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Deutsch
Mitte 16. Jh. Bildnis einer jungen Frau mit weißer Haube, links oben drei schwarze Wappenadler in brauner Raute
Los 6000

Ergebnis
6.150€ (US$ 6,833) *

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Mitte 16. Jh. Bildnis einer jungen Frau mit weißer Haube, links oben drei schwarze Wappenadler in brauner Raute.
Öl auf Holz. 58,8 x 48,5 cm. Verso verschiedene Inventarnummern des Wallraf-Richartz-Museum, Köln, darunter auf einem Schild und in weißer Farbe "468v", sowie auf einem Etikett die Inventarnummer von 1925 "1881", unten links auf einem Klebezettel mit Bleistift "Wappen der Familie Leiningen".

Auf dem Rahmen mit einem alten Schild, wohl vom Wallraf-Richartz-Museum, Köln, mit einer Zuschreibung des Bildnisses an Franz Kessler (um 1580 - um 1650). Mit einer Bestätigung von Frau Dr. Britta Olényi von Husen, Provenienzforschung im Referat für Museumsangelegenheiten der Stadt Köln vom 14. Januar 2020, dass das Gemälde im Jahr 1945 verkauft wurde und nicht mehr zum Museumsbestand zählt.

Provenienz: Wallraf-Richartz-Museum, Köln, verkauft 1945.

Literatur: www.kulturelles-erbe-koeln.de/documents/obj/05018456

Spanisch
17. Jh. Stillleben mit Feigen, Melonen und Granatäpfeln
Los 6001

Ergebnis
1.230€ (US$ 1,367) *

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17. Jh. Stillleben mit Feigen, Melonen und Granatäpfeln.
Öl auf Leinwand, doubliert. 67,5 x 75 cm.


Italienisch
18. Jh. Die Heilige Familie mit zwei Engeln
Los 6002

Ergebnis
1.230€ (US$ 1,367) *

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18. Jh. Die Heilige Familie mit zwei Engeln.
Öl auf Leinwand, doubliert. 44,5 x 36,3 cm.


Flämisch
Anfang 17. Jh. Waldlandschaft mit der Rast der Hl. Familie auf der Flucht nach Ägypten
Los 6003

Ergebnis
4.920€ (US$ 5,467) *

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Anfang 17. Jh. Waldlandschaft mit der Rast der Hl. Familie auf der Flucht nach Ägypten.
Öl auf Leinwand, doubliert. 160 x 116 cm.

Mit den überlieferten Bildtraditionen der manieristischen Landschaftskunst wie der Wiedergabe von Tiefe in drei Tönen und der Darstellung von Wald mit einem trichterförmigen Durchblick in die Ferne, steht das vorliegende Gemälde an der Schwelle zu den realistischen Naturdarstellungen des 17. Jahrhunderts. Die subtile Wahrnehmung von Atmosphäre zeigt Einflüsse von Gillis van Coninxloo, Patenier und Jan Brueghel d. Ä. und verarbeitet mit seiner grünen und braunen Tonalität den lyrisch-poetischen Stil des Denis van Alsloot.

Meiren, Jan Baptist van der
Jahrmarkt mit Komödianten vor einer orientalischen Stadt
Los 6004

Nachverkaufspreis
4.500€ (US$ 5,000)

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Jahrmarkt mit Komödianten vor einer Stadt.
Öl auf Leinwand, auf Holz kaschiert. 43,5 x 57,5 cm. Unten links signiert und datiert "B. van der Meiren f 1698".


Deutsch
um 1700. Dorffest mit der Besteigung des Maibaumes
Los 6005

Ergebnis
1.107€ (US$ 1,230) *

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um 1700. Dorffest mit der Besteigung eines Maibaumes.
Öl auf Leinwand. 34,5 x 45 cm.

Verso auf dem Keilrahmen mit rotem Stift alt als aus der Sammlung "Salm" bezeichnet.

Deutsch
18. Jh. Das ungleiche Paar
Los 6006

Ergebnis
738€ (US$ 820) *

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18. Jh. Das ungleiche Paar.
Öl auf Holz. 21,3 x 18,9 cm.

Freie Kopie nach einem seltenen Kupferstich Lucas Kilians (1579-1637, Hollstein 558; vgl. Bassenge Auktion 103, 29.05.2014, Los 5127 mit Abb.). Dieser wiederum reproduziert der Inschrift zufolge ein Gemälde des Cornelis Cornelisz. van Haarlem (1562-1638). Dieses etwa um 1624 entstandene Gemälde gilt als verloren. Der querformatige Stich Kilians zeigt auf der linken Seite noch die Figur Amors, nicht aber das hier dargestellte Weinglas und die Karaffe.

