Der verlorene Sohn. Kupferstich. 23,8 x 18,4 cm. Um 1496. B. 28, Meder 28 wohl f (von h).
Die Schweineschramme noch sichtbar. Ganz ausgezeichneter, klarer und teils noch gratiger Druck an allen Seiten unter minimalem Darstellungsverlust beschnitten, etwa unten bis an das Monogramm und oben bis zur Höhe des horizontalen Giebels links. Leicht angestaubt sowie partiell fleckig, zwei Braunfleckchen im Mittelgrund rechts, vereinzelt schwach berieben, oben mehrere und unten rechts ein geschlossener Randeinriss, die obere rechte Eckenspitze ergänzt, die untere linke Eckenspitze ausgedünnt und dort mit partiellen Retuschen auf dem Untersatz, aufgezogen und alt montiert, sonst gleichwohl gut erhalten. Aus der Sammlung Peter Vischer, wohl in dessen Montierung (Lugt 2115).
Maria mit dem Kinde am Baum. Kupferstich. 11,7 x 7,4 cm. 1513. B. 35, Meder 34 e.
Sehr guter, etwas auslassender Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante, links oben teils an diese geschnitten. Leicht angestaubt und einzelne verblasste Braunfleckchen, links in Höhe des oberen Zaunpfostens ausgebesserte Läsur mit dünner Stelle, diese dünn hinterfasert, unten horizontale geschlossene Einrisse, verso entlang der Ränder Spuren alter Montierung, dort teils dünn und recto marginal berieben, sonst noch gut. Doublette aus der Sammlung des Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg (Lugt 2541c). Beigegeben zwei Wiederholungen unbekannter Künstler nach Vorlagen Dürers "Satyr und Nymphe" und "Der Dudelsackpfeifer" (vgl. B. 69 und 91).
Dürer, Albrecht
Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt
Los 5483
Schätzung
4.500€ (US$ 5,114)
Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt. Kupferstich. 35,1 x 25,5 cm. Um 1501. B. 57, Meder 60 g-k (von k).
Ausgezeichneter, noch präziser, wenngleich etwas grauer Druck umlaufend bis 5 mm in die Darstellung beschnitten. Aufgezogen und insgesamt etwas griffspurig, Fehlstellen in der Ecke oben links, im Wasser links des Heiligen sowie in der Eckenspitze unten links, diese mit Stichfragmenten ergänzt, in diesen Bereichen leicht braunfleckig, weitere kleinere Löchlein ebenso ergänzend hinterlegt, etwa im Rücken des nach rechts schauenden Hundes sowie im Kopf des aufrecht sitzenden, im Ohr des Hirsches sowie in den Bäumen am Fuße des Hügels, weiterhin ein Riss durch die Gebäude rechts unterhalb der Burg sowie im Rücken des vorne mittig liegenden Hundes, weitere Erhaltungsmängel, im Gesamteindruck gleichwohl ordentlich.
Der Koch und sein Weib. Kupferstich. 10,8 x 7,7 cm. Um 1496/97. B. 84, Meder 85 d-e (von e).
Ganz ausgezeichneter, kräftiger und gratiger Druck mit der vollen Darstellung, unten die Einfassungslinie sichtbar. Etwas angestaubt und fleckig, dünne Stellen, rechts am und im Schultertuch der Frau geschlossener und auch hinterlegter Randeinriss, die oberen beiden Ecken angeschrägt und ergänzt, Ausbesserungen im Beinkleid der Frau sowie in den unteren Ecken, weitere Erhaltungsmängel, sonst gut.
Wappen mit dem Totenkopf. Kupferstich. 21,2 x 15,5 cm. 1503. B. 101, Meder 98 II a (von d).
