Los 2837

Janssonius, Johannes
Atlas of te oude geestelycke ende Aertse Werelt.

Nachverkaufspreis
35.000€ (US$ 40,230)

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Aus dem Katalog
Sonderkatalog „Per aspera ad astra“
Auktionsdatum 14.4.2021

Lot 2837, Auction  117, Janssonius, Johannes, Atlas of te oude geestelycke ende Aertse Werelt.

Der Höhepunkt der niederländischen Kartographie
Janssonius, Johannes. Atlas of te oude geestelycke ende Aertse Werelt. Kolorierter, goldgehöhter Kupfertitel. 1 Bl., 30 S., 264 S., 1 Bl. Mit 60 kolorierten, teils goldgehöhten Kupferstichkarten (meist in Pag. mit verso Text). 50 x 32 cm. Reich goldgeprägtes Pergament d. Z. (kleiner Riss am oberen Kapital, etwas angeschmutzt, leicht fleckig und stärker angestaubt, ohne die Bindebänder, nur leicht bestoßen oder berieben) mit goldgeprägten Rücken- und Deckelfileten, großer Mittel-Raute und Fleuronfüllungen der Ecken in den Bordüren, dreiseitiger Goldschnitt. Amsterdam, Johannes Janssonius, 1657-1662.
Koeman, II, Me 180. Van der Krogt 1:436C. – Der historische Weltatlas des Johannes Janssonius (1588-1664), hier in einem goldgehöhten Prachtexemplar in seinem originalen Verlagseinband. Der Atlas enthält Karten, die Janssonius aus dem historischen Atlas des Historikers, Geografen und Theologen Georg Horn (Georgius Hornius; 1620-1670) zusammen mit weiteren Karten aus dem Griechenland-Atlas übernommen hatte. Er gliedert sich in zwei Teile: 12 Karten zu den biblischen Geschichten und weiter 48 zur Säkulargeschichte, die vier Karten der Tabula Peutingeriana einschließen.
Johannes Janssonius (1588-1664) war der Sohn des Arnhemer Verlegers Jan Janssen, der die Tochter des bedeutenden Kartographen und Verlegers Jodocus Hondius, Elisabeth Hondius, 1612 in Amsterdam geheiratet hatte. Nach seiner Hochzeit setzte er sich in Amsterdam als Buchhändler und Verleger von Karten und Atlanten nieder und eröffnete seinen Laden in der Nähe von Wilhelm Jansz Blaeus Unternehmen. So machte er diesem ernsthafte Konkurrenz, nahm aber auch neue Publikationsprojekte in Angriff. Er unterhielt dabei florierende Handelsbeziehungen mit Berlin, Frankfurt, Danzig, Genf, Königsberg, Kopenhagen, Lyon, Stockholm und anderen europäischen Metropolen.
1631 weitete Janssonius er sein Geschäft der Erstellung von Atlanten aus, indem er sich mit Henricus, dem zweiten Sohn des Jodocus Hondius, zusammentat. Ab den frühen 1640er Jahren überließ dieser ihm dann das Atlanten- und Globengeschäft vollkommen. In offener Konkurrenz mit Joan Blaeu, dem Sohn Willem Blaeus, erweiterte Janssonius seinen "Atlas Novus" zu einer Reihe in sechs monumentalen Bänden, in die er nicht nur einen Meeresatlas, sondern auch einen historischen Atlas, nämlich den vorliegenden, als Einzelband integrierte.

Die "Descriptio peregrinationis D. Pauli Apostoli" von Abraham Ortelius gehört zu den schönsten Karten der Paulusreisen überhaupt, hier mit den beiden vielfigürlichen Szenen der Bekehrung des Saulus und der Predigt des Paulus nach dem Schiffbruch, im vorliegenden Exemplar mit einem grandiosen breiten Goldstrahl dargestellt, der vom Himmel aus Wolken kommend den Christenverfolger in einer dramatischen Szene vom Pferde stürzt, während seine Häscher erschreckt zurückweichen. Zu den schönsten Karten gehört "Britannia prout divisa fuit temporibus Anglo-Saxonum" mit der Namenskartusche mit Goldkontur und großer, leuchtend goldener Krone, den goldgehöhten Wappen der englischen Grafschaften sowie links und rechts 14 großen Szenen aus der englischen Geschichte, die in aufwendigen, überaus reich vergoldeten barocken Kartuschenrahmen gefasst sind. – Innenspiegel mit etwas späterem türkischen Marmorpapierbezug, kaum merkliche Fleckchen oder Bräunungen, nahezu ohne jegliche Papierläsuren (nur unwesentliche Fleckchen oder Bugläsuren, kaum Falzrisse, nur 3 kleinere Einrisse im weißen Rand, eine Karte im Rand mit blassen Feuchtflecken, bzw. verso kleiner Anschmutzung), insgesamt ein grandios schönes, sauberes und breitrandiges Exemplar dieses seltenen historischen Weltatlasses mit den großformatigen Karten in präzisem, kontrastreichem und starken Kupferdruck - und in einem außergewöhnlich schönen, abwechslungsreichen und nuancierten Kolorit, oft mit leuchtenden Farben - und dann mit feinstem Pinselgold gehöht. Diese Goldhöhung in den Kartuschen, dem figürlichen Beiwerk, den Wappen, den Windrosen, den versalen Ländernamen, Meridianen und Äquatorlinien bis hin zu den Kronen der Herrscher, den Zirkeln und Flügeln der Putten - ein Beispiel für die höchste Kunst der niederländischen Kartographie des 17. Jahrhunderts.


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