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Lot 2501, Auction  127, Alexis, Willibald, Brief an Carl von Holtei. 1855

Alexis, Willibald
Brief an Carl von Holtei. 1855
Los 2501

Zuschlag
170€ (US$ 195)

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Alexis, Willibald (d. i. Wilhelm Haering), Berliner Schriftsteller und Publizist, erfolgreicher früher Vertreter des realistischen Romans (1798-1871). Eigh. Brief m. U. "W. Haering". 2 S., eng beschrieben. Gr. 8vo. Berlin 4.V.1855.
An den ihm befreundeten Schauspieler, Bühnenautor und Vortragskünstler Carl von Holtei. Bedankt sich für die Zusendung eines Manuskripts von Holtei, das er zum Abdruck befördern werde. "... Sie hat mir recht gefallen, wird aufgenommen u. wahrscheinlich bald abgedruckt werden. Nur bitte ich zu bemerken, dass ich nur Redacteur bin u. mit dem Honorarpunkt nichts zu thun habe; da einige Dich, wenn Du es nicht schon hast, mit Herrn Barthel. - Hoffentlich wirst Du per 1856 nicht in übler Gesellschaft erscheinen ...". Geht dann ausführlich auf eigene Arbeit ein und nennt mancherlei Schwierigkeiten. "... Hätte ich, als ich anfing, gewußt, wohin Preußen einst kommen würde, hätte ich wohl auch einen andern Weg eingeschlagen ...". Behandelt schließlich noch familiäre Nachrichten.

Lot 2502, Auction  127, Archenholtz, Johann Wilhelm von, Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799

Archenholtz, Johann Wilhelm von
Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799
Los 2502

Zuschlag
180€ (US$ 207)

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Archenholtz, Johann Wilhelm von, preuß. Offizier, Historiker, Schriftsteller und Publizist (1743-1812). Brief m. U. "Ihr ergebenster v. Archenholtz". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Hamburg 15.VIII.1799.
An den Buchhändler Joseph Albert Camesina in Wien, dem er diverse Restbestände seiner Zeitschriften und Reihenwerke mit 50 % Rabatt anbietet. "... Da mein Journal Minerva als das größte Magazin der wichtigsten Schriften und Dokumente zur Geschichte der Revolutions-Epoche anerkannt ist, und also auch noch nach Jahren gelesen werden wird, so glaube ich eine respectable Handlung wie die Ihrige auf diesen Umstand aufmerksam machen zu müssen; da die meisten Jahrgänge dieses Werks jezt noch leicht zu ergänzen sind, und manchen Subscribenten damit gedient wäre, wenn es mit nicht grossen Kosten geschehn könte. Diese zu erleichtern ist meine Absicht. Ich trage Ihnen daher die Jahrgänge 1794, 1795, 1796 und auch 1797 ... mit 50 % Rabat an, Fr: Leipzig, wobey der Zahlungs-Termin nach der Ostermesse 1800, oder auch noch später bestimmt werden kann ...". Bietet dann weitere Restauflagen an: die Brittischen Annalen, die Miscellen zur Geschichte des Tages und Select Pieces in Prose and Verse, "das leztere zum Gebrauch derjenigen, die Englisch lernen ... Im Fall Sie ein compl. Exempl: der Minerva für einen Bücherfreund verlangen, oder auch für Ihre eigne Handlung, die doch wohl ein Ex: eines solchen Werks aufs Lager haben solte, so würden wir uns um den Preis wohl verstehen. - Dieser Brief bleibt übrigens unter uns ...". - Ausrisse mit geringem Buchstabenverlust durch das Öffnen der Versiegelung.

Lot 2503, Auction  127, Assing, Ludmilla, Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859

Assing, Ludmilla
Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859
Los 2503

Zuschlag
240€ (US$ 276)

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Assing, Ludmilla, Schriftstellerin, Biographin, Übersetzerin, Herausgeberin, Journalistin und Künstlerin, Nichte Karl August Varnhagens, Herausgeberin seines und anderer Personen Nachlässe (1821-1880). Eigh. Brief m. U. "Ludmilla Assing". 1 S. Blaues Papier mit weißen Einsprengseln. 8vo. Berlin 20.IV.1859.
An eine Dame, die um bestimmte Briefe unter Varnhagens Papieren gebeten hatte. "... Es freut mich sehr, sie jetzt gefunden zu haben, und ich beeile mich, sie Ihnen zu übersenden. Möchte doch eine geeignete Feder eine Lebensskizze von Doctor Frank entwerfen und dadurch das Andenken an einen so ausgezeichneten und eigenthümlichen Mann in unserer Literatur erhalten bleiben! - Ich sage Ihnen nichts von der traurigen Zeit, die ich durchlebt habe. Für ein so glückliches Zusammenleben, wie es mir eine Reihe von Jahren zu Theil geworden, giebt es keinen Ersatz, und die Erinnerung ist das Beste was übrig bleibt ...". - Ludmillas Oheim Karl August Varnhagen von Ense war am 10. Oktober 1858 verstorben.

Lot 2504, Auction  127, Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, Brief an einen Redakteur. 1780

Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de
Brief an einen Redakteur. 1780
Los 2504

Zuschlag
600€ (US$ 690)

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Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, franz. Schriftsteller, Autor des "Barbier de Seville" und "Le Mariage de Figaro" (1732-1799). Eigh. Brief m. U. "Caron de Beaumarchais". 1 S. 4to. (Paris) 13.I.1780.
Wohl an einen Redakteur. Beaumarchais schreibt im Auftrag des Londoner Publizisten Samuel Swinton, Herausgeber des "Courrier de l'Europe" (erschienen von 1776 bis 1792). Swinton als Beaumarchais' Freund "désire obtenir votre avis par Ecrit sur un mémoire à consulter qu'il aura l'honneur de vous presenter et Il pense que si je joins mon instance à la Sienne Il obtiendra plutôt de vous cette consultation qui le presse un peu ...". Er, Beaumarchais, freue sich, auf diese Weise den Kontakt zu dem Adressaten erneuern zu können. - Am unteren Rand knapp beschnitten; 1 kleiner Einriss.

Lot 2505, Auction  127, Béranger, Pierre-Jean de, Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850

Béranger, Pierre-Jean de
Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850
Los 2505

Zuschlag
100€ (US$ 115)

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Béranger, Pierre-Jean, franz. Lyriker und Chansondichter (1780-1857). Eigh. Brief m. U. "Béranger". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und vorphilatelistischen Stempeln. 8vo. O. O. (wohl um 1850).
An eine Madame Roland in Paris, der er in einer "affaire" behilflich sein soll. "... Dans les affaires, il faut être précis. Si je n'etais toujours retenu à la chambre j'aurais été causer de cela avec vous. Ayez donc la complaisance de me donner quelques détails bien claires ... s'il m'est possible de vous être utile, je le ferai avec empressement. Mais à dire vrai, il me semble que vous avez plus appuis qu'il n'enfaut pour soulever ce brin de paille ...".

Lot 2506, Auction  127, Biester, Johann Erich, 2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814

Biester, Johann Erich
2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814
Los 2506

Zuschlag
170€ (US$ 195)

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Biester, Johann Erich, Berliner Popularphilosoph, mit Kant befreundet, Bibliothekar, Schriftsteller und Publizist, neben Nicolai und Gedike Hauptvertreter der Berliner Spätaufklärung, Mitherausgeber der "Berlinischen Monatsschrift" und der "Berlinischen Blätter", Direktor der Königlichen Bibliothek in Berlin (1749-1816). 2 Schreiben m. U. "Biester". Zus. 2 S. Kl. 4to. (Berlin) 9.IV.1813 und 4.VI.1814.
An die von Daniel Friedrich Parthey geleitete Nicolaische Buchhandlung, wegen Problemen bei der Abrechnung von Bücherkäufen. "Mein Departement ist sehr förmlich, und darum muß ich Sie noch einmal beschweren. Von den 2 Büchern, die ich aus Halberstadt erhielt, war eines für mich selbst, das andere für die Bibliothek verschrieben. Bei meiner Rechnung über das letztere wird nun verlangt: Daß Sie darauf bemerken mögen, daß Ihnen die 4 (Taler) 6 (Groschen) durch mich bezahlet sind ..." [9.IV.1813]. - Auf eine Mahnung Partheys antwortet Biester: "Ich bitte Ihre eigenhändige Berechnung der zensirten Bücher, nebst dem Betrage der (mir damals geschickten) Gebühren nachzusehen, vom 23 Mai, welche ich quitirt zurückgesandt habe; darunter hatten Sie Selbst bemerkt, daß ich nächstens das Exemplar vom Phädon erhalten solle, welches itzt noch nicht erfolgen könne mit den andern Büchern, und seitdem nicht erfolgt ist. Daß ich nunmehr zwei Exemplare der neuen Ausgabe des Phädon richtig erhalten habe, wird hiedurch bescheinigt ..." [4.VI.1814]. - Die Neuausgabe von Moses Mendelssohns "Phädon oder Über die Unsterblichkeit der Seele" war 1814 im Verlag Nicolai erschienen.

Lot 2507, Auction  127, Billinger, Richard, Briefgedicht zu Silvester 1959

Billinger, Richard
Briefgedicht zu Silvester 1959
Los 2507

Nachverkaufspreis
80€ (US$ 92)

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Billinger, Richard, österr. Schriftsteller, erfolgreicher Dramatiker (1890-1965). Eigh. Briefgedicht m. U. "Richard". 1 S. Gr. 4to. (Linz ?) Dez. 1959.
Briefgedicht mit Grüßen und Wünschen am Rand. "Zum Neuen Jahre!" 8 Zeilen: "Die Schranken offen frei zur Fahrt! / Sei uns die Zeit von Gott geoffenbart! / Ich schreib' es Dir als Neujahrsgruß. / Mach mit dem alten Jahre Schluß / und was sich drin begeben! / Wir leben ... Wir leben ... / Übers Auf, übers Ab / wächst Rasen, wächsts Grab." Am Rand noch Weihnachtsgrüße und Hoffnung auf baldiges Wiedersehen. - Gering tintenfleckig.