Mit dem schrägen Strich auf dem Leib der Frau. Ganz ausgezeichneter, klarer Druck mit der vollen Darstellung. Schwach stockfleckig und etwas angestaubt, diverse sorgsam ausgebesserte Risschen und Stellen, wie im oberen Teil um die Köpfe, zwischen dem Band und den Federn, dem Schild oder auch am rechten Rand, diese vereinzelt mit sehr feinen Federretuschen, kleine ergänzte Papierverluste an drei Ecken, angerändert und die Plattenkante in Feder teils imitiert, sonst im Gesamteindruck noch schön.
Friedrich der Weise. Kupferstich. 18,9 x 12,4 cm. 1524. B. 104, Meder 102, I. Zustand wohl c-e (von e bzw. von II).
Ausgezeichneter, gleichmäßiger und noch präziser Druck an die Darstellung bzw. die Einfassungslinie geschnitten, teils mit Spuren eines Rändchens, ohne den Textrand. Die Textpartie einer Wiederholung unten angesetzt. Entlang der äußeren Ränder und entlang der Verbindungsnaht schwach fleckig, verschiedene, nur unauffällige Ausbesserungen links des rechten Auges, im Bart rechts sowie unten links über der Texttafel am Rand, in diesen Stellen teils mit zarter Retusche, weitere geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst im Gesamteindruck harmonisches Exemplar.
Willibald Pirkheimer. Kupferstich. 18,1 x 11,3 cm. 1524. B. 106, Meder 103 I f (von II b). Wz. Wappen von Pfalz-Neuburg, Doppelwappen mit den Buchstaben MC (Meder 197).
Vor der Aufätzung. Guter Abzug mit der Einfassungslinie, oben bis an die Darstellung geschnitten. Fleckig, im Passepartoutausschnitt gebräunt, zwei kleine ausgebesserte Papierverluste mit Federretuschen, unten kleine Randläsuren, verso gebräunt sowie kleine Montierungsreste, sonst noch gut.
Samson tötet den Löwen. Holzschnitt. 38,1 x 27,8 cm. Um 1496-97. B. 2, Meder 107, nach g.
Ausgezeichneter, klarer und teils kräftiger, wenngleich später Druck an die Einfassung geschnitten. Minimal fleckig und leicht wellig, montierungsbedingt dünne Stellen und Bereibungen verso sowie Klebe- und Montierungsreste, in den dünnen Stellen teils ausgebessert und mittig ein geschlossenes Löchlein, untere rechte Eckenspitze fehlt, weitere kleine Erhaltungsmängel und Handhabungsspuren, sonst gut.
Die Grablegung Christi. Holzschnitt aus der Großen Holzschnittpassion, wie auch die folgende Losnummer. 38,4 x 27,7 cm. Um 1497-1500. B. 13, Meder 123, Ausgaben nach dem Text von 1511 e (von g). Wz. Wappen mit S und Kreuz (Meder 311).
Blatt 11 der Folge. Mit dem langen Sprung durch den mittleren Träger sowie dem Wurmloch in dessen linken Fuß, aber noch vor dem Wurmloch auf dem Gürtel des ganz linken Trägers. Ausgezeichneter, stellenweise auslassender und verklebter Druck, mit schmalem Rand. Verso geglättete horizontale Mittelfalte, etwas stockfleckig, leicht angeschmutzt, am unteren Rand kleine Läsuren, verso kleine Montierungsreste sowie an einzelnen Stellen das Papier verstärkt, sonst in guter Erhaltung.
Die Auferstehung Christi. Holzschnitt. 38,7 x 27,7 cm. 1510. B. 15, Meder 124, Ausgaben nach 1511, ohne Text wohl nach d. Wz. Wappen mit Initialen G und H.
Blatt 12 der Folge. Ausgezeichneter, leicht trockener und minimal auslassender Druck an die Einfassung geschnitten, partiell mit Spuren eines Rändchens. Geglättete Mittelfalte verso, entlang dieser mit einigen unauffälligen Ausbesserungen, angestaubt und verso minimal angeschmutzt, dünne Stelle, einzelne Ausbessserungen, Alters- und Gebrauchsspuren, sonst gut.