Flämisch
um 1600. Maria Magdalena am Grab Christi.
Los 6007

Ergebnis
1.968€ (US$ 2,187) *

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um 1600. Maria Magdalena am Grab Christi.
Öl auf Kupfer. 21,4 x 17,1 cm.

Die Evangelisten und die Legende der Maria Magdalena berichten, dass sie, von sieben Dämonen besessen, von Christus durch Austreibung der bösen Geister geheilt wird. Seitdem gehört sie seinem Gefolge an und wird Zeugin von Kreuzigung und Tod, ist bei Kreuzabnahme und Grablegung zugegen. Als sie am Ostermontag zum Grab geht, um den Leichnam Christi zu salben, findet sie das Grab leer vor. Unser Gemälde zeigt Maria Magdalena mit einem Schädel als Vanitassymbol, der Bibel und einem kleinen Salbgefäß an der geöffneten Grabplatte sitzend. Sie wird die erste sein, die dem Auferstandenen begegnet und dies den Jüngern verkünden.

Miereveldt, Michiel Jansz. van - Umkreis
Bildnis eines Herrn mit weißem Spitzenkragen
Los 6008

Ergebnis
5.166€ (US$ 5,740) *

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Umkreis. Bildnis eines Herrn mit weißem Spitzenkragen.
Öl auf Holz, parkettiert. 46 x 37 cm. Um 1630/40.


Bril, Paul - Nachfolge
Die Heuernte im Juli
Los 6009

Ergebnis
2.337€ (US$ 2,597) *

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Nachfolge (18. Jh.). Die Heuernte im Juli.
Öl auf Leinwand. 50,5 x 65,7 cm.


Boselli, Felice - zugeschrieben
Markstillleben mit Lamm, Rettichen und Kupferkessel
Los 6010

Nachverkaufspreis
3.000€ (US$ 3,333)

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zugeschrieben. Markstillleben mit Lamm, Rettichen und Kupferkessel.
Öl auf Leinwand. 51 x 68,5 cm.



Provenienz: Sammlung Bouckiewitz (Sammlungsetikett verso).

Heusch, Jacob de
Weite Flusslandschaft mit rastenden Fischern und bukolischer Staffage
Los 6011

Nachverkaufspreis
5.000€ (US$ 5,556)

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Weite italienische Flusslandschaft mit rastenden Fischern und bukolischer Staffage.
Öl auf Leinwand. 51,8 x 69,5 cm. Unten auf dem Felsen mittig signiert "JDHeusch f" (Anfangsbuchstaben ligiert).

Jacob de Heusch wurde 1656 in Utrecht geboren und dort von seinem Onkel Willem de Heusch in der Malerei unterwiesen. 1675 reiste er nach Italien und kam nach einem längerem Aufenthalt in Venedig schließlich nach Rom, wo er anlässlich eines Treffens der Künstlervereinigung der Bentveughels dokumentiert ist. An diesem Treffen nahmen junge Kollegen teil, die für eine glänzende Zukunft bestimmt waren, darunter auch Gaspar van Wittel. Laut den Angaben des RKD war sein Bentveughel-Name „Afdruk“ oder „Copia“, da seine Werke bisweilen kaum von seinem Onkel zu unterscheiden waren. Üblicherweise signierte Jacob in derselben Art wie Willem mit einem ligierten Signet vor dem Namen. In Rom wurde seine Landschaftsdarstellung deutlich von Gaspar Dughet und Salvator Rosa beeinflusst und inspiriert. Aber auch die Landschaftsauffassung seines Landsmanns Jan Both findet sich in seinen Gemälden wieder. Als raffinierter Interpret dieser Inspirationsquellen, insbesondere der römischen, war Jacob de Heusch, wie Houbraken in seiner Biografie über den Künstler anmerkt, einer der effektivsten Vermittler für die Landschaftsmaler des beginnende 18. Jahrhunderts. Nach einer Vergnügungsreise, die ihn nach Berlin und Amsterdam führte, stirbt Heusch nach einer geselligen Zusammenkunft mit seinem Bentveughel-Freund Albert van Spiers im Mai 1701 in Amsterdam.

Provenienz: Joseph Fievez, Brüssel, Auktion am 18./19. Dezember 1934, Los 92 mit Abb. Tafel 6 (als Willem de Heusch).