Lot 2508, Auction  127, Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of, Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757

Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of
Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757
Los 2508

Nachverkaufspreis
150€ (US$ 172)

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Chesterfield, Philip D. Stanhope, 4. Earl of, engl. Staatsmann und Schriftsteller, Freund von Pope, Swift und Voltaire (1694-1773). Eigh. Brief m. Namenszug "Lord Chesterfield" am Kopf. 1/4 S. Mit Adresse. 4to. O. O. "Monday Morning" (7.II.1757).
An den Diplomaten und Politiker Sir Thomas Robinson, den späteren Baron Grantham, wegen der Verschiebung einer Einladung. "Lord Chesterfield makes his compliments ... and desires that the appointment with Mr. Wilton may be put off till Thursday morning. He having been very much out of order these two days, and being not yet well enough to venture out today ...". - Eine untere Ecke abgeschnitten. - Dabei: Lady Anne Thistlethwayte Stanhope (1759-1798). Eigh. Brief m. U. "A. Chesterfield". 1 S. O. O. 1798. - Aus ihrem Todesjahr an eine königliche Hoheit, deren Loge im Drury Lane Theatre sie gern benutzen möchte. "... Should your Royal Highness not have disposed of your Box at Drury Lane on Thursday Evening, I shall think myself particularly obliged if you will allow me to make use of it ...".

Lot 2509, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890

Dahn, Felix
Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890
Los 2509

Zuschlag
580€ (US$ 667)

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Dahn, Felix, Rechtshistoriker, Erzähler und Dramatiker, leidenschaftlicher Erforscher der germanischen Frühgeschichte, Professor in Würzburg, Königsberg und Breslau (1834-1912). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Felix Dahn" beim Titel. 24 lose Bl., davon 25 S. beschrieben. Quer-gr. 8vo. O. O. (1890).
"Festspiel zur Feier des neunzigsten Geburtstags des Feldmarschalls Grafen Hellmuth Moltke." Vollständiges Roh-Manuskript eines dreiteiligen Festspiels, dessen Hauptfiguren Hermann der Cherusker, Kaiser Friedrich Barbarossa, Friedrich der Große und Feldmarschall Blücher sind. Mit zahlreichen Änderungen, Streichungen und Verbesserungen, meist von Hand des Autors. Schwärzliche Fingerspuren lassen darauf schließen, dass dieses Manuskript auch als Druckvorlage diente.

Lot 2510, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905

Dahn, Felix
Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905
Los 2510

Zuschlag
220€ (US$ 253)

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Dahn, Felix (1834-1912). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Text und Unterschrift "Felix Dahn" unter dem Bild. 14 x 9 cm. (Breslau 31.XII.1905).
"Ja, er ist es. Felix Dahn". Erfüllung eines Autogramm-Wunsches für eine Verehrerin in Purkersdorf bei Wien. Unter dem Foto (Orig.-Abzug) befinden sich, sehr klein gedruckt, 3 Sentenzen des Autors: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Staat. Und seine Seele lebt in seiner Sprache." - Leichte Knick- und andere Gebrauchsspuren. - Beiliegend ein eigh. Albumblatt mit dem fast immer verwendeten Spruch Dahns: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Felix Dahn". - Der von der Literaturgeschichte meist unterschätzte Verfasser von "Ein Kampf um Rom" starb nicht in Wroclaw, wie es bei Wikipedia heißt, sondern in Breslau. Von den zahllosen Werken des unglaublich fleißigen Gelehrten gehören seine rund 3000 Seiten umfassenden Memoiren zu den lesenswertesten. - 3 weitere Beilagen: Friedrich Spielhagen, Schriftsteller, erfolgreicher Romancier, Publizist und Literaturtheoretiker (1829-1911). 3 eigh. Briefe m. U. "Friedrich Spielhagen". Zus. 31/2 S. Gr. 8vo. Berlin und Frankfurt a. M. 1875-1890. - An verschiedene Adressaten, über die Aufführung von zwei seiner Stücke sowie ein Treffen wegen eines literarischen Projekts.

Lot 2511, Auction  127, Dehmel, Richard, Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911

Dehmel, Richard
Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911
Los 2511

Zuschlag
120€ (US$ 138)

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Dehmel, Richard, Dichter, von großem Einfluß auf die Lyrik seiner Zeit (1863-1920). Eigh. Brief m. U. „Dehmel". 3 S. Doppelbl. 8vo. (Hamburg-Blankenese) 11.X.1911.
An eine Verehrerin in Hamburg. "... Entschuldigen Sie, daß ich Ihnen erst heute den 'Michel' für Ihre Moskauer Freunde schicke; ich hatte kein Exemplar mehr hier, musste mir erst eins schicken lassen. Im Buchhandel erscheint die Dichtung übrigens erst am Tag der Première; ich bitte Sie deshalb, Herrn Kowalsky zu schreiben, er möchte den fraglichen Aufsatz keinesfalls vor dem 12.-15. November deutschen Datums veröffentlichen. Es würde doch einen wenig angemessenen Eindruck machen, wenn gerade dies Buch in einer russischen Zeitschrift früher besprochen würde als in Deutschland. Vielleicht wird es Herrn Kowalsky auch interessieren, daß nächstens eine russische Übersetzung meiner 'Gesammelten Werke' von Lydia Lepaschkin zu erscheinen beginnt ...". - Dehmels Komödie "Michel Michael", die 1911 bei S. Fischer erschien, wurde am 11. Nov. im Hamburger Deutschen Schauspielhaus uraufgeführt. - In der Postkarte teilt Dehmel mit, dass er soeben aus Bingen zurückgekehrt sei, wo er den 70. Geburtstag seines Schwiegervaters gefeiert habe. Die Karte an seine Frau konnte noch nicht beantwortet werden, weil "Frau Iri" gleich nach Schwalbach weitergereist sei. "... nun müssen Sie vorkäufig mit mir Einsiedler vorliebnehmen." [22.V.1906]. - Beiliegend ein eigenhändiger Briefumschlag Dehmels, gerichtet an den Wiener Schriftsteller und Burgtheaterdirektor Anton Wildgans, sowie eine Orig.-Photographie (10,8 x 16 cm), die laut rückseitigem Vermerk Richard Dehmel als Leutnant im Schützengraben bei Autrêches im Januar/Februar 1915 zeigt, wie er Eintragungen in ein Notizbuch schreibt. - Zus. 4 Teile.

Lot 2512, Auction  127, Dumas (fils), Alexandre, 10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875

Dumas (fils), Alexandre
10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875
Los 2512

Zuschlag
500€ (US$ 575)

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Dumas (fils), Alexandre, franz. Erzähler und Dramatiker, Verfasser der "Dame aux Camélias", Mitglied der Académie Française und der Ehrenlegion (1824-1895). 10 eigh. Briefe bzw. Briefkarten m. U. "A. Dumas". Zus. 21 S. Verschied. Formate. O. O. (wohl ca. 1875).
Meist an Madame bzw. Monsieur Laroche gerichtet, in verschiedenen Angelegenheiten und Verabredungen, z. B. die Vermittlung von Autographen für die Sammlung ihrer Tochter. - Manche Abweichungen in der Handschrift könnten darauf hindeuten, dass bei einigen Briefen nur die Unterschrift von Dumas' Hand stammt und es nicht ganz auszuschließen ist, dass hier der übrige Text vom Sekretär geschrieben wurde.

Lot 2513, Auction  127, Förster, Paul, 9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905

Förster, Paul
9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905
Los 2513

Zuschlag
460€ (US$ 529)

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Förster, Paul, antisemitischer Publizist und Politiker im Deutschen Kaiserreich und Vorsitzender des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter - Verein gegen die Vivisektion" (1844-1925). 9 eigh. Briefe und 1 Postkarte m. U. Zus. 32 S., teils Doppelblätter. Meist gr. 8vo. Berlin-Friedenau und Wien 1884-1905.
Großenteils umfangreiche Schreiben an die Salonnière Rosa von Gerold (1829-1907) in Wien, teils persönlicher, teils fachlicher Natur. Ein Kondolenzschreiben zum Tod ihres Gatten (des bekannten Verlegers) aus dem Jahr 1884 schließt Förster mit den Worten: "… in der Hoffnung aber, daß es Ihnen gelinge, mit dem eigenen Reichtum an geistiger Kraft über die Schwere des Verlustes hinwegzukommen, verbleibe ich in vorzüglicher Hochachtung - Ihr ganz ergebener ...". Zwei Briefe auf Papier mit gedrucktem Briefkopf des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter (Deutsche Hauptstelle des Weltbundes gegen die Vivisektion)", Dresden, Cranachstraße 18, beziehen sich auf von der Adressatin übersandte Bücher, zu denen Förster Anmerkungen übermittelt. Er bietet an, im Gegenzug eigene Schriften zur Durchsicht zu übersenden - "eine Gegengabe, die ich Ihnen darbieten könnte". In einem weiteren Schreiben (Friedenau, 9. I. 1905) sendet er Neujahrsgrüße, in denen er Zeilen aus Schillers Ode an die Freude ("Freude, schöner Götterfunken") aufgreift und über den Heiligen Geist "Spiritus Sanctus" und den "Spiritus vini" reflektiert, ferner beruft er sich auf eine geistige "Waffenbrüderschaft". – Mit üblichen Faltspuren und vereinzelten Einrissen.

Lot 2514, Auction  127, Gaudy, Franz von, Signiertes Gedichtmanuskript

Gaudy, Franz von
Signiertes Gedichtmanuskript
Los 2514

Zuschlag
200€ (US$ 230)

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Gaudy, Franz Frhr von, preuß. Offizier, Dichter und Novellist, befreundet mit Chamisso und vielen anderen Schriftstellern (1800-1840). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Franz Freiherr Gaudy". 5 S. auf 2 Bl. 12mo. 10,3 x 8,5 cm. O. O. (wohl um 1837).
"Sarmatische Monologe". 16 Strophen zu je 4 Zeilen. Scherzgedicht, in dem der Autor am Fenster vergeblich auf die angebetete Dame wartet, so dass ihm der "Versucher" zum Trost ein Viertel frisch eingetroffenen Ungarweins empfiehlt. "An dem Fenster sitzt der Dichter, / saugend an der Pfeifenspitze ...". Am Schluß heißt es: "... Aber nein! ich meide glücklich / Des Versuchers list'ge Schlingen; / Und zum Lohn der Tugend laß ich - / Eine ganze Flasche bringen."