Christus vor Herodes. Holzschnittaus der Kleinen Holzschnittpassion, wie auch die folgenden beiden Losnummern. 12,6 x 9,6 cm. 1509. B. 32, Meder 141, vor dem Text.
Blatt 17 der Folge. Ganz ausgezeichneter, kräftiger Abzug knapp bis an die Einfassung geschnitten bzw. partiell bis knapp in die Darstellung. Minimal angestaubt, zwei kleine Rostfleckchen, im Bereich der Füße des Herodes unauffälliges geschlossenes Risschen mit dezenten Federretuschen, aufgezogen, sonst sehr schön.
Die Kreuzabnahme. Holzschnitt. 12,7 x 9,8 cm. Um 1509-11. B. 42, Meder 151, italienische Ausgabe von 1612.
Blatt 27 der Folge. Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Vornehmlich im weißen Rand leicht gegilbt und schwach fleckig, die unteren Eckspitzen ausgedünnt, rechts ergänzt, Federnummerierung, verso Spuren alter Montierung, sonst sehr schön.
Sendung des heiligen Geistes. Holzschnitt. 12,6 x 9,8 cm. 1509-1511. B. 51, Meder 160, ohne Text b.
Blatt 36 der Folge. Ausgezeichneter, etwas ungleichmäßiger Druck mit der Einfassung. Minimal angestaubt, die oberen Eckspitzen ergänzt und die Darstellung in Feder retuschiert, dünne Papierstellen, teils angefasert, sonst schön erhalten.
Marter des Evangelisten Johannes. Holzschnitt. 38,9 x 28,1 cm. (1498). B. 61, Meder 164, deutsche Urausgabe von 1498.
Blatt 10 der Folge der Apokalypse. Ganz ausgezeichneter, klarer Druck mit der Einfassungslinie. Geglättete horizontale Mittelfalte, entlang dieser kleine ausgebesserte Risschen, weitere horizontale Faltspur unten, sorgfältig geschlossene und hinterfaserte Risschen in den Rändern und in der Darstellung, insgesamt leicht angestaubt und vereinzelte Braunfleckchen, sonst im Gesamteindruck schön.
Das letzte Abendmahl. Holzschnitt. 21,1 x 29,9 cm. 1523. B. 53, Meder 184 b (von e). Wz. Hohe Krone.
Mit der Lücke links am Kleidersaum des sitzenden Apostels, diese hier retuschiert. Ausgezeichneter, toniger und wie selbst für frühe Drucke üblich leicht grauer Abzug, bis in die Einfassung beschnitten, links und unten partiell minimal knapp innerhalb. Geringfügig angestaubt, vertikale Mittelfalte teils gebrochen und sorgsam hinterfasert, dezente Ausbesserungen mit einzelnen Retuschen vornehmlich entlang der Ränder, die Ecke unten rechts sowie eine größere Stelle oben mittig am Rand wieder angefügt, geschlossene Läsur in der runden Fensteröffnung, weitere kleinere Ausbesserungen und Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung.
Dürer, Albrecht
Marter der Zehntausend von Nikomedien
Los 5497
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Marter der Zehntausend von Nikomedien. Holzschnitt. 39,1 x 28,6 cm. (1497). B. 117, Meder 218 d (von g). Wz. Name Jesu im Schild (Meder 306).
Mit der Lücke in der linken Schulter des Geköpften. Ausgezeichneter Druck bis auf die Einfassung beschnitten. Schwach gebräunt, Bruchstellen entlang des oberen und rechten Randes, Stockfleckchen, Feuchtigkeitsfleck oben rechts, aufgezogen, weitere Alters- und Handhabungsspuren, im Gesamteindruck gleichwohl gutes Exemplar.
