Los 1050

EJn gar schone liepliche
vnd kurtzweilige History. Straßburg, Johann Knobloch d. Ä., 1519.

Nachverkaufspreis
18.000€ (US$ 17,647)

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Wertvolle Bücher
Auktionsdatum 11.10.2022

Lot 1050, Auction  120, EJn gar schone liepliche, vnd kurtzweilige History. Straßburg, Johann Knobloch d. Ä., 1519.

EJn gar schone liepliche vnd kurtzweilige History Von dem Edelen herren Wigoleis vom Rade. Ein Ritter von der Tafelronde. Mit seinen schoenen hystorien vnd figuren Wie er geborn vnnd sein leben von seiner jugent an Biß an sein ende gefürt vnnd vollbracht hat. 55 nn. Bl. Mit 35 (5 wdhl.) Textholzschnitten (inklusive Titelholzschnitt). 18 x 12,9 mm. Weinrotes reich blindgeprägtes Maroquin um 1890 (Kanten und Bünde minimal beschabt) mit goldgeprägtem RTitel, doppelten Stehkanten-Goldfileten, Spiegeln nachtblauem Maroquin mit breiter blindgeprägter Bordüre und dreiseitigem Goldschnitt (signiert: "Chambolle Duru"). Straßburg, Johann Knobloch d. Ä., 1519.
VD16 ZV 6386. Gotzkowsky E.8.2, pp. 372-74. Heitz-Ritter 727. Panzer Suppl. 957b. Goedeke I, 1884, 342, 2.2. C. Schmidt, Knobloch, 191. USTC 648696. Kristeller 412. Benzing, Straßburg, I, 2004. – Zweite Ausgabe des Romans von Wigoleis, dessen Geschichte auf einer viel älteren, gereimten Version des Wirnt von Grafenberg basiert, die im Hochmittelalter (um 1210-1220) entstanden war. Wie der anonyme Verfasser der vorliegenden Prosafassung in seinem Vor- und Nachwort behauptet, wurde sein Text jedoch zwischen 1472 und 1483 verfasst. Wigoleis, der Held der Geschichte, ist der Sohn von Gawein (hier Gabon genannt), dem Neffen von König Artus und Ritter der Tafelrunde. Gabon wird in einem Kampf von dem fremden König Floreys besiegt, der einen magischen Gürtel besitzt, der ihm übernatürliche Kräfte verleiht. Daraufhin wird Gabon in Floreys wunderschönes und fantastisches Königreich gebracht, wo er die Hand der Nichte des Königs gewinnt, wo er jedoch nicht bleiben kann, weil er an den Hof von König Artus zurückkehren will - eine schicksalhafte Entscheidung, denn ohne den verzauberten Gürtel ist seine Rückkehr unmöglich ...

Die Sujets aller Holzschnitte stehen in eindeutigem Zusammenhang mit der Erzählung. Generell vermittelt die Illustration noch einen eher schlichten Stil, der dem früheren Buchholzschnitt des 15. Jahrhunderts entspricht. So könnte man vermuten, dass sie einer Inkunabelausgabe entnommen sind, doch der Augsburger "Wigoleis" von 1493 hat einen völlig anderen Satz. Die Schnitte scheinen von zwei verschiedenen Händen ausgeführt worden zu sein: diejenigen, die die meisten Schnitte ausgeführt hat, bevorzugt luftige und gerade Kompositionen, während die andere (auf fol. A3, A8v, G4 und K3) intensive Schraffuren und eine eher virtuosere Diktion aufweisen. Tatsächlich wurden alle Schnitte eigens für diese Ausgabe entworfen. Ihre große Anzahl - fast ein Holzschnitt für jedes Kapitel - heben das Büchlein in den Rang eines höchst geistreichen Stücks spätmittelalterlicher, frühneuzeitlicher Literatur, das seine Aktualität bis heute bewahren konnte. – Kaum sichtbare Gebrauchsspuren, wenige, überaus sauber und fachmännisch geschlossene Randeinrisse, sorgfältig gewaschen und gepresst und gebunden in einen bemerkenswert schönen Maroquin-Einband der Buchbinderei von René-Victor Chambolle und Hippolyte Duru, Paris. Der Druck ist von höchster Seltenheit, VD16, KVK, WorldCat und Gotzkowsky nennen nicht mehr als neun vollständige Exemplare, von denen zwei als Kriegsverluste gekennzeichnet sind. In den letzten 40 Jahren ist kein Exemplar im Handel nachweisbar.
Aus dem Besitz von John William Pease Wardington, mit dessen Wappen-Exlibris. Das Exemplar ist dann auf einer Auktion bei Christie’s in London 1988 versteigert und in die Sammlung von Otto Schäfer, Schweinfurt (OS 1458) gekommen.


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