Los 8300 [*]

Heckel, Erich
(1883 Döbeln - 1970 Radolfzell)Fränzi (Liegendes Kind)

Nachverkaufspreis
12.000€ (US$ 13,793)

Los 8300 - Heckel, Erich - Fränzi (Liegendes Kind) - 0 - thumb

Detail-Zoom:

Aus dem Katalog
Moderne Kunst Teil I
Auktionsdatum 12. Juni 2021

Lot 8300, Auction  117, Heckel, Erich, Fränzi (Liegendes Kind)

Fränzi (Liegendes Kind)
Lithographie auf weichem Japan. 1909.
41,8 x 58 cm (43,7 x 58 cm).
Signiert "EHeckel" und datiert.
Dube 123 II.

Fränzi war das bedeutendste Kindermodell und eine Muse der Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein. Sie wurde 1909, im Alter von acht Jahren, mit der Künstlergruppe bekannt gemacht und bis 1911 auf zahlreichen Werken der Maler abgebildet. Ihre Erscheinungsform ist charakteristisch: Die schlanke Gestalt mit dem dreieckig geschnittenen Gesicht und den langen Haaren kennzeichnet den von Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner geschaffenen Fränzi-Typus auf bildnerischen Werken zwischen 1909 und 1911. Tatsächlich kam ihr als Modell stilbildende Funktion zu: Ihre knabenhafte Gestalt begünstigte und radikalisierte die von den Brücke-Künstlern zu dieser Zeit beabsichtigte Projektion in die Fläche und die Ausbildung einer kantigen Kontur. Exemplarisch zeigt unsere Lithographie, entstanden zum Beginn dieser entscheidenden Phase, wie wichtig Fränzi für die Entwicklung des reifen, erst 1910 endgültig ausgeprägten "Brücke"-Stils war. "'Fränzi' war weit mehr als ein Modell. Sie war eine Ikone, die insbesondere für Heckel und Kirchner die geistige Erneuerung der Kunst und damit verbunden, die Reform des Lebens im Sinne eines zurück zur Natur und zum Natürlichen, verkörperte. Das Arbeiterkind, das sich offenbar im Atelier wie an den Moritzburger Teichen im Kreise der Künstler ohne Scheu bewegte, konnte, wie kein anderes Modell, das Bild eines von Zivilisation und Erziehungsmaßnahmen verschonten 'Naturmenschen' erfüllen." (Clelia Segieth, Fränzi - Modell und Ikone der Brücke-Künstler, zit. nach Buchheimmuseum.de, 15.3.2021).
Prachtvoller, experimentell anmutender Druck des zweiten Zustandes, in dem der linke Teil der Decke eine geschlossene schwarze Fläche bildet, mit kleinem Rändchen oben und unten. Äußerst selten. Da es sich bei Heckels Exemplaren um Handdrucke handelt, weisen sie zum Teil deutliche Druckunterschiede auf und besitzen so nahezu Unikatcharakter.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.


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