Italienisch
18. Jh. Vier Männer im Gespräch bei einer Säule
Los 6012

Ergebnis
923€ (US$ 1,025) *

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18. Jh. Vier Männer im Gespräch bei einer Säule.
Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen. 17,5 x 14,2 cm. Verso in brauner Feder von alter Hand bez. "Salvator Rosa" und "Ilgenait 7/1871 139.", sowie mit schwarzer Feder "nach Salvator Rosa / Rest(auriert) 29.X.1892 [...] Bassus".


Maggiotto, Francesco - nach
Drei Mädchen verprügeln einen jungen Mann
Los 6013

Ergebnis
861€ (US$ 957) *

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nach. Drei Mädchen verprügeln einen jungen Mann.
Öl auf Leinwand. 13,2 x 19,7 cm.


Niederländisch
2. Viertel 17. Jh. Vanitasstillleben
Los 6014

Nachverkaufspreis
60.000€ (US$ 66,667)

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2. Viertel 17. Jh. Vanitas-Stillleben mit Totenschädel, Schleiereule und Fledermaus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 55 x 79 cm.

Als dieses enigmatische Stillleben 1929 Hofstede de Groot, dem eminenten Kenner niederländischer Kunst des 17. Jahrhunderts, als Schwarzweißfotografie vorgelegt wurde, war er dazu geneigt, es dem Friesländer Petrus Schotanus zuzuschreiben. Auch wenn die Zuschreibung auf Grundlage motivischer und stilistischer Vergleiche heute nicht mehr haltbar ist und unser Meister vorerst unbekannt bleiben muss, spricht Fred Meijer von einem „most interesting painting of excellent quality that represents seventeenth-century ideas about life and death in an extraordinary manner.“ Dass auch hochqualitative Werke wie das vorliegende anonym bleiben, ist laut Mejier nicht unüblich. Stilistische Eigenheiten wie die Lichtbehandlung, Komposition und Farbskala sprächen für eine Entstehung im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts: Die reduzierte Palette in warmen Brauntönen verbindet der Kunsthistoriker mit Haarlemer Stillleben aus dieser Zeit und besonders mit den monochromen Landschaften der 1630er Jahre.
Für die hohe Qualität des Werks spricht auch die motivisch ungewöhnliche sowie inhaltlich herausfordernde Ikonographie. Grundsätzlich entspricht eine Vielzahl der dargestellten Gegenstände, prominent der Totenschädel und die umgefallene, erlöschende Kerze, der Vanitas-Bildtradition - einem im frühen 17. Jahrhundert in ganz Europa aufkommenden Genre, das die Vergänglichkeit des Lebens thematisch in den Mittelpunkt stellte. Doch wird das Repertoire an kodifizierten Bildgegenständen auf unkonventionelle Weise mit toten und lebendigen Tieren, wie der streng blickenden Schleiereule, der Frösche und der bedrohlich flatternden Fledermaus, bereichert. Ganz anders als in den prunkvollen Stillleben der zweiten Jahrhunderthälfte dominieren auf diesem Werk dem Thema entsprechend niedere Wesen und einfache Gegenstände aus Zinn und Messing.
Obwohl der technisch brillante Künstler nicht den scharfen, klaren Realismus vieler nordalpiner Stillleben suchte, verzichtete er nicht auf die sorgfältige und naturalistische Wiedergabe der Oberflächen. Bestimmend ist allerdings der atmosphärische Gesamteindruck, der von der reduzierten Palette in gedämpftem Graubraun sowie von der weichen, stellenweisen diffusen Malweise evoziert wird. Gesteigert wird dies durch den Verzicht auf die Ausformulierung des Interieurs zugunsten eines ambivalenten Bildraumes - Ambivalenz, die im Hintergrund ihren Höhepunkt findet. Dort, unter der Fledermaus, ragt ein Nagel, mit hauchfeinen Spinnweben behangen aus dem, was eine Wand sein muss. Unmittelbar darüber scheint jedoch eine zweite, schemenhaft angedeutete Fledermaus in nebulöser Ferne zu flattern, was wiederum einen offenen Raum suggeriert. Es ist eine Malerei, die durch Störelemente wie dem rätselhaften Bildraum und dem Sichtbarmachen des Pinselstrichs die „Gemachtheit“ des Gezeigten zu Bewusstsein bringt. Diese Selbstreflexivität spiegelt sich auch in der Wiedergabe der Malutensilien wider. Auf der Palette befinden sich genau jene Farbtöne, die realiter dazu verwendet wurden, um das Werk zu schaffen. Gerade in Verbindung mit der Vanitas-Thematik, kann das Hervorheben der Künstlichkeit des Werks auch affirmativ gedeutet werden: Das Leben vergeht, die Kunst bleibt. Ideen über Vergänglichkeit, Leben, Tod und dem illusorischen Wesen der Malerei verdichten sich hier zu einem malerisch herausragenden und motivisch unkonventionellen Meisterwerk. - Das Gutachten von Fred G. Meijer vom 26. September 2019 ist in Kopie vorhanden.