Die Hl. Familie mit den Hasen. Holzschnitt. 39,8 x 27,6 cm. Um 1498. B. 102, Meder 212 i. Wz. Schriftzug "Archettes".
Ausgezeichneter, wenngleich späterer Druck vom Stock mit den Sprüngen und Schäden, mit Rändchen um die Einfassung. In tadelloser Erhaltung.
Die Messe des hl. Gregor. Holzschnitt. 29,9 x 20,7 cm. 1511. B. 123, Meder 226 f (von h). Wz. Kleines Stadtwappen (Meder 272).
Ausgezeichneter, teils leicht unregelmäßiger Druck an bzw. auf die Einfassung geschnitten. Leichte geglättete Mittel- bzw. Quetschspur, etwas fleckig insgesamt, einzelne Randschäden und kurze Randeinrisse, oben links geschlossene Stelle und unten links am Tischtuch ausgebesserte Stelle mit Bereibung, einzelne punktuelle Ausbesserung an der Wange Christi, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten.
Enthauptung Johannes des Täufers. Holzschnitt. 19,6 x 13,5 cm. 1510. B. 125, Meder 231 k.
Ganz ausgezeichneter, nur minimal trockener Abzug mit gleichmäßig schmalem Rändchen um die Einfassung. Geringfügig fleckig, links sowie links unten kleine Wasserränder (vor allem verso sichtbar), teils verschiedene Federeinzeichnungen, etwa in der Haube der Frau links, im Rand rechts, in den bei Meder beschriebenen Ausbrüchen, Montierungsreste verso sowie weitere Handhabungs- und Altersspuren, sonst sehr gut erhalten.
nach. Der hl. Hieronymus im Gehäus. Kupferstich. 24,7 x 18,8 cm. Vgl. B. 60, vgl. Meder 59.
Seitenverkehrte Wiederholung nach Dürers Meisterstich. Ausgezeichneter Druck an die Einfassungslinie geschnitten, unten mit sehr feinem Rändchen. Etwas alters- und gebrauchsspurig, rechts Federlinie entlang des Randes, schwach stockfleckig, kleine bzw. eine größere dünne Stellen, sonst sehr gut erhalten. Beigegeben drei Darstellungen nach Dürers Marienleben: "Die Geburt Christi", "Die Beschneidung" und "Der 12-jährige Jesu im Tempel" (vgl. Meder 197, 198 und 203) sowie eine Wiederholung nach Dürers "Maria als Königin der Engel" (vgl. Meder 211).
Dürer, Albrecht - nach
Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt
Los 5502
Schätzung
600€ (US$ 682)
nach. Der hl. Hubertus, auch Eustachius genannt. Kupferstich von Monogrammist GH (tätig um 1609 in Nürnberg). 35,5 x 26,5 cm. 1579. B. (Dürer) 57, Kopie A, nach Meder 60. Wz. Adler (?).
Im weißen Rand rechts noch mit zahlreichen Stichelproben und vor Hinzufügung des Monogramms GH auf dem Täfelchen mit den Initialen Dürers. Ausgezeichneter Druck dieses seltenen Blattes mit Rändchen um die Einfassungslinie, teils mit der Plattenkante. Etwas fleckig, Leimspuren verso, verschiedene Ausbesserungen und Ergänzungen, teils mit Federretuschen, geglättete horizontale Knickfalte, im Gesamteindruck jedoch gut.
nach. Nemesis oder: Das große Glück. Kupferstich von Hieronymus oder Johannes Wierix. 33,2 x 23 cm. Nach Meder 72, Hollstein (The Wierix Family) 1899.