Lot 2515, Auction  127, Genlis, Félicité Comtesse de, 4 interessante Briefe, teils  über Theater. 1811

Genlis, Félicité Comtesse de
4 interessante Briefe, teils über Theater. 1811
Los 2515

Nachverkaufspreis
150€ (US$ 172)

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Genlis, Félicité Comtesse de, franz. Schriftstellerin von enormer Produktivität, katholisch geprägte Gegnerin Voltaires und der Madame de Stael (1746-1830). 4 Briefe m. U. "Ctesse de Genlis", davon 3 eigenhändig, 1 diktiert. Zus. 4 S. Jeweils Doppelblätter. 4to und 8vo. (Paris) 15.II. und 6.VIII.1811 bzw. o. J.
Interessante Briefe, vorwiegend in Theater-Angelegenheiten: I. In der dritten Person an die Schauspielerin Jeanne Devienne (eigentlich Thévenin, 1763-1841) mit der Bitte um Zusendung von 2 Exemplaren der Comédie-Ballet "La Princesse d'Elide" von Molière. "... Mme de Genlis ne s'excuse point de cette importunité, elle sait que l'amitié fait prendre à mademoiselle de vienne un vif intérêt à cette charmante pièce qui a le plus grand succès et qui le mérite si bien. Mme de Genlis est charmée de saisir cette occasion d'exprimer à Mademoiselle de vienne le plaisir qu'elle a eu si souvent à la voir, à l'admirer; elle n'a point vu de jeu plus rempli de grace et d'un naturel plus parfait, et elle doit à son beau talent le plus agréable souvenir ...". - Jeanne Devienne, die gefeierte Darstellerin von hübschen, gewitzten Kammerzofen etc., gehörte seit 1785 der Comédie Française an. - Gering fleckig. - II. Eigh. Brief m. U. "ctesse de genlis". 2 S. Doppelblatt mit Goldschnitt. 8vo. (Paris) "ce Samédi 13" o. J. - An einen Herrn, den sie eindringlich bittet, sich für ihren Bruder zu verwenden, dem anscheinend Bestrafung droht. "... cette grace dans les circonstances présentes, est bien intéressante pour la fortune de mon frère, d'ailleur il est fait pour y prétendre par sa naissance, et sa conduite depuis deux ans, dont Mr. de Ramsault rendra les témoignages les plus satisfoirant à tous les égards. on ne peut lui reprocher que quelques légères étourderies, avant ce tems, que sa grande jeunesse devoit rendre excusable ...". - III. Brief m. U. "D. Ctesse de Genlis". 1 S. Doppelblatt. 4to. (Paris) o. J. - Wohl an einen Redakteur, bei dem sie sich für einen von ihr protégierten jungen Künstler einsetzt. "... M. Gerono ... va donner au théâtre d'Elèves, situé à la Barrière Rochechouart, une petite pièce intitulée La petite Gouvernante, dont il a fait les paroles et la Musique. Je connois les paroles qui me paroissent fort agréable, Mr. [Jean-François] Lesueur en a entendu la Musique qu'il trouve charmante. Je prend à M. Gerono le plus vif intérêt et je serois bien reconnoissante, ... si vous aviez la bonté d'annoncer toute de suite, en trois lignes, cette petite production avec un mot bienveillant ...". - Entschuldigt sich in einem Nachsatz dafür, dass sie wegen Krankheit nicht eigenhändig schreiben könne. - Ein Streifen vom unteren Rand unregelmäßig abgerissen. - IV. Eigh. Brief m. U. "D. Genlis". 1/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. O. O. 6.VIII.1811. - An Jeanne Louise Henriette Campan (1752-1822), Erzieherin und Schriftstellerin, ehemals Kammerfrau der Königin Marie Antoinette, später berühmte Pädagogin, Vorsteherin der kaiserlichen Erziehungsanstalt in Ecouen. Bedankt sich für die Zusendung von Jeanne Campans neuestem Buch "Lettres de deux jeunes amies" (Paris 1811). "Recevez Madame tous mes remercimens de l'ouvrage aussi agréable qu'utile que vous avez bien voulu m'envoyer, je l'ai lu avec le plus grand plaisir. Mon suffrage n'a nulle importance, mais il est dumoins parfaitement sincère et je n'ai jamais eu à me reprocher la fausseté si commune de réserver les louanges pour l'auteur et les critiques pour les conversations ... vos lettres Madame sont charmantes, tout m'en plait et entr'autres toute ce que vous dites d'excellent et de parfait sur les correspondans particulières des jeunes personnes, et le détail plein d'intérêt de la visite de l'Empereur ...".

Lot 2516, Auction  127, Goethe, Johann Wolfgang von, Signierte Visitenkarte mit einer Einladung. 1828

Goethe, Johann Wolfgang von
Signierte Visitenkarte mit einer Einladung. 1828
Los 2516

Zuschlag
3.800€ (US$ 4,368)

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Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter und Staatsmann (1749-1832). Visitenkarte mit eigh. Signatur "Goethe" und Datum. Rosa Karton mit Blumenschmuck in Blindprägung. 5,3 x 8,5 cm. (Weimar), 21.III.1828.
Von Sekretärshand sehr zierlich geschriebene Einladung: "Herr L. Dir. Rath Toepfer wird auf Morgen, Sonnab. d. 22. März zum Mittagsmahle freundlichst eingeladen." Darunter vom Gastgeber geschrieben: "1828. Goethe". - Der Jurist Martin Christian Victor Toepfer war Landesdirektionsrat in Weimar. - Minimal fleckig; rückseitig geringfügige Spuren ehemaliger Montage. - Sehr hübsches Beispiel für den Weimarer Stil der Goethezeit.

Lot 2517, Auction  127, Grimm, Friedrich Melchior, Brief aus Gotha an den Ästhetiker J. H. G. Heusinger. 1797

Grimm, Friedrich Melchior
Brief aus Gotha an den Ästhetiker J. H. G. Heusinger. 1797
Los 2517

Zuschlag
550€ (US$ 632)

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Grimm, Friedrich Melchior Baron von, Schriftsteller, Journalist, Theater- und Musikkritiker sowie Diplomat in Paris (1723-1807). Eigh. Brief m. U. "le Bon de Grimm". In franz. Sprache. 11/2 S. Doppelblatt mit Trauerrand. 4to. Gotha 8.IV.1797.
An den Pädagogen und Philosophen Johann Heinrich Gottlieb Heusinger (1766-1837), der die Verspätung von Grimms Antwort verzeihen möge, denn er kenne Grimm ja bereits seit 23 Jahren. Er habe Heusingers Brief an Alexander Kourakin, Vizekanzler des Russischen Reiches, geschickt; der Brief enthielt den Wunsch Heusingers, eine Professur an der Universität Mitau zu erhalten. Er, Grimm, werde sich bald wieder an seinen Posten in Hamburg begeben. - Heusinger veröffentlichte in diesem Jahr ein zweibändiges "Handbuch der Ästhetik", das in Gotha erschien. - Grimm wurde vor allem berühmt als Herausgeber der
"Correspondence littéraire philosophique et critique", die 38 Jahre erschien und eine Literatur-, kultur- und zeitgeschichtliche Quelle ersten Ranges darstellt. Als hervorragender Opernkenner spielte Grimm in Paris auch eine wichtige musikhistorische Rolle.

Lot 2518, Auction  127, Gutzkow, Karl, 4 Briefe an  einen Schauspieler. 1863-1874.

Gutzkow, Karl
4 Briefe an einen Schauspieler. 1863-1874.
Los 2518

Zuschlag
700€ (US$ 805)

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Über Stadt- und Burgtheater in Wien
Gutzkow, Karl, bedeutender liberaler Schriftsteller, Dramatiker, Kritiker und Publizist, dem Jungen Deutschland nahestehend, Förderer Georg Büchners (1811-1878). 4 eigh. Briefe m. U. "Gutzkow". Zus. 11 S. Gr. 8vo. Weimar, Kesselstadt, Berlin und Wieblingen 1863-1874.
Zumindest drei der Briefe an einen hochrangigen Wiener Schauspieler. Zunächst über Abdruck eines Artikels, dann über die Tantièmen- und Spielplanpolitik des Wiener Stadttheaters unter Heinrich Laube, die vom Adressaten angegriffen wurde. Gutzkow geht ausführlich darauf ein und beklagt die Missachtung seiner Dramen und Lustspiele. "... Da ich mir in meiner ländlichen Zurückgezogenheit die Neue Fr.[eie] Pr.[esse] halte, so bin ich mit allen Vorgängen am Stadttheater vertraut, lese aber, durch Erfahrung belehrt, Manches zwischen den Zeilen. Was? kann ich nicht sagen. Denn ich will nicht gegen Laube polemisiren. In den letzten Monaten seiner Direktion hat er sich meiner mit Wärme erinnert ... Daß ich die Gunst (d. h. die Existenzmittel) am Burgtheater durch meinen Contrakt mit dem Stadttheater verscherzte! Anderthalb Jahre ignorirte mich Dingelstedt. Erst jetzt hat er mich bei Probegastspielen einmal wieder angesetzt. Warum gieng Laube nicht an Zopf u. Schwert, selbst 'Werner oder Herz u. Welt', eine immer gefüllte Burgtheatervorstellung, könnte versucht werden. Am Burgtheater werden Stücke von Mosenthal, Weilen, Bauernfeld conservirt, die längst an den übrigen deutschen Bühnen nicht mehr existieren. Bei gutem Willen könnte nach Ella Rose oft manches Andre dort wiederholt werden, womit Sie sich freilich nicht beschweren mögen. Die ganze dramatische Periode von meinem Wullenweber an bis ich es müde wurde, ward mir durch Küstner u. die Birchpfeiffer [sic], durch Laube u. die Censur ruinirt. Ewige Ablehnung u. die Birchpfeifferei aus jedem neuen Roman - wer wollte da noch mitmachen? Ihr geniales Darsellungstalent ist meinem La Roquette zugute gekommen. Schade, eine Figur wie Wallmuth im Ottfried (aber neuste Ausgabe bei Costenoble!) wäre so recht geeignet für einen Darsteller, der nicht wie La Roche alles ins leere Possenhafte hinüberzieht, sondern in der Komik noch einen Kern zu bewahren versteht, einen quasi ernsten Charakter. Schade, daß sich kein entschlossener fester Wille je an meine 'Komödie der Besserungen' gewagt hat ...".

