Los 6024

Wolff, Johann Andreas - Werkstatt
Der Verehrung des Jesusknaben mit der hl. Magdalena

Nachverkaufspreis
5.000€ (US$ 5,747)

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister
Auktionsdatum 26.11.2020

Lot 6024, Auction  116, Wolff, Johann Andreas - Werkstatt, Der Verehrung des Jesusknaben mit der hl. Magdalena

Werkstatt. Der Verehrung des Jesusknaben mit der hl. Magdalena und dem hl. Johannes.
Öl auf Leinwand, doubliert. 130 x 84 cm (oben halbrund).

Obwohl Johann Andreas Wolff seit etwa 1680 mit einer erstaunlich vielseitigen Tätigkeit entscheidenden Einfluss auf das spätbarocke Ausstattungswesen in Süddeutschland und Österreich ausübte, wurden die Konturen seines Schaffens erst in jüngster Zeit durch die im Jahr 2016 erschienene Monographie (Johann Andreas Wolff. 1652-1716. Universalkünstler für Hof und Kirche, München 2016)geschärft. Neben der Herstellung von qualitativ außergewöhnlichen Altarblättern für Kirchen, Klöster und private Kapellen betätigte sich der Münchner auch als Vorlagenzeichner für Skulpturen und ganzen Altarensembles, aber auch als Architekt und Gestalter von Innenräumen und Gartenanlagen - zu nennen ist beispielsweise die Beteiligung an der Neugestaltung der Repräsentationsräume in der Residenz von Kurfürst Max Emanuel. Vom hohen Ansehen zeugen nicht zuletzt die Titel als kurfürstlicher Hofmaler und fürstbischöflicher Maler in Freising. Für einen privaten Auftrag sprechen in vorliegendem Falle das Format sowie das Zurücknehmen der für Wolffs Kirchengemälde üblichen dramatischen und gedrängten Figurenanlage zugunsten einer ruhigeren, symmetrischeren Komposition. Im Hinblick auf die Lichtführung sind hingegen die Aufteilung des Bildes in eine von Engelsglorien erhellte Ober- und eine dunkle Unterseite sowie das helle Inkarnat der Figuren typisch. Über die allgemeine Gestaltungsweise hinaus lassen sich einige wiederkehrende Elemente aus Wolffs Bildrepertoire ausmachen. Der die Weltkugel haltende Putto und die Taube sind mit jenen in der Himmelfahrt Mariä (1701) in der Lambergkapelle im Passauer Dom vergleichbar, wohingegen der Typus Gottvaters und erneut die Taube in einer Geburt Christi (1698) in der Pfarr- und Stiftskirche St. Martin in Landshut verwendet werden. Man geht davon aus, dass das geschilderte Aufgabenspektrum kaum ohne eine entsprechende Werkstatt zu bewältigen war, wenngleich wenig über die Organisation derselben bekannt ist. In Frage käme der kaum erforschte Johann Paul Vogl (1673-1739), dessen Maria Magdalena in einer freskierten Kreuzigung (um 1713) in der Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Muttergottes in Gartlberg vergleichbare Züge mit der hier vorliegender Muttergottes vorweist. Ebenfalls zu nennen ist auch die charakteristische Taube auf der Heiligen Dreifaltigkeit (1708) in der Pfarr- und Wallfahrtskirche, Kößlarn. Wir danken Dr. Josef Straßer, München für wertvolle Hinweise.

Provenienz: Berliner Privatbesitz.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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