Die versierte Wiederholung folgt Dürers kongenialem Motiv und wird heute den Wierix-Brüdern zugeschrieben, wobei nicht eindeutig zu bestimmen scheint, ob Hieronymus oder Johannes ausführender Künstler war. Ganz ausgezeichneter, kräftiger und gegensatzreicher Druck teils mit den Spuren eines Rändchens um die Facette. Alters- und Gebrauchsspuren, verso geglättete Mittel- und Horizontalfalten, Spuren alter Montierung in den äußeren Rändern und Ecken, dort teilweise dünne Stellen, die oberen beiden Ecken ausgebessert, schwach stockfleckig, einzelne winzige ausgebesserte Stellen, weitere Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten. Selten.
nach. Ritter, Tod und Teufel. Kupferstich. 24 x 18,3 cm. Meder, nach 74. Wz. bekrönte Kartusche mit Bandenwappen und angehängten Initialen AP.
Ganz ausgezeichneter, kräftiger und etwas überschwärzter Abzug auf die Darstellung geschnitten, teils wohl minimal knapp. Geringe Altersspuren, minimal verbräunt, montierungsbedingt dünne Stellen in den Ecken, verso schwach wellig, sonst sehr gut erhalten.
De Vermaarde Schoenmaaker. Radierung. 25,1 x 17,9 cm. B. 14, Dutuit 15, Hollstein 14 III (von IV). Wz. undeutlich.
Ganz ausgezeichneter, kräftig und klar druckender Abzug vor Tilgung der Adresse von Gole mit delikatem Plattenton und 12-14 mm breitem Rand. Leicht angestaubt und fleckig, vertikale Quetschfalte im weißen Rand links, sehr sorgsam und dünn hinterfasert, weitere Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung. Beigegeben drei Radierungen mit Tavernenszenen von Quirin Boel (Hollstein 25) und Pieter Nolpe (Hollstein 290) und nach Adriaen van Ostade "Das Konzert" (nach Hollstein 30).
Bildnis des Jan Snellinck. Radierung. 24,4 x 15,4 cm. Hollstein 10, Turner (New Hollstein) 9 VI (von VII). Wz. undeutlich.
Vor den finalen Änderungen. Prachtvoller Druck mit breitem Rand. Etwas fleckig und angeschmutzt, sehr kleiner Randeinriss unten, vereinzelte Fleckchen und Quetschfältchen, kleine Montierungsreste verso, geringfügige Handhabungsspuren, sonst schön. Beigegeben von demselben die Bildnisse von Frans Snyders (Turner 10) und Jan van den Wouwer (Turner 47), sowie nach van Dyck von Pieter de Jode das Bildnis Jan Snellinck (Turner 92), und von Wenzel Hollar das Bildnis der Maria Stuart (Turner 161).
Everdingen, Allaert van
Blick durch den durchlöcherten Felsen; Zwei Männer in der Tür einer Hütte stehend;
Los 5507
Schätzung
450€ (US$ 511)
Blick durch den durchlöcherten Felsen; Zwei Männer in der Tür einer Hütte stehend. 2 Radierungen. 10,1 x 14,6 cm; 10 x 13,7 cm. Hollstein 47, 48, je III.
Ganz ausgezeichnete, harmonische Abzüge, H. 47 mit feinem Rändchen, H. 48 mit Rändchen um die Plattenkante. Minimal gebrauchsspurig, sonst tadellos. Beide aus der Sammlung J. Burleigh James (Lugt 1425), H. 47 zudem aus der Sammlung William Sharp (Lugt 2650). Beigegeben von demselben sechs weitere Landschaftsradierungen (Hollstein 82-85).
zugeschrieben. Adam und Eva beweinen den Tod Abels. Kupferstich nach Francesco Salviati. 38 x 26,3 cm. Le Blanc (Soye) 4 III, Nagler (Soye) 3 III, Ausst. Kat. Rom/Paris 1998, Francesco Salviati o la Bella Maniera, S. 308, Nr. 127, Rubach 2 III. Wz. Krone mit Stern (?).