Lot 2519, Auction  127, Halbe, Max, 2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891

Halbe, Max
2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891
Los 2519

Nachverkaufspreis
100€ (US$ 115)

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Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). 2 eigh. Briefe m. U. "Max Halbe". Zus. 5 S. 8vo und gr. 8vo. Berlin 30.X.1890 bzw. Friedenau bei Berlin 6.X.1891.
Wohl beide Briefe an die Redaktion der Wiener Zeitschrift "Moderne Rundschau", der er Beiträge verschiedener Art anbietet und später das Honorar für einen gedruckten Beitrag anmahnt. "... Anbei gestatte ich mir, Ihnen zwei lyrische Producte, das eine im Hymnenstil, das andre ein lyrisches Intermezzo, zu übersenden ... Zugleich möchte ich Sie anfragen, ob Ihnen vielleicht mal ein Berliner Theaterbrief von mir erwünscht wäre. Für letzteren könnte ich freilich auf Honorar nicht verzichten. Die Zeiten sind zu schlecht. Na, aber abgesehen davon, wenn Sie also in dieser Richtung noch nicht versehen sind, aber, gesetzt Sie seien es, auch mal einen Andern zu Worte kommen lassen wollen, so stände ich Ihnen gern zur Verfügung. Bei drei 'freien' und 14 unfreien Bühnen ist der Stoff schier unerschöpflich. Ich könnte Ihnen stattdessen vielleicht auch mit dramatischer Kritik oder dem Ähnlichen aufwarten ..." [1890] - Im Oktober 1891 muß Halbe die Zahlung des Honorars für seinen im August erschienenen Beitrag "Weltstadtstimmungen" anmahnen. "... Ich thue dies um so zuversichtlicher, als ich unmöglich voraussetzen kann, daß 'die einzige östreichische Revue großen Stils', wie sich die 'Moderne Rundschau' mit Recht bezeichnen kann, geneigt sein sollte, sich ihren Honorarverpflichtungen zu entziehen." Erinnert an den hohen Anspruch und die Seriosität des Auftretens der Zeitschrift und fährt fort: "... Zum Ueberfluß endlich erinnere ich mich, bei einem Sommerbesuche in Hamburg von Herrn Baron von Liliencron [d. i. Detlef von Liliencron] als bestimmt u. ihm selbst brieflich versichert vernommen zu haben, daß die 'Mod. Rundschau' einen Honorarsatz von 8 Mk. pro Seite in Anrechnung bringt. Ich darf wohl anehmen, daß dies der 'übliche Honorarsatz' ist ..." [1891]. - Offenbar befand sich die 1890 unter dem Titel "Moderne Dichtung" gegründete Halbmonatsschrift in finanziellen Schwierigkeiten, denn 1892 stellte sie ihr Erscheinen ein.

Lot 2520, Auction  127, Henckell, Karl, 3 Briefe an den Schriftsteller Alfons Petzold. 1914-1918

Henckell, Karl
3 Briefe an den Schriftsteller Alfons Petzold. 1914-1918
Los 2520

Zuschlag
550€ (US$ 632)

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Henckell, Karl, Schriftsteller, den sozialistischen und naturalistischen Bewegungen nahestehend, lebte zunächst in der Schweiz, ab 1902 in Berlin, ab 1908 in München (1864-1929). 3 eigh. Briefe m. U. "Karl Henckell". Zus. 7 S. Gr. u. kl. 4to. München 1914-1918.
Schwärmerische Briefe an den österr. Schriftsteller Alfons Petzold, der Henckell 1914 in einem Artikel gelobt hatte. Henckell antwortet beglückt. "... Sie haben mir einfach eine menschlich-künstlerische Offenbarung, ein persönliches Bekenntnis geschenkt, das mir auf einmal wie ein lebendiges Licht in die Seele fiel und all mein Sehnen und Dichten vom Anfang bis heute liebend verklarte und vor mir selbst wundersam erhöhte. Wie man es sich wohl träumt in tiefen Wunschmomenten als Blüte letzten Lebensverlangens, das haben Sie mir gegeben - es ergriff mich so, daß sich mir die Thränen mit Gewalt hervorpressten, und ich sagte zu meiner Frau, das sei nun doch der schönste Lohn meines ganzen Dichtens und Wollens ..." [6.V.1914]. Die folgenden Briefe beschäftigen sich ausführlich mit zwei Gedichtbänden von Alfons Petzold, die Henckell begeisterten Betrachtungen unterzieht, auch vor dem Hintergrund des Weltkriegs.

Lot 2521, Auction  127, Hesse, Hermann, Signiertes eigenhändiges Gedicht. 1901

Hesse, Hermann
Signiertes eigenhändiges Gedicht. 1901
Los 2521

Zuschlag
650€ (US$ 747)

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Hesse, Hermann, Dichter, Nobelpreisträger (1877-1962). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Hermann Hesse". 1 S. Auf Karton (11,5 x 9 cm). O. O. (wohl circa 1901).
Das 1901 entstandene Gedicht "Pilger", hier ohne Titel, wohl eine frühe Niederschrift. Zwei Strophen zu je 4 Zeilen: "Und weiter gehn die Tage / Sie werden schnelle alt; / Vielleicht kommt schon der letzte bald, / Indeß ich steh u. frage. - Sie sind mit mir gegangen / Wie Brüder Hand in Hand / Sie trieb und mich von Land zu Land / Dasselbe Heimverlangen."

Hesse, Hermann
3 Autographen. 1941
Los 2522

Zuschlag
550€ (US$ 632)

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Hesse, Hermann (1877-1962). 3 Autographen. Circa 1941.
I. Masch. Brief m. U. "H. Hesse". 11/3 S. Doppelblatt mit Holzschnitt im Briefkopf nach einem Aquarell des Autors. Gr. 8vo. O. O. (wohl um 1941). - An einen Herrn Joseph Delz, der vergeblich nach Hesses Gedicht "Im Nebel" gesucht hatte. "... Wenn ich nicht ein kranker alter Mann wäre, der ohnehin mit seiner Arbeit nicht fertig wird, so würde ich Ihnen einen langen Brief schreiben, denn Ihr lieber Brief hat mich gefreut und interessiert ...". Er könne ihm aber zu dem Gedicht verhelfen: "... es war leicht zu finden. Es steht in dem Büchlein, das ich Ihnen als ein kleines Geschenk beilege. Statt Worte zu machen, will ich Ihnen noch ein andres Gedicht aufschreiben, es ist noch ziemlich neu und ist mehr als dreißig Jahre später als das Nebelgedicht entstanden ...". - II. Dieses Gedicht-Typoskript mit eigh. Unterschrift "Gruss von H. Hesse". 1 S. Auf der Rückseite eines Briefbogens des Hotels "Verenahof-Ochsen" in Baden bei Zürich. Kl. 4to. O. O. (wohl um 1941). - "Flötenspiel". 3 Strophen zu je 4 Zeilen. - Das Gedicht entstand 1940. - III. Eigh. Widmung "Herrn Jos. Delz mit Grüssen von H. Hesse". Auf dem Vorsatz des Insel-Bändchens "Vom Baum des Lebens. Ausgewählte Gedichte." 41.-50. Tsd. Leipzig, Insel-Bücherei Nr. 454, (wohl um 1940).

Lot 2523, Auction  127, Hitzig, Julius Eduard, Brief mit 3 Beigaben an A. M. Schlesinger. 1821

Hitzig, Julius Eduard
Brief mit 3 Beigaben an A. M. Schlesinger. 1821
Los 2523

Zuschlag
280€ (US$ 322)

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Hoffmann-Umkreis. - Hitzig, Julius Eduard, Berliner Jurist, Kriminalist, Verleger und Schriftsteller aus jüdischer Familie, schrieb E. T. A. Hoffmanns Biographie und verkehrte mit vielen Autoren der Romantik (1780-1849). Eigh. Brief m. U. "Hitzig". 1 S. 4to. Berlin 9.II.1821.
An den (nicht genannten) Musik- und Belletristik-Verleger A. M. Schlesinger, mit dem Angebot eines Manuskripts. "Das Publikum hat sich seit einiger Zeit in seiner Vorliebe für Darstellung ernster Wahrheiten im Gewand des Romans entschieden. Was, aus diesem Gesichtspunkte, der Verfaßer von Wege und Führung, Strauß in den Glokkentönen, Jakobs in Rosaliens Nachlaß und Frauenspiegel u.s.w. mit theologischen Ansichten versuchte, ist von dem Verfaßer des Manuskripts, von den, in beikommendem Pakete, Proben vom Anfang, aus der Mitte und des Endes befindlich, weit pädagogischer ausgeführt worden. Ich habe es wegen unsrer alten freundschaftlichen Verbindung, Herrn Reimer angeboten, da der Verfaßer es mir übersandt, um in Berlin einen Verleger zu suchen. Wie er (Herr Reimer) sich darüber geäußert, bitte ich Ew. Wohlg. aus der Anlage zu sehen. Jetzt frage ich bei Ihnen an, ob Sie es vielleicht drukken wollen. Über die Bedingungen werden Sie sich leicht verständigen ...". Nennt noch einen anderen interessierten Verleger und weist auf seine (Hitzigs) neue Adresse hin: "Ich wohne jetzt Friedrichsstraße No 242 nahe am Hallischen Thor". - Beigegeben je 1 Autograph der Schriftsteller Wilhelm Häring (Willibald Alexis), K. G. Th. Winkler (Theodor Hell) und Franz Horn.

Lot 2524, Auction  127, Holtei, Carl von, 9 Briefe und 1 Gedichtmanuskript. 1823-1873

Holtei, Carl von
9 Briefe und 1 Gedichtmanuskript. 1823-1873
Los 2524

Zuschlag
360€ (US$ 414)

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Holtei, Carl von, aus Breslau stammender Dichter, Erzähler, Bühnenautor, Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Theaterleiter (1798-1880). Sammlung von 9 eigh. Briefen und 1 eigh. Gedichtmanuskript. Zus. 17 S. Gr. 4to und gr. 8vo. 1823-1873.
An verschiedene Adressaten (Bühnenleute, Generalin von Zilinska, Baron von Humbracht, den Theaterkritiker Max Kurnik u. a.) über diverse Themen, vor allem Beiträge für Zeitschriften und Theateraufführungen, oft in launigem Tonfall. Die Verse sind ein Gelegenheitsgedicht für ein Pärchen "Bernhard und Luise". - 3 Briefe gebräunt.

Lot 2525, Auction  127, Kipling, Rudyard, Signierte Tombola-Karte des Vereins Berliner Journalisten. 1909

Kipling, Rudyard
Signierte Tombola-Karte des Vereins Berliner Journalisten. 1909
Los 2525

Zuschlag
240€ (US$ 276)

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Kipling Rudyard, britischer Schriftsteller und Lyriker, Nobelpreisträger (1865-1936). Eigh. Signatur "Rudyard Kipling". Auf einer bedruckten Karte des Vereins Berliner Journalisten. 10 x 16 cm. (Berlin) 4.XII.1909.
Wahrscheinlich Gabe zu einer Tombola für das "Winterfest des Vereins Berliner Journalisten zum Besten seiner Unterstützungskassen am 4. Dezember 1909" (Aufdruck). Bei solchen Gelegenheiten wurden häufig Autogramme berühmter Persönlichkeiten verlost.

