Los 2801

Åkerman, Anders und Borg, Eric
(1721-1778; 1737-1767 )Globus terraqueus congruenter recentissimis observationibus

Nachverkaufspreis
25.000€ (US$ 28,736)

Los 2801 - Åkerman, Anders und Borg, Eric - Globus terraqueus congruenter recentissimis observationibus - 0 - thumbLos 2801 - Åkerman, Anders und Borg, Eric - Globus terraqueus congruenter recentissimis observationibus - 1 - thumb

Aus dem Katalog
Sonderkatalog „Per aspera ad astra“
Auktionsdatum 14.4.2021

Lot 2801, Auction  117, Åkerman, Anders und Borg, Eric, Globus terraqueus congruenter recentissimis observationibus

Himmels- und Erdglobus des bedeutendsten schwedischen Kartographen
Åkerman, Anders. Globus terraqueus congruenter recentissimis observationibus, cura Soc: Cosm: Upsal: adornatus. Erd- und Himmelsglobus von Eric Borg nach Anders Akerman. Jeweils 12 Segmente kolorierter bzw. teilkolorierter Kupferstich. Der terrestrische Globus ist konvex auf eine Pappmachékugel mit eisernem Achsenstab montiert, der caelestische konvex auf die Innenseite der beiden Futteral-Kalotten. Durchmesser jeweils 11 cm. Passendes, zweiteiliges Papp-Futteral d. Z. mit dunkelbraunem Kalbslederbezug, zwei metallenen Haken und zwei Ösen, Innenbezug aus o.g. Kupferstich-Segmenten des Himmelsglobus, die Kanten rot und mit kleiner Welle zum Einliegen der Achse der Globenkugel. Upsala, Anders Åkerman, 1762.
Nicht bei Stevenson. – Hervorragend erhaltener Taschenglobus des schwedischen Kupferstechers, Geographen und Mathematikers sowie bedeutendsten Herstellers von Globen Anders Åkerman (dt. Andreas Ackermann; 1721-1778), der beide Karten des Himmels- und Erdglobus miteinander vereint, in seinem originalen Futteral.
Åkerman war Mitglied der Kosmographische Gesellschaft und Professor an der Universität zu Uppsala

„Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war man in Schweden hauptsächlich auf holländische, französische und deutsche geographische und chorographische Karten angewiesen, doch wurden schon Landmesserkarten in Schweden hergestellt. Mit dem Auslande hinsichtlich geographischer Karten und Globen zu konkurrieren, wurde erstmals um die Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Einrichtung der Globuswerkstätte des Anders Åkerman in Uppsala versucht. Die Initiative hiezu gab die im Jahre 1758 von geographisch interessierten Professoren und Dozenten der Universität gegründete Kosmografiska Sällskapet - die Kosmographische Gesellschaft. Se veröffentlichte eine physische Erdbeschreibung des als Chemiker berühmten Professors T. Bergmann und eine physische Geographie von f. M. Mallet. Diese Gesellschaft beabsichtigte auch die Darstellung notwendiger Karten und Globen, ‚… die man aus dem Auslande holen mußte und, besonders hinsichtlich Globen, wegen ihrer Kostspieligkeit bei uns so selten sind.‘
Die Gesellschaft, deren Mitglied Åkerman war, hatte das Glück, in ihm eine für dieses Zwecke sehr geeignete Person zu finden, da er nicht nur ein sehr geschickter Kupferstecher war, sondern auch mathematische Studien absolviert hatte. Obwohl die Gesellschaft sein Auftraggeber war, präsentierte er sich als Besitzer der Werkstätte; der Name ‚Åkermansche Globuswerkstätte ‘ ist darum voll berechtigt. Dieser Betrieb bestand in verschiedenen Formen etwa 100 Jahre fort. Die dargestellten Globen waren den besten ausländischen vollkommen ebenbürtig und wurden in- und außerhalb Schwedens verkauft. Trotz dieser Erfolge und trotz reichlicher Unterstützung der staatlichen Behörden war die Werkstätte nicht rentabel. Wenn auch wirtschaftlich nicht erfolgreich, so ist dieser Betrieb doch ein würdiger Exponent schwedischer wissenschaftlicher Blütezeit während der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts" (C. Björkbom, Anders Åkerman. Ein schwedischer Globenmacher des 18. Jahrhunderts, nach YMER 1936, Heft 2).
Die zwölf Segmente des Erdglobus sind überaus exakt auf die Pappmaschékugel aufmontiert, die Kontinente Europa und Südamerika sind rot, Nordamerika und Afrika hingegen grün zeitgenössisch koloriert. Die Innenkugel mit dem Himmelsglobus ist in leichtem Grün flächig gefasst, die zahlreichen als Bilder dargestellten Tierkreiszeichen sind möglicherweise einst in blassem Gelb hervorgehoben, was aber kaum noch sichtbar ist. – Kleine Rissspuren und Brüche sind geschlossen worden, nur ganz minimal fleckig, fast ohne sonstige Gebrauchsspuren. Der terrestrische Globus ebenfalls nur mit wenigen, unwesentliche Gebrauchsspuren, die Kartensegmente teils leicht gebräunt, aber kaum braunfleckig, vereinzelte kleine Risse sind sorgsam restauriert und hervorragend überarbeitet worden.
Vor allergrößter Seltenheit. Uns gelang es über den KVK tatsächlich nur zwei mehr oder weniger gut erhaltene Exemplare in schwedischen Bibliotheken, sonst weltweit aber kein einziges nachzuweisen.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2021 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2021 Galerie Gerda Bassenge