Provenienz: Sammlung Dr. Alfred Kadisch, Wien (1859-1930).
C. J. Wawra, Wien, Auktion 22.-24. September 1930: "Die Sammlungen Dr. Alfred Kadisch und Eduard Perger", Los 49 (als "Petrus Schotanus", ohne Abb.).
Privatsammlung, Österreich.

Literatur: Seit 1929 am RKD, Den Haag in einer schwarzweiß Photographie dokumentiert.
Auktionskatalog C. J. Wawra, Wien, 22.-24. September 1930: "Die Sammlungen Dr. Alfred Kadisch und Eduard Perger", Los 49.


Schouman, Martinus
Stürmische See
Los 6015

Nachverkaufspreis
2.000€ (US$ 2,222)

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Stürmische See.
Öl auf Holz. 32,2 x 42,5 cm. Unten links signiert "M Schoumann", verso auf dem Bildträger mit altem Siegellackstempel und einem Klebeetikett der Royal Exchange Art Gallery, London sowie auf dem Rahmen ein altes handschiftl. bez. Etikett "Marine View / Schoumann (Brussels)" und ein Klebeetikett des Künstlerbedarfs "F. Ainley, Preston".


Niederländisch
um 1700. Flusslandschaft mit Reisenden
Los 6016

Ergebnis
1.722€ (US$ 1,913) *

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um 1700. Zug von Handelsreisenden in einer Flusslandschaft.
Öl auf Kupfer. 21,8 x 29,1 cm. Verso bezeichnet mit der Ziffer "N: 15".


Bloemen, Jan Franz van - zugeschrieben
Südliche Landschaft mit Viadukt und Kastell
Los 6017

Nachverkaufspreis
3.000€ (US$ 3,333)

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zugeschrieben. Südliche Landschaft mit Viadukt und Kastell, im Vordergrund Landvolk.
Öl auf Leinwand, doubliert. 95 x 115 cm.

Ein Gutachten von Rodolfo Bargelli, Florenz, vom Juni 1996, das die Autorschaft Jan Franz van Bloemens unterstützt, liegt im Original vor.

Rigaud, Hyacinthe - Nachfolge
Bildnis König Ludwig XIV. im roten Ornat mit Hermelin
Los 6018

Ergebnis
1.230€ (US$ 1,367) *

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Nachfolge. Bildnis Ludwig XIV., König von Frankreich und Navarra, im roten Ornat mit Hermelin.
Öl auf Leinwand. 79 x 55,5 cm.

Das bekannteste Werk des französischen Porträtmalers Hyacinthe Rigaud (1649-1743), das in Lebensgröße, in vollem Krönungsornat, prächtig geschmückt den König von Frankreich, Ludwig XIV. preist, gab zahlreichen Nachfolgern Anregung für eigene Darstellungen des Sonnenkönigs. Auch in vorliegendem Gemälde präsentiert uns ein Nachfolger in der Tradition Rigauds den französischen König. Hier jedoch in Nahansicht als Büste wirkt der König unmittelbarer und dem Betrachter weniger entrückt.

Ridinger, Johann Elias - Umkreis
Jagdszene
Los 6019

Nachverkaufspreis
4.000€ (US$ 4,444)

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Umkreis. Jagdszene.
Öl auf Leinwand. 98,5 x 135,2 cm.


Deutsch
um 1730. Bildnis eines Edelmanns im roten Mantel mit Jabot und bestickter Weste
Los 6020

Ergebnis
800€ (US$ 888) *

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um 1730. Bildnis eines Edelmanns im roten Mantel mit Jabot und bestickter Weste.
Öl auf Leinwand. 67,5 x 88 cm. Verso auf der Leinwand undeutlich bezeichnet und datiert "Herr Matthias v. [...]ttorff / [...] / 173[...]".