Lot 2526, Auction  127, Kopisch, August, Signiertes Gedichtmanuskript "Das Politisieren". 1833

Kopisch, August
Signiertes Gedichtmanuskript "Das Politisieren". 1833
Los 2526

Zuschlag
1.200€ (US$ 1,379)

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Kopisch, August, Lyriker, Novellist, Dramatiker, Übersetzer und Maler, lebte in Rom, Neapel, Berlin und Potsdam, entdeckte 1826 die Blaue Grotte an der Insel Capri (1799-1853). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Aug. Kopisch". 1 S. 4to. O. O. (wohl um 1833).
"Das Politisieren". 12 Zeilen: "Politisieret immerzu und wer es trifft der schreie: Pasch! / Das übertolle Kunterbunt, mir wirbelt es fürwahr zu rasch! / Es wendet wie die Erde sich: bald wird es Tag, bald wieder Nacht! / Begonnen wird unendlich viel, viel weniger zu Stand gebracht ...". - Das Gedicht erschien zuerst in Chamissos "Deutschem Musenalmanach für das Jahr 1834". - Unser Exemplar, vielleicht die erste Reinschrift (mit 3 Korrekturen), scheint ebenfalls zum Druck bestimmt gewesen zu sein: am oberen Rand mit roter Tinte der Hinweis (vielleicht von Chamissos Hand?) "Darf nicht mehr als 1 Seite einnehmen".

Lot 2527, Auction  127, Raabe, Wilhelm, Brief als Geburtstagsgeschenk. 1905

Raabe, Wilhelm
Brief als Geburtstagsgeschenk. 1905
Los 2527

Zuschlag
100€ (US$ 115)

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Raabe, Wilhelm, der bedeutende Erzähler des Realismus (1831-1910). Eigh. Brief m. U. " Wilh Raabe". 1 S. Doppelblatt. 8vo. Braunschweig 12.IV.1905.
An einen Herrn Weil, der seiner Frau ein Autogramm Wilhelm Raabes zum Geburtstag schenken möchte. "... Mit Vergnügen erfülle ich Ihren Wunsch, auch meinen Gruß für den Geburtstagstisch Ihrer Frau Gemahlin zu erhalten. Möge ihr das neue Lebensjahr nur Erfreuliches bringen! ...".

Lot 2528, Auction  127, Rilke, Rainer Maria, Brief an seinen Verleger Bonz mit der Bitte um Vorschuss. 1898

Rilke, Rainer Maria
Brief an seinen Verleger Bonz mit der Bitte um Vorschuss. 1898
Los 2528

Zuschlag
2.200€ (US$ 2,529)

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Rilke, Rainer Maria, Dichter und Übersetzer (1875-1926). Eigh. Brief m. U. "Rainer Maria Rilke". 1 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Schmargendorf bei Berlin, Villa Waldfrieden, 14.IX.1898.
An seinen Verleger Alfred Bonz in Stuttgart, dem er für die Mitteilung dankt, dass seine "Zwei Prager Geschichten" im Frühjahr 1899 erscheinen werden. Zugleich bittet der 23jährige Dichter wegen akuten Geldmangels um Vorschuss. "... Durch das unerklärliche Ausbleiben von zwei Zeitschriftenhonoraren bin ich plötzlich so arg in Verlegenheit gerathen, daß ich mich mit meinem Vertrauen an Ihre Liebenswürdigkeit wenden muß. Wollen Sie mir bis in die ersten Tage des October 30 M.- vorstrecken? Ich erwarte Ihre gütige Antwort bald, denn ich bin, wie gesagt, ganz auf dem Trockenen, was doppelt störend ist, da ich in der neuen größeren Arbeit stehe ...". - "R. bezieht ein Zimmer in der Villa Waldfrieden, Berlin-Schmargendorf, Hundekehlestr. 11 ... R. hilft bei täglichen Hausarbeiten, hackt Holz, macht barfuß weite Wald- und Wiesenwege. R. raucht nicht und meidet Alkohol, hat eine Vorliebe für Tee später auch Kaffee" (Schnack, Rilke-Chronik, wo dieser frühe Brief nicht erwähnt wird).

Lot 2529, Auction  127, Roth, Eugen, Geschmücktes Gedicht an seine Frau + Beigabe. 1971

Roth, Eugen
Geschmücktes Gedicht an seine Frau + Beigabe. 1971
Los 2529

Nachverkaufspreis
180€ (US$ 207)

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Roth, Eugen, Münchener Erzähler, Lyriker und Kunstsammler, berühmt für seine heiter-philosophisch pointierten "Ein Mensch"-Verse (1895-1976). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Eugen". 1 S., geschrieben auf einem Original-Biedermeier-Blatt mit einem schönen Farbstich. Gr. 4to. (München) 15.XI.1971.
"Liebe Mammi! Ein Mensch schrieb' gern Dir ein Gedicht, / Jedoch, er weiss, Du magst das nicht. / Auch fünfundsechzig rote Rosen, / Die würden sicher Dich erbosen, / Von hundert vorgeschlagnen Gaben, / Da wolltest Du nicht eine haben ...". 12 Zeilen. Als namhafter Kunstsammler benutzt Roth hier ein reizvoll durch einen Farbstich geschmücktes Blatt aus der Zeit um 1820, das über einer blauen pflanzlichen Schmuckbordüre in einem Oval mehrfarbig Gartengeräte, Rosen und eine Sanduhr zeigt, umgeben von dem Text "Die Zeit entflieht. Doch meine Liebe nicht." - Beiliegend ein gut erhaltener Geldschein im Wert einer Rentenmark, von Eugen Roth eigenhändig beschriftet: "Erste Löhnung im zweiten Weltkrieg! Eugen Roth". - Zwei sehr ungewöhnliche und hübsche Dokumente aus dem Leben des Dichters.

Lot 2530, Auction  127, Sade, Donation Alphonse Marquis de, Brief an einen Herrn über eine "Affaire". Wohl vor 1800

Sade, Donation Alphonse Marquis de
Brief an einen Herrn über eine "Affaire". Wohl vor 1800
Los 2530

Nachverkaufspreis
2.500€ (US$ 2,874)

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Sade, Donatien Alphonse Marquis de, Namensgeber des "Sadismus", franz. Schriftsteller und Philosoph, berüchtigt für seine gewaltpornographischen Romane und persönlichen Verhaltungsweisen, verbrachte große Teile seines Lebens in Gefängnissen und Irrenanstalten (1740-1814). Eigh. Brief m. U. "Sade". 1 S. auf bläulichem Papier. 4to. O. O. (wohl vor 1800).
An einen Herrn, dem er zwei Papiere sendet und hierzu, in einiger Erregung, wie es scheint, die Umstände einer "Affaire" erörtert.

Lot 2531, Auction  127, Sagittarius, Caspar, Brief an Johannes Lader. 1675

Sagittarius, Caspar
Brief an Johannes Lader. 1675
Los 2531

Zuschlag
200€ (US$ 230)

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Sagittarius, Caspar, Barock-Schriftsteller, bedeutender Historiker deutscher Landschaften, Professor an der Universität Jena (1643-1694). Eigh. Brief m. U. "Caspar Sagittarius". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegel. 4to. Jena 5.II.1675.
Umfangreicher Brief an den Theologen und Historiker Johann Lader am Hochstift zu Naumburg, dem er seine neueste Veröffentlichung, Exercitatio historicae de Eccardo I., Misniae marchione, Jenae anno MII. sepulto (Jena 1675), übersendet und ausführliche Erörterungen zum Inhalt des Werkes (über Ekkehard I., Markgraf von Meißen und seinen Nachfolger Ekkehard II.) und den benutzten Quellen beifügt. Nennt verschiedene Autoren und ihre Beiträge zur Frühgeschichte Thüringens, die er ausgewertet hat und nun eingehend kommentiert und kritisiert. "... Bey Beschreibung der Abtei S. Georg vor Naumburg, darin sonst fast so viel errores, als Zeilen, gedenket er eines Raben, der in Stein gehauen. So E. WolEhrw. davon etwas bewußt, bitte umb communication. Auch da denselben etwas bewußt von Thoma Hebenstreit dem Abt selbigs Closters. Da auch sonsten E. WolEhrw. die Mühe auff sich nehmen wollen und was zur Erläuterung der Naumburgischen Historien dient, communiciren, soll es gerühmet werden. Habe auch deßwegen an den H. Syndicum geschrieben ...". - Gleichmäßg gebräunt; kleiner Ausriss durch Öffnen der Versiegelung. - Von großer Seltenheit; kein Nachweis eines Autographs von Sagittarius im JbdApr. 1950 ff.

Lot 2532, Auction  127, Schriftsteller und Publizisten, Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988

Schriftsteller und Publizisten
Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988
Los 2532

Zuschlag
1.000€ (US$ 1,149)

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Schriftsteller und Publizisten. Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988.
Großenteils sehr umfangreiche, gehaltvolle Briefe an politisch interessierte und engagierte Leser oder Rundfunkhörer, die kritische Anmerkungen oder Betrachtungen über NS-Vergangenheit oder aktuelle Politik gesandt hatten. Die Durchschläge dieser Gegenbriefe liegen zusätzlich meistens bei. Vorhanden: Jean Améry (eigh. Briefkarte, 1978). - Rudolf Augstein (masch. Brief, 1976). - Hans Bahrs (2 eigh. Briefe, 1976-1977). - Arnulf Baring (masch. Brief, 1971). - Ingeborg Drewitz (2 masch. Briefe, 1 masch. Postkarte, 1976-1978). - Ralph Giordano (2 masch. Briefe, 1986). - Günter Grass (masch. Brief, mit Umschlag, 1971). - Alfred Grosser (eigh. Brief und eigh. Vis.-Karte, 1975). - Joachim Günther (eigh. Brief, 1974). - Peter Hamm (masch. Brief, 1959). - Stephan Hermlin (kurzer masch. Brief, 1980). - Werner Höfer (3 masch. Briefe, 1969-1981). - Yaak Karsunke (3 masch. Briefe, 1967-1988). - Heinar Kipphardt (masch. Brief, 1981). - Arthur Koestler (4 masch. Briefe, 1972-1974). - Eugen Kogon (2 masch. Briefe, 1958-1967). - Joachim Maass (2 masch. Briefe, 1959). - Kurt Marti ( 2 masch. Briefe, 1 eigh. Brief-Karte, 1961-1967). - Fritz J. Raddatz (1 eigh. Brief, 2 eigh. Postkarten, 1 masch. Postkarte, 1976). - Ludwig Renn (2 kurze eigh. Briefe, 1964-1965). - Else Schimmelpfennig (2 eigh. Briefe, 1 masch. Werkverzeichnis, 1979). - Karl Schnog (2 masch. Briefe, 1956-1957). - Peter Scholl-Latour (masch. Brief, 1970). - Carola Stern (masch. Brief, 1961). - George Tabori (eigh. Brief in engl. Sprache, 1971). - Matthias Walden (4 masch. Briefe, 1979-1984). - Inge von Wangenheim (masch. Brief an Wolfgang Harich, 1983). - Aufschlussreiches Material zur Literatur, Geschichte, Öffentlichkeit und Vergangenheitsbewältigung in der Bundesrepublik Deutschland von den 1950ern bis in die 1980er Jahre. Meist mit diversen Beilagen zu den jeweiligen Autoren.





