Los 5010

Andreani, Andrea
(1541 Mantua - 1623 Rom)Moses zerbricht die Gesetzestafeln

Nachverkaufspreis
9.000€ (US$ 10,465)

Los 5010 - Andreani, Andrea - Moses zerbricht die Gesetzestafeln - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 1.12.2021

Lot 5010, Auction  118, Andreani, Andrea, Moses zerbricht die Gesetzestafeln

Moses zerbricht die Gesetzestafeln. Holzschnitt, laviert, auf vier (von acht) Blättern nach Domenico Beccafumi. 60,4 x 177 cm. 1590. The Illustrated Bartsch Bd. 48, I.4-2 (22), S. 16, Ausst. Kat. Grand Scale. Monumental Prints in the Age of Dürer and Titian, hrsg. v. Larry Silver, Wellesley Massachusetts, 2008, S. 48.

Im Werk des Andrea Andreani, eines der produktivsten Vertreter des italienischen Holzschnittes Ende des 16. Jahrhunderts, laufen die Tradition des Clairobscur-Holzschnitts und jene der auf mehrere Bögen gedruckten großformatigen, sogenannten Riesenholzschnitte zusammen. Bei dem vorliegenden Druck handelt es sich um die untere Hälfte des Holzschnitts Moses zerbricht die Gesetzestafeln, den er 1590 nach den Boden-Intarsien Domenico Beccafumis im Sieneser Dom und vorbereitenden Zeichnungen Francesco Vannis anfertigte. Der monumentale Holzschnitt ist eine technische tour de force. Mit großer Intensität sind die sehr lebhaft beobachteten, unterschiedlichen Posen und Gemütsregungen der zahllosen Protagonisten wiedergegeben. Auf kongeniale Weise ist es Andreani gelungen, die Komplexität von Beccafumis Meisterwerk in das Medium des Riesenholzschnittes zu übersetzen. Die vollständige Darstellung, die etwa in der Hamburger Kunsthalle (Inv.-Nr. 1136) vorliegt, wurde von einer schwarzen Strichplatte und drei Tonplatten in Dunkelgrau, Hellgrau und Beige auf acht Bögen gedruckt. Ebenso existieren Exemplare der schwarzen Strichplatten mit Lavierung, wie in der Sammlung des Rijksprentenkabinetts (grau laviert, Inv.-Nr.n RP-P-OB-39.656-9). Das vorliegende Exemplar weist Lavierungen in Beige auf. Ausgezeichneter Frühdruck mit der auf Francesco Vanni verweisenden Beschriftung am Fuße Moses noch in Feder, vor der Schrift auf der Platte unter dem Sockel und vor der Schrift auf der Gesetzesplatte. Alt montiert auf festem Bütten. Einrisse und kleine Fehlstellen an den Rändern und in der Darstellung, diese teils mit schwarzer Tusche ergänzt. Von großer Seltenheit.


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