Bernard, Pierre
Bildnis der Madame de St. Jacques, geborene Raymond
Los 6021

Ergebnis
5.166€ (US$ 5,740) *

Details

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Bildnis der Madame de St. Jacques, geborene Raymond.
Pastell auf Pergament. 61,5 x 52,5 cm. Verso auf der Rückwand des Rahmens ein Zettel mit altem Besitzvermerk "Madame de St. Jaques / née de Raymond soeur de / mon grand père [unleserliche Signatur]".

Nichts ist über die ersten Ausbildungsjahre des Portraitisten Pierre Bernard bekannt. Die Überlieferung setzt mit dem Aufenthalt an der Académie de France in Rom 1727-1732 ein. Zurück in Frankreich ließ er sich zunächst in Marseille nieder. Sein Umzug nach Paris im Jahre 1748 scheint mit dem Schaffen erster Pastellwerke übereinzustimmen - das Medium, welches fortan sein bevorzugtes werden sollte. Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor seinem Tode, spätestens aber 1774, kehrte er nach Marseille zurück. Dass er bereits vor 1774 die Stadt besucht haben muss, beweist unser Pastell, das laut Neil Jeffares ca. 1770 entstand. Es zeigt Rose-Gabrielle de Raymond (1745-1773) wenige Jahre nach ihrer Hochzeit. Sie wurde in Marseille als Tochter des Generalschatzmeisters der Provence Jean de Raymond geboren und ehelichte 1767 Joseph-Louis de St. Jacques.

Provenienz: Im Besitz einer Großnichte der Dargestellten, Frankreich (siehe Besitzvermerk).
Unbekannte Sammlung (Adler mit umlaufender Schrift im Kreis in Schwarz, nicht bei Lugt).
Galerie Charpentier, Paris (dort Alexander Roslin zugeschrieben).
Dort am 26. März 1958 erworben von Kunsthandlung Walter Andreas Hofer, München.
Seit 1960 in Privatbesitz, Berlin.

Literatur: Neil Jeffares: Dictionary of pastellists before 1800. Online Edition (PDF online, zuletzt aktualisiert am 22. Februar 2019), S. 5, Kat.nr. J.147.194.

Deutsch
18. Jh. Stilleben mit Walderdbeeren
Los 6022

Ergebnis
3.936€ (US$ 4,373) *

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18. Jh. Stillleben mit Walderdbeeren.
Öl auf Leinwand. 22,5 x 31,5 cm.


Englisch
um 1770. Bildnis einer Dame mit dunklem Sonnenhut
Los 6023

Ergebnis
738€ (US$ 820) *

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um 1770. Bildnis einer Dame mit dunklem Sonnenhut.
Öl auf Metall (Messing?). 11 x 9,2 cm (im Oval).


Wagener, Friedrich Erhard
Bildnis eines eleganten Herren
Los 6024

Nachverkaufspreis
600€ (US$ 667)

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Bildnis eines eleganten Herrn.
Pastell im Oval. 29,5 x 24 cm (lichtes Maß); 32 x 26,6 cm. Verso mit Feder in Schwarz signiert und datiert "Peint par Wagener / a Berlin 1807".

Wagener studierte zunächst ab 1877 an der Berliner Kunstakademie unter Johann Heinrich Meil. Durch ein Stipendium konnte er sein Studium danach unter Giovanni Battista Casanova in Dresden fortführen. Im Jahre 1807 kehrte Wagener nach Berlin zurück und etablierte sich schnell als einer der gefragtesten Porträtisten der Stadt.

Trautmann, Johann Georg
Der Brand des Tores von Bergen
Los 6025

Nachverkaufspreis
2.000€ (US$ 2,222)

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Der Brand des Tores von Bergen.
Öl auf Holz. 19 x 26 cm. Verso mit einer alten Bezeichnung in schwarzer Feder: "Brand vom Thor von Bergen durch die Franzosen in Brand geschossen 1754 (sic; korrekt wäre 1759) gemalt von Traumann / Dieses Bild befand sich in der Ettling'schen Sammlung zu Frankfurth a/m und kam durch Kauf an mich im Jahre 1829", weiterhin mit Bleistift bezeichnet "Trautmann".
Um 1760.