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Stammbuch
des Sebald Welser, Ratsherrn aus Nürnberg. 1575-1580
Los 2533

Zuschlag
15.000€ (US$ 17,241)

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Stammbuch des Sebald Welser, Ratsherrn aus Nürnberg. 94 Bl., mit insges. 106 Eintragungen, davon an Aquarellen und Deckfarbenmalerei enthalten: 38 Wappen-Darstellungen (davon 7 mit einem Bild verbunden) und 31 Trachten- und Szenenbilder sowie 1 Kupfertafel und 36 reine Schrift-Beiträge. 8vo (16,9 x 11,5 cm). rehbrauner Lederband des 17. Jhdts (Remboitage; Kanten berieben, Rücken am unteren Ende mit modernem Leder ausgebessert) aus einer päpstlichen Bibliothek, reich vergoldet mit floraler Ornamentik und päpstlichen Symbolen (Tiara, Schlüssel etc.) auf beiden Deckeln, sowie mit Rückenschild „1575“ und modernem Vorsatzpapier. 1575-1580.

Prachtvoll illustriertes und opulent gebundenes Stammbuch des 16. Jahrhunderts, entstanden auf der „Grand Tour“ des Nürnberger Patriziersohnes Sebald Welser (1557-1589), der sich 1582 vermählte, 1587 Ratsherr in Nürnberg und 1589 Gesandter auf dem Reichstag in Ulm wurde, wo er bald verstarb. Aus den vielen Beiträgen des Stammbuchs gehen als - teilweise mehrmals besuchte - Aufenthaltsorte hervor: Padua (1575-1576), Venedig (1575-1576, 1580), Löwen, Antwerpen (1577), Bologna (1579-1580), Florenz (1579), Rom (1579), Neapel (1579). Wie weit auch die jeweils nur einmal genannten Städte Köln, Passau (1576) und Regensburg (1579) als Aufenthalts- oder Durchreise-Orte zu werten sind, ist unklar. Die Beiträger des Bandes entstammen großenteils Adelsfamilien aus dem deutschsprachigen Raum, darunter junge Herren v. Ortenburg, Teuffenpach, Wiespurgk, Bodelschwingh, Borstell, Maltitz, Windischgrätz, Volhaim, Bernstein, Schönberg, Hochberg etc., aber auch viele Studenten aus dem Bürgertum sind vertreten. Die fast immer lateinischen Schrift-Beiträge sind auf den Blättern öfter in der Weise oben und unten platziert, dass in der Mitte Raum für eine Wappendarstellung belassen ist, auch wenn diese dann schließlich nicht erfolgte. Die sehr fein in beachtlicher Qualität ausgeführten Wappen, Trachten- und Szenenbilder scheinen großenteils von ein- und demselben Künstler zu stammen. Wenn sie nicht Sebald Welser selbst zuzuschreiben sind, so ist anzunehmen, dass er einen Reisebegleiter hatte, der in den Städten jeweils die vorherrschenden Trachten mit fast professionell wirkender Akribie und zierlicher Schönheit im Bilde festhielt. Doppelblattgroße Meisterstücke sind die Darstellung einer Papst-Audienz und eine Ausfahrt des Dogen von Venedig 1576 auf dem „Bucentaurus“, dem "navis qua Venetum Dux die Ascensionis Duni institur“. Die Trachten-Darstellungen zeigen alle gesellschaftlichen Schichten, vom Adels-Ornat über Karnevals-Kostüme, Universitäts-Talare und geistliche Roben bis hin zu Bettelmönchen und einem Flagellanten. - Die Blätter weisen naturgemäß Fingerflecken und andere Gebrauchsspuren auf, sind aber, wie der ganze Band, sorgfältig restauriert und bei dieser Gelegenheit mit weißen Blättern durchschossen worden, um die vielen Aquarelle und Gouachen zu schonen. - Sowohl Heraldikern als auch Kulturhistorikern bietet das Stammbuch des Sebald Welser kostbares Material zur Sozialgeschichte und Ikonographie des 16. Jahrhunderts.

Stammbuch
des Studenten v. Karstedt in Halle. 1767-1804
Los 2534

Zuschlag
1.100€ (US$ 1,264)

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Stammbuch des Studenten v. Karstedt in Halle (Saale). 237 (statt 262) pag. S. und 4 Bl. Register; davon 64 S. beschrieben oder illustriert. Mit 1 Wappenmalerei auf Pergament und 1 Trompe l'Oeil in mehreren Farben. Quer-gr. 8vo. Brauner Lederband d. Z. (stärker berieben und beschabt) mit ornamentalen Bordüren in Goldprägung auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie mit goldgepr. Rückenschild "Stamm-Buch", Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. 1767-1804.
Fast alle Eintragungen von adligen Kommilitonen in Halle, viele in Latein oder Französisch. Vertreten sind die Namen D. W. v. Arnim ("aus der Ukermark"), F. H. J. v. Jeetze, August v. Schlabrendorff, Ludwig Wilhelm Graf v. Gessler, E. v. Berlepsch, E. F. Vogt ("aus Berlin, Hofmeister der H. v. Arnim aus Sukow"), August Wilhelm v. Bismarck (aus Berlin), v. Massow, A. v. Hagen, v. Koeckritz, Carl Friedrich v. Berlepsch, J. G. Fritsche (aus Potsdam), C. D. v. Storch, Georg Friedrich Zimmermann, G. O. F. Rappard, F. F. v. Schierstedt, Wilhelm von Querenheimb, v. Sydow, Friedrich Chr. August von Arnim, Franz Carl Ladislaus v. Mosel, N. C. F. v. Burghausen, C. L. Curtius, Jean Thornton (aus London), v. Krosigk, Kircheisen (Jurist), Joh. Friedrich Lorenz, G. F. L. v. Uslar, Johann Andreas Riedel, G. A. und J. A. v. Schropp (aus Schlesien), F. H. Matthießen (1768 "von der Insul Sylt, aus Dännemark"), L. Hermann aus Dessau, Baron v. Dürckheim, v. Alvensleben, Ernst Ludwig Heim und viele andere. - Leider fehlen gemäß Paginierung 25 Blatt.

Stammbuch
eines "Heggi" Kaufmann aus Bern (Schweiz) 1809--1815 + Beilagen
Los 2535

Zuschlag
360€ (US$ 414)

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Stammbuch eines "Heggi" Kaufmann aus Bern (Schweiz). 61 Bl., davon 39 S. beschrieben oder illustriert. Mit 7 Aquarellen bzw. Gouachen und 4 kolorierten Kupferstichen. Quer-8vo. Geflammter brauner Lederband d. Z. (Deckel leicht gewölbt; Kanten berieben) mit goldgepr. Bordüren und Darstellung von Pfeil und Bogen nebst Köcher auf beiden Deckeln sowie Rückenvergoldung und Goldschnitt. 1809-1815.
Die Beiträge von Verwandten und Freunden in Bern, Burgdorf und Langenthal. Die farbigen Illustrationen zeigen Denkmäler der Freundschaft und ländliche Idyllen; eine Deckfarbenmalerei zeigt eine Ansicht von Burgdorf, signiert "J. D. Zürcher, Januar 1810". - Über einer Eintragung von einem Eduard Pillischody aus dem Jahr 1809 hat der Inhaber des Stammbuchs am 17. Sept. 1814 einen Nachruf hinzugefügt: "Dieser edle Jüngling verlohr sein Leben durch eine Kanonenkugel von dem Fort Erie in Kanada, wo er mit seinen übrig gebliebenen Gefährten den Amerikanern eine Batterie wieder wegnahm." - Etwas stock- und fingerfleckig. - Lose beiliegend eine Grisaille-Zeichnung, ein kolorierter Kupferstich und eine kuriose, überaus dilettantische Beschreibung des Stammbuchs aus einem Antiquariatskatalog. - Ferner beiliegend: Stammbuch-Kassette einer jungen Dame aus dem schlesischen Gottesberg. 19 lose Bl., davon 21 S. beschriftet. Innendeckel mit 2 kolor. Kupferstichen. Quer-kl. 8vo. Halbleder-Kassette mit reicher Tinsel-Vergoldung (minimal defekt) auf beiden Deckeln, Rückenbeschriftung "Amitié 1848" sowie imitiertem Goldschnitt. 1854-1865. - Die Beiträge von Verwandten und Freundinnen, meist in Schreiberhau, ferner Hermsdorf und Rochlitz (alle Schlesien).