Vorliegendes, seltenes Blatt wurde zusammen mit zwei anderen, stilistisch vergleichbaren Blättern ("Adam und Eva mit dem Knaben Abel" und "Die Schindung des Marsyas") erstmals 1912 von Hermann Voss dem bolognesischen Kupferstecher und Goldschmied Girolamo Fagiuoli zugeordnet. Ausgezeichneter, wenngleich später Abzug mit Rändchen um die Plattenkante. Verso geglättete horizontale Mittelfalte, angestaubt und fleckig, im linken Rand kleine Papierverluste außerhalb der Plattenkante, verso Montierungsspuren sowie rote Fleckchen, sonst gut erhalten.
Farinati, Paolo
Der trunkene Satyr, von Putti gestützt von einer Ziege fallend
Los 5509
Schätzung
300€ (US$ 341)
Der trunkene Satyr, von Putti gestützt von einer Ziege fallend. Radierung. 13,1 x 39,5 cm. B. 9 II. Wz. Doppeladler mit Krone.
Von der Hand des Veroneser Malers und äußerst produktiven Zeichners Paolo in einem ausgezeichneten, teils etwas zarten Druck mit Fehlätzungen in den oberen Ecken und Plattenton in den unteren, mit schmalen Rändchen an den Längsseiten sowie breiten Rändern unten und oben. Zwei geglättete vertikale Falten, die linke alt hinterlegt, sowie eine Diagonalfalte in der linken unteren Ecke. Außerhalb der Darstellung in den weißen Rändern drei Wurmlöchlein, oben rechts Quetschfalten vom Druck, etwas fleckig, die fehlende linke untere Ecke alt ergänzt, alle vier Ecken verso hinterlegt. Insgesamt in guter Erhaltung. Selten. Aus dem Nachlass von Tilman Falk, Neusäss.
um 1490 (?). Inferno - Das Höllenfresko im Camposanto in Pisa. Kupferstich nach Buonamico Buffalmacco, auf hellblauem Bütten. 22,2 x 28,4 cm. "Questo Elinferno del Chaposan To +di Pisa+". Hind A.I.20, TIB (Commentary) .028. Wz. Wappen mit Initialen.
Das Blatt zeigt ein Detail aus dem Fresko "Das Jüngste Gericht und die Hölle" im Camposanto in Pisa, das ursprünglich Andrea di Cione, genannt Orcagna, zugeschrieben wurde, heute aber als ein Meisterwerk des Florentiners Buonamico Buffalmacco gilt. Der Kupferstecher unseres Blattes, wohl ein florentinischer Künstler, bleibt indes unbekannt, dürfte jedoch aus dem näheren Umfeld von Baccio Baldini stammen. Ganz ausgezeichneter, prägnanter und klarer Druck wohl des späten 18. Jahrhunderts, der durch das blassblaue Papier belebt wird, mit schmalem Rändchen. Verschiedene Falzspuren vornehmlich verso wahrnehmbar, verso schwache Stockfleckchen, sonst sehr gut erhalten. Selten.
Die Vision des Ezechiel. Radierung und Kupferstich. 37,6 x 51,7 cm. 1579. B. XVI, S. 215, 1. Wz. Dreiberg im Kreis mit sechszackigem Stern darüber (ähnlich Woodward 146, Rom 1575).
Eines der Hauptblätter des Künstlers in einem ausgezeichneten, lebendigen und teils minimal ungleichmäßigen Druck meist an die teils sichtbare Einfassungslinie geschnitten. Leicht angestaubt und vereinzelt fleckig, verso vertikale Mittelfalte und weitere Faltspuren, dort vereinzelte Ausbesserungen, geschlossene Randeinrisse und Randschäden, einzelne ergänzte Stellen in den äußeren Rändern und den beschriebenen Stellen, beriebene Stellen, weitere Erhaltungsmängel, sonst noch gut. Beigegeben von Luca Bertelli "Der hl. Hieronymus mit dem Löwen" (nicht in Meyers Allgem. Künstler-Lexikon).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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