Dies wie auch das nachfolgende Gemälde ursprünglich aus dem Besitz des Kunsthistorikers und Trautmann-Forschers Rudolf Bangel stammende Gemälde stellt in stimmungsvoller Weise eine durch einen Blitzeinschlag ausgebrochene Feuersbrunst im Dachstuhl eines kleinen Schlösschens dar. Eine Gruppe von Helfern eilt mit Leitern zur Hilfe herbei, während ein paar Soldaten und ein Offizier zur Rechten das Geschehen beobachten und koordinieren. Auch wenn Trautmann sich seinerzeit zuerst als Historienmaler einen Namen gemacht hatte, verdankt er seine bis heute anhaltende Popularität und seinen Ruhm vor allem seinen Darstellungen von Feuersbrünsten. Dabei sind seine Arbeiten nur in Ausnahmefällen signiert oder bezeichnet. (vgl. u.a. Rudolf Bangel, Johann Georg Trautmann und seine Zeitgenossen, in: "Studien zur Deutschen Kunstgeschichte", Nr. 173, Strassburg 1914).


Provenienz: Sammlung des Kunsthistorikers und Trautmann-Forschers Rudolf Bangel.
Durch Erbschaft Sammlung Dr. Ludwig und Charlotte Schmidt-Bangel, Berlin.
Seit 1992 durch Erbschaft Privatbesitz Berlin.

Ausstellung: Berlin, Freie Universität Berlin 1949: "Goethe und seine Zeit: Goethe-Ausstellung der Stadt Berlin".

Literatur: Edwin Redslob: Goethe und seine Zeit : Goethe-Ausstellung der Stadt Berlin, veranstaltet von der Freien Universität Berlin; ein Führer / von Edwin Redslob, Berlin, 1949.
Goethe - Neue Folge des Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft, Bd. 12, 1950, Weimar 1951.

Trautmann, Johann Georg
Nächtlicher Schlossbrand mit Gewitter
Los 6026

Nachverkaufspreis
2.000€ (US$ 2,222)

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Nächtlicher Schlossbrand mit Gewitter.
Öl auf Holz. 18,5 x 26 cm. Um 1750/1760.



Provenienz: Wie bei vorheriger Losnummer.

Ausstellung: (wohl) Berlin, Freie Universität Berlin 1949: "Goethe und seine Zeit: Goethe-Ausstellung der Stadt Berlin".


Literatur: Edwin Redslob: Goethe und seine Zeit: Goethe-Ausstellung der Stadt Berlin, veranstaltet von der Freien Universität Berlin; ein Führer / von Edwin Redslob, Berlin, 1949.
Goethe - Neue Folge des Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft, Bd. 12, 1950, Weimar 1951.

Graff, Anton - Umkreis
Junge Frau im weißen Seidenkleid mit Spitzenkragen
Los 6027

Ergebnis
1.169€ (US$ 1,298) *

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Umkreis. Junge Frau im weißen Seidenkleid mit Spitzenkragen.
Öl auf Leinwand, doubliert. 71,9 x 56,5 cm. Um 1780.


Schröder, Johann Heinrich
Bildnis des Johann H. Oden
Los 6028

Nachverkaufspreis
2.500€ (US$ 2,778)

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Bildnis des Braunschweiger Hofbildhauers Johann Heinrich Oden.
Pastell. 35 x 28,5 cm. Verso in brauner Feder von alter Hand bez. "Johann H Oden / geboren den 25ten Januar 1731 / gemalt den 15ten December 1786 / gestorben den 5ten Januar 1797".


Schröder, Johann Heinrich
Bildnis der Friedrike Prinzessin von Preußen
Los 6029

Nachverkaufspreis
8.500€ (US$ 9,444)

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Bildnis der Friederike Prinzessin von Preußen.
Pastell. 36,5 x 29 cm. Um 1795.

Prinzessin Friederike war eine von vier Töchtern von Karl II., Herzog von Mecklenburg-Strelitz. Sie war die jüngere Schwester der Königin Luise und heiratete wie diese am 26. Dezember 1793. Der Bräutigam ihrer Schwester war der Kronprinz und spätere König Friedrich Wilhelm III. Friederike heiratete dessen jüngeren Bruder Ludwig. Dieser starb bereits 1796, drei Jahre nach der Eheschließung. 1798 heiratete Friederike erneut, diesmal Friedrich Prinz von Solms-Braunfels, für den sie Berlin verließ. Das Portrait entstand vermutlich noch zu ihrer Berliner Zeit, also vor 1798.

Provenienz: Hannover, Herrenhausen, Schloss Marienburg (Inv.Nr. 655)
Sotheby's, Auktion auf Schloss Marienburg, am 8. Oktober 2005, Los 1769

Literatur: Alexander Dorner: Einhundert Jahre Kunst in Hannover, München 1932, S. 55 (mit Abb.).
Neil Jeffares: Dictionary of pastellists before 1800, J. 665.1219.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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