Stammbuch
einer jungen Dame in Merseburg. 1811-1820
Los 2536

Zuschlag
320€ (US$ 368)

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Stammbuch einer jungen Dame in Merseburg. Ca. 71 Bl., davon 28 S. beschrieben oder illustriert. Mit 6 Aquarellen. Quer-8vo. Ziegelroter Pappband d. Z. mit schwarzem Rücken und der Aufschrift "pour mes amies"; Deckel und Rücken mit goldgeprägten Bordüren und Eckfleurons, die Deckel mit grünem ovalen Mittelstück, gleichfalls mit floraler Goldprägung. Goldschnitt und marmorierte Vorsätze. In marmoriertem Karton-Umschlag (dieser beschabt). 1811-1820.
Fast alle Eintragungen von Freundinnen und Freunden in Merseburg. Eines der Aquarelle zeigt eine hübsche farbige Gesamtansicht von Merseburg, gefertigt vom "Bruder Friedrich Volckmann" der Stammbuch-Inhaberin. Ein anderes Blatt enthält eine Landschaft mit einer Vase im Mittelpunkt, darüber eine aus den Wolken kommende Hand, die eine Waage mit den Schalen "Liebe" und "Schmerz" hält. Die anderen reizvollen Malereien, teils mit Deckfarben, zeigen Blumengebinde. - Lose beiliegend 1 Blatt mit Aquarell von 1820, ferner 2 vielleicht nicht hierzu gehörige Blätter mit einer Blumenstickerei bzw. einem kolor. Kupferstich. - Stellenweise leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Stammbuch
des Carl Felix Colberg aus Berlin 1812-1814 + Beigabe
Los 2537

Nachverkaufspreis
170€ (US$ 195)

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Stammbuch des Carl Felix Colberg aus Magdeburg oder Berlin, wo die Mehrzahl der Verwandten wohnte. Ca. 73 Bl., davon 41 S. beschrieben oder illustriert. Mit 7 aquarellierten Federzeichnungen und 3 kolorierten Kupferstichen. Quer-8vo. Brauner Lederband d. Z. (berieben, das Kapital etwas defekt) mit goldgepr. Bordüren auf beiden Deckeln, Rückenvergoldung mit Rückenschild "Der Freundschaft geweiht" sowie Stehkantenvergoldung und Goldschnitt. 1812-1814.
Reizvoll illustriertes Stammbuch, das zwar nur drei (politisch bewegte) Jahre umfasst, den Inhaber jedoch auf einige Reisen begleitet. Die Beiträge stammen von Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten vornehmlich in Berlin, ab 1812 aber bereits Magdeburg, wo der Vater und Freunde wohnen, dann Strehlen, Leipzig (?), Hamburg und 1814 nur noch Neuwied. Die hübschen Illustrationen zeigen ein Bauernhaus, idyllische Schäfer-Szenen, Tempel und Denkmäler der Freundschaft, Blumengebinde sowie 1 Blatt mit farbigen Symbolen einer Leipziger Burschenschaft. - Dabei: Stammbuch der Ida Hiege aus Stendal. 34 Bl., davon 17 S. beschrieben oder illustriert. Mit 4 kolorierten Kupfertafeln und 1 mit Goldschrift bedruckten Titelblatt. Quer-8vo. Ziegelroter Halblederband d. Z. mit goldgeprägten Bordüren und Vignetten auf beiden Deckeln sowie Rückenvergoldung und Aufdruck "Denkmal der Freundschaft". Goldschnitt. 1837-1842. - Die Eintragungen von Verwandten und Freundinnen. Nur der früheste Beitrag in Stendal, die weiteren in Potsdam und Angermünde. Die reizvollen kolorierten Kupfer zeigen Liebes- und Harmonie-Szenen, sind nummeriert und scheinen aus der Berliner Werkstatt von C. Schauer zu stammen.

Lot 2538, Auction  127, Stammbuch, der Anna Mayer in Heidelberg. 1859-1860

Stammbuch
der Anna Mayer in Heidelberg. 1859-1860
Los 2538

Nachverkaufspreis
100€ (US$ 115)

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Stammbuch der Anna Mayer in Heidelberg. 63 Bl., davon 32 S. beschrieben oder illustriert. Mit 5 Farblithographien, 1 Stahlstich, 4 Photographien (teils nach Gemälden), 2 ornamentalen Schriftdrucken und 2 getrockneten Blüten. Quer-4to (17 x 23 cm). Lederband d. Z. (unteres Kapital etwas defekt) mit Gold- und Blindprägung auf beiden Deckeln sowie dem vergoldeten Aufdruck "Album" und Goldschnitt. 1859-1860.
Fast alle Beiträge (meist Gedichte) von Verwandten, Freundinnen und Freunden in Heidelberg. Die Abbildungen, darunter zwei schöne Farblithographien mit Ansichten nicht bezeichneter Gebäude (in oder bei Heidelberg?), waren früher oftmals ins Blatt gesteckt, sind jetzt aber z. T. gelöst. - Gleichfalls lose beiliegend 8 Briefe eines Oheims der Anna Mayer aus dem Zeitraum 1878-1882, geschrieben in Ingolstadt, Landshut und Gößweinstein.

Lot 2539, Auction  127, Stammbuch, eines Buchbinders aus Zürich. 1864-1871

Stammbuch
eines Buchbinders aus Zürich. 1864-1871
Los 2539

Zuschlag
1.300€ (US$ 1,494)

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Stammbuch eines Buchbinders aus Zürich. Ca. 127 Bl., davon ca. 115 S. beschrieben oder illustriert. Mit ca. 84 Abbildungen in Lithographie, Stahlstich, Bleistiftzeichnung oder Photographie, dazu 2 Bl. mit getrockneten Pflanzen. Quer-gr. 4to (20,5 x 28 cm). Lederband d. Z. (Kanten bestoßen; vom Deckel-Dekor mit 8 Perl-Knöpfen fehlt 1 Knopf) mit Goldprägung, aufmontierter farbiger Ansicht als Mittelstück und goldgepr. Aufdruck "Erinnerung an die Schweiz". 1864-1871.
Die ersten Eintragungen (meist Gedichte) stammen aus Aarau und Zürich im Sommer 1864, wo der Inhaber des reichhaltigen Albums anscheinend eine Buchbinderlehre beginnt. Etwa nach der Hälfte des Bandes, 1867, beginnen bis 1871 andauernde Eintragungen in Chemnitz, wo sich wieder Buchbinderkollegen einschreiben, und es folgt eine Reihe von lithographischen und photographischen Ansichten aus Deutschland. Mehr als 30 Lithographien, Stahlstiche und kleine Photos nach Lithographien zeigen Schweizer und Südtiroler Ansichten, wobei die großen und kleinen farbigen Stücke zum Teil reizvoll und dekorativ sind. Die farbigen Ansichten bewegen sich zwischen 12,5 x 18,5 cm und 7,5 x 11 cm. Auch die schönen lithographischen und Stahlstich-Ansichten aus Deutschland (Elgersburg, Gotha, Coburg, Schwarzburg, Aachen und Neckarsteinach, letzteres in prächtiger Farblithographie) tragen zum Wert des Albums bei. Sogar eine gefaltete Gesamt-Ansicht von Hamburg aus der Vogelschau (17,5 x 32 cm) ist vorhanden. Die 37 Photos, darunter 15 Porträts, mit ihren Reproduktionen von Graphiken und Gemälden bewegen sich meist im Visit-Format, während die Original-Lithographien mit Ansichten öfter Blattgröße erreichen. - Einige lose Schrift-Beilagen.

Lot 2540, Auction  127, Poesie-Album, eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 1854-1858

Poesie-Album
eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 1854-1858
Los 2540

Zuschlag
340€ (US$ 391)

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Poesie-Album eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 36 Bl., davon 54 S. beschrieben. Goldschnitt. Quer-gr. 4to. Brauner Lederband d. Z. (berieben) mit Gold- und Blindprägung sowie vergold. Aufdruck "Album". Sorau und Neisse 1854-1858.
Umfangreiche Gedicht- und Prosa-Zitate, eingetragen von Freundinnen in Sorau und Neisse. Im März 1854 in Sorau beginnend, stammen die Beiträge großenteils von jungen Mädchen aus Adelsfamilien. Am 22. März, "Sorau 14 Tage vor Deiner Confirmation", trägt sich als ihr "Seelensorger" der "Archidiaconus" M. Kirchner ein. Als erste hatte sich Cäcilie v. Schlicht im Album verewigt; es folgen Clementine v. Goldammer, Clothilde v. Schwarzkoppen, Agathe v. Bredow, Thekla Deutsch, geb. v. Horn, Elise, Ida und Eveline v. Gallwitz, Carola, Marie, Jenny und Auguste v. Sobbe, Wilhelmine v. Prondzynska, Toni und Minna v. Triebenfeld, Elisabeth v. Diezelski, Emma v. Kriegstein, Lina v. Schickfuß, Anna v. Besserer. 3 Eintragungen stammen nicht aus Sorau oder Neisse: 1855 Onkel und Tante v. Goldbeck in Hamm sowie 1858 Louise v. Borcke in Berlin. Ferner ein Anzahl bürgerlicher Familien. Zitiert werden längere Passagen aus Werken von Jean Paul, Matthisson, Uhland, Leopold Schefer, Lenau, Geibel, Heine, Victor Hugo und anderen. - Beiliegend handschriftliche Notizen eines Johannes Meyer in Berlin zur Provenienz des Albums, das angeblich einst auch eine Eintragung des Dichters Joseph von Eichendorff enthielt, wozu Meyer notiert: "habe ich für 7,50 Mk West verkauft." - Eichendorff starb 1857 in Neisse.

Stammbuch-Kassette
eines jungen Herrn Zehme aus Kreypau bei Leuna. 1806-1819
Los 2541

Zuschlag
180€ (US$ 207)

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Stammbuch-Kassette eines jungen Herrn Zehme aus Kreypau bei Leuna. 26 lose Bl. mit Goldschnitt, davon 31 S. beschrieben oder illustriert. Mit 3 Blumenstickereien und 2 Kupferstich-Ansichten. Quer-gr. 8vo. Braune Leder-Kassette d. Z (Rücken und Kanten beschabt) mit goldgepr. Amphoren-Darstellungen auf beiden Deckeln sowie imitiertem Grünschnitt. Mit marmoriertem Papp-Schuber (dieser defekt). 1806-1819.
Die Beiträge von Verwandten, Freunden und Freundinnen in Kreypau, Leipzig, Merseburg, Schandau und Bautzen, meist im Jahr 1819. Die beiden gestochenen Ansichten zeigen in und bei Merseburg das Schloß und "Beyers Caffeehaus".

Lot 2542, Auction  127, Thiess, Frank, 170 Briefe an ihn. 1923-1928

Thiess, Frank
170 Briefe an ihn. 1923-1928
Los 2542

Zuschlag
1.000€ (US$ 1,149)

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Thiess, Frank, Schriftsteller, Publizist, Dramaturg, Regisseur, Kritiker und Literaturhistoriker, Mitglied zahlr. literar. Gesellschaften, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und anderer Auszeichnungen, prägte den Begriff "Innere Emigration" (1890-1977). Sammlung von mehr als 170 Briefen und Postkarten an Frank Thiess. Großenteils mit den Umschlägen. 1923-1928.
Große Sammlung literarischer Schreiben deutschsprachiger Autorinnen und Autoren an den ungemein fruchtbaren und vielseitigen, in vielen Bereichen engagierten Frank Thiess; meist umfangreiche eigenhändige Briefe. Darunter: Vicki Baum, Walter Bloem (3), Bernhard Diebold, Otto Flake (14), Georg von der Gabelentz, Paul Gurk, Friedrich Holthaus, Arno Holz, Klabund, Rolf Lauckner (11), Elfriede Lauckner-Thum (Lauckners Ehefrau, Malerin, 7), Florence Losey (Thiess' Ehefrau, Opernsängerin, 62), Walter von Molo (2), Thassilo von Scheffer (3), Otto Wirz (28), Arnold Zweig. - Ferner ca. 35 Briefe und Karten weiterer Personen, großenteils zu Thiess' und eigener literarischer Tätigkeit, darunter Autoren aus Skandinavien und dem Baltikum. Dazu eine Anzahl teils gedruckter Schriftstücke zu verschiedenen Themen. - Reiches Material, mit vielen Einblicken in den deutschen Literaturbetrieb der 1920er Jahre - eine wichtige Ergänzung zu Thiess' Nachlass, der in der Hessischen Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrt wird.

Tucholsky, Mary
36 Briefe und Karten an Claus und Katharina Clauberg. 1960-1982
Los 2543

Nachverkaufspreis
1.000€ (US$ 1,149)

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Tucholsky, Mary (geb. Gerold), Kurt Tucholskys zweite Ehefrau und Nachlaß-Verwalterin, Gründerin des Kurt Tucholsky-Archivs in Rottach-Egern, Herausgeberin zahlreicher Einzelwerke, Briefe und Tagebücher Tucholskys sowie der 10bändigen Ausgabe Gesammelter Werke (1898-1987). Sammlung von 36 Briefen und Brief-Karten m. U. "Mary Tucholsky" sowie 29 Briefumschlägen und mehreren Beilagen. Rottach-Egern 1960-1982.
Reichhaltige Sammlung von masch. Briefen und Brief-Karten (davon 4 handschriftlich) an den Komponisten Claus Clauberg (1890-1963) und seine Witwe, die Sängerin Katharina Witt. Clauberg hatte eine Reihe von Texten Kurt Tucholskys bereits zu dessen Lebzeiten vertont und war trotz sozialistischer Gesinnung nach 1933 in Deutschland sowie nach 1945 mit seiner Ehefrau in der DDR verblieben. Die Briefe (und 5 Durchschriften von Gegenbriefen der Adressatin) handeln von den Tucholsky-Kompositionen Claubergs und von Veranstaltungen mit Texten Tucholskys in der DDR sowie ausführlich von den unermüdlichen Bemühungen Katharina Witt-Claubergs, das Andenken an ihren Mann zu beleben, seine Kompositionen im Rundfunk und auf Veranstaltungen unterzubringen sowie Tantiemen und andere Erlöse zu erwirken. Mary Tucholsky hilft ihr nach Möglichkeit und läßt ihr auch kleine DM-Spenden zukommen. Ihre Äußerungen über das Tucholsky-Archiv geben auch Aufschlüsse über die Entwicklung des Archivs im Verlauf der 22 Jahre.

Lot 2544, Auction  127, Verne, Jules, Billet an einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). 1885

Verne, Jules
Billet an einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). 1885
Los 2544

Zuschlag
1.500€ (US$ 1,724)

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Verne, Jules, franz. Schriftsteller, weltberühmter Verfasser utopischer Romane (1828-1905). Eigh. Brief (Billet) m. U. "Jules Verne". 1/2 S. Doppelblatt. Mit eigh. Umschlag. Kl. 8vo. O. O. 17.V. 1885.
An einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). "... Je ne pas trouve rien de mieux a vous transmettre en une phrase que mes remerciments pour votre aimable lettre et l'avarance de toute ma consideration ...". - Mit eigenhändigem Umschlag, bei dem leider der Name des Adressaten überstempelt ist und später auch die Briefmarke ausgeschnitten wurde.

Lot 2545, Auction  127, Vesper, Guntram, Signiertes Manuskript einer Gedichtsammlung. 1959

Vesper, Guntram
Signiertes Manuskript einer Gedichtsammlung. 1959
Los 2545

Zuschlag
140€ (US$ 161)

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Vesper, Guntram, Lyriker und Erzähler (1941-2020). Eigh. Manuskript einer Gedichtsammlung mit Unterschrift "Guntram Vesper" am Schluß. 18 Bl., davon 19 S. beschrieben. Bräunliches, büttenartiges Papier mit Fadenheftung. 8vo. O. O. 1959.
"Die Erinnerung an die Erinnerung. Documentagedichte 1959." Kurze Einleitung über Vespers Documenta-Besuch in Kassel, dann 15 Gedichte, jeweils eines pro Blatt, dann ein zweiseitiger, von Vesper kommentierter Bericht aus der Bild-Zeitung über einen Mann, der aus Mordlust nachts auf die Weiden ging und Rinder schlachtete. - An mehreren Stellen Wörter oder Sätze geändert oder getilgt.

Lot 2546, Auction  127, Viebig, Clara, Eigh. Postkarte und handschr. Visitenkarte. 1919-1925

Viebig, Clara
Eigh. Postkarte und handschr. Visitenkarte. 1919-1925
Los 2546

Nachverkaufspreis
180€ (US$ 207)

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Viebig, Clara, Schriftstellerin, bedeutende Erzählerin (1860-1952). Eigh. Postkarte und eigh. Visitenkarte m. U. "Clara Viebig". Zus. 3 S. Berlin-Zehlendorf 11.VII. 1925 bzw. 1.I.1919.
An den Schauspieler, Regisseur, Intendant und Schriftsteller Curt Elwenspoek in Stuttgart, der sie nach einer Handschrift des berühmten "Schinderhannes" gefragt hatte, weil sie dessen Prozess-Akten eingesehen hatte. "... Ich kann Ihnen leider nicht bestimmt sagen, ob ich die erwähnte Handschrift - das Original - in den Akten zum Schinderh.-Prozeß gesehen habe, oder ob ich mir das Scherz halber erlaubt habe. Ich weiß es nicht mehr; feststellen kann ich das erst, wenn ich im Herbst wieder in jene Gegend komme. Jedenfalls steht in der Reiterles-Kapelle, die berüchtigt war durch die Ueberfälle, keine Inschrift von des Räubers Hand mehr, und ich habe auch dort keine mehr gesehen. Die Kapelle ist innen restauriert ...". - Von Elwenspoek erschien in demselben Jahr das Buch "Schinderhannes. Der rheinische Rebell. Erste kritische Darstellung nach Akten, Dokumenten und Überlieferungen". - Die Visitenkarte ist sozusagen als Albumblatt gedacht: "Wer eine Hoffnung hat ist reich - hoffen ist an sich schon ein Glück! Clara Viebig."

Voltaire, Fr.-M. Arouet, gen.
Brief an den Buchhändler Lambert über mehrere seiner Werke. Wohl um 1770
Los 2547

Zuschlag
4.600€ (US$ 5,287)

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Voltaire, François-Marie Arouet, gen., Schriftsteller und Philosoph, der führende franz. Aufklärer des 18. Jhdts, von europaweitem Einfluß (1694-1778). Eigh. Brief m. U. "V". 3 S. Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. 4to. O. O. 8.XI. (um 1770?).
Wichtiger, umfangreicher Brief an den Buchhändler Lambert in Paris, "à coté de la Comédie Française", über mehrere von Voltaires Werken. Dieser bedankt sich für Lamberts Brief und teilt mit: "... monsieur dargental a pour vous un exemplaire corrigé de l'orphelin de la Chine". - Das höchst erfolgreiche Stück erschien 1755 im Druck. - Dann verlangt Voltaire ausgedehnte Änderungen an seiner Tragödie "Semiramis": "il y a une grande faute dans Sémiramis au second acte dans la scene entre assur et cédar, voyez comme il faut restituer cet endroit ...". Es folgen 20 Zeilen geänderter Text der 1749 im Druck erschienenen Tragödie; dazu Voltaires Kommentar: "... presque tout est changé dans ces pièces et dans plusieurs autres." Auch weitere Werke kommen zur Sprache: "... les melanges de litterature ont dix sept chapitres nouvaux et je travaille au 18ième. - les elements de neuton [Newton] ont été imprimez d'une manière absurde. les figures expriment souvent le contraire de ce quelles doivent exprimer. d'ailleurs cet ouvrage est refondu. les préfaces des comédies de molière ne sont pas de moy ... l'histoire generale qui est en quelque façon l'histoire de l'esprit humain est ce que m'occupe le plus: et peut-être cest de tous mes ouvrages celuy que se vendra le moins male ...". - Bedeutender Brief, in dem Voltaire gleich zu mehreren seiner Werke Stellung bezieht.

Lot 2548, Auction  127, Voss, Luise Gräfin von, Brief an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué. 1816

Voss, Luise Gräfin von
Brief an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué. 1816
Los 2548

Zuschlag
300€ (US$ 345)

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Voss, Luise Gräfin von, geb. von Berg, Berliner Salonnière ab 1808, Mitglied des Tugendbundes, stand in Kontakt mit zahlreichen Schriftstellern und Politikern, u. a. mit Jean Paul und Königin Luise befreundet, deren Biographie sie auch schrieb (1780-1865). Eigh. Brief m. U. "Luise Vos". 21/4 S. auf 2 Bl. mit Adresse. 4to. (Berlin 1816).
Ausführlich an den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué in Nennhausen. Entschuldigt sich für die Seltenheit ihrer Briefe. "... Sie wissen ja nun einmahl wie es mit mir steht in puncto des Schreibens, daß nur eine besondere Veranlassung oder ein querelliger Harnisch mich dazu bringen kann - u. doch würde ich geschrieben haben um für Ihren freundlichen Brief zu danken, wenn ich nicht an jedem Maytag erwartet hätte daß er uns den Dichter zuführen würde. Da nun aber heute der letzte Tag des Mays ist u. Sie noch nicht da sind, so ergreife ich die Feder, um schriftlich um die Absolution zu bitten, die ich mündlich zu erlangen hoffte ... Von hier weiß ich Ihnen wenig zu sagen, ausser daß Ihr Freund Segemund besser ist u. ich ihn gestern in der Justinianischen Gallerie an seinem ersten Ausgang begrüßt habe. Diese Gallerie wäre allein eine Reise hieher wehrt - sie mus aber ordentlich gründlich studirt werden, wenn man den vollen Genuß daran haben will; auch das herliche Danziger Bild ist izt noch dabey. Neuigkeiten schreibt Theodor u. wird bald erzählen - ich frage also nur nach, wie es mit der Sängerliebe steht, soll denn der Frühling vergehen ehe Sie sie uns mittheilen? - Ich erbitte sie mir ganz eigens als Begleitung in die öde Unterwelt wohin ich nun in Kurzem abgehe. Adieu lieber Fouqué - schreiben Sie mir nur immer bisweilen, