japanische Handwerker mit ihren Familien Halt in Berlin und München. War der Anblick japanischer Kunst und Objekte zu der Zeit vielen Menschen mittlerweile vertraut, hatte die Begegnung mit den Herstellern im späten 19. Jahrhundert noch das Zeug zur absoluten Sensation. Quartier bezogen die fernöstlichen Besucher in den „Japanischen Dörfern“, wo sie in nachgebauten Straßenzügen und Werkstätten ihre Fähigkeiten demonstrierten. Alle traditionellen Handwerkkünste waren vertreten, für die das kaiserliche Reich bekannt geworden war, darunter Seidensticker, Elfenbeinschnitzer und Porzellanmaler. Wie für tausende andere Besucher war die Vorführung künstlerischer und handwerklicher Fertigkeiten auch für Menzel von besonderem Interesse. Zeugnis davon legt eine Bleistiftzeichnung in der National Gallery in Washington (inv. 1971.61.2) ab, die einen Sticker bei der Arbeit in Begleitung seiner Familie zeigt. Die Zeichnung entstand für den Münchner Verlag F. Bruckmann, der die Heliogravüre verbreitete - hier vorliegend in einem vom Künstler eigenhändig signierten Exemplar.
Fotografen: Adolfo Farsari (1841-1898) und weitere. Porträts und Landschaften aus Japan.
22 handkolorierte Albuminabzüge. Jeweils ca. 21 x 27 cm. Teilweise mit Titeln und Nummern im unteren Negativrand. 1890er-Jahre.
Diese gut erhaltene Gruppe handkolorierter Albuminabzüge vermittelt ein lebendiges Bild Japans der Meiji-Zeit und verbindet Landschaftsansichten mit einer Vielzahl von Porträtmotiven. Zu den Höhepunkten zählen Außenszenen mit Geishas in traditioneller Kleidung, aufgenommen in Gartenanlagen oder Tempelhöfen, ebenso wie formalere Studioaufnahmen. Besonders hervorzuheben ist eine Darstellung von Kabuki-Schauspielern in einer theatralischen Nachstellung des historischen Rituals des Seppuku, ein Motiv, das auf die Bildwelten verweist, mit denen das vormoderne Japan für den westlichen Betrachter inszeniert wurde. Für den Exportmarkt produziert, sind die Abzüge exemplarisch für die feine Kolorierung und sorgfältige Komposition der Yokohamaer Ateliers um Adolfo Farsari.
Ein Paar Satsuma Vasen.
Keramik, sechseckig mit gekanteter Schulter, kobaltblauer Fond mit feiner Goldmalerei, zwei Schaureserven mit vornehmen Damen beim Zeitvertreib sowie zwei Gruppen mit Samurai. Höhe je ca. 25 cm. Auf dem Boden Shimazu Mon und rechteckiger Kartuschenstempel. Japanisch, Ende 19. Jh. (Meiji-Zeit).
Friedhof in Nagasaki auf Kyushu, Japan.
Schwarze Kreide auf festem Velin. 27,9 x 37,8 cm. Unten links betitelt und datiert "Nagasaki [18]61", unten rechts Annotationen in Rötel und Bleistift.
Bei dem Blatt handelt es sich um die vor Ort entstandene Vorzeichnung für die Tafel 8 in Bd. 2 von "Die Preußische Expedition nach Ost-Asien. Ansichten auf Japan, China und Siam, Berlin 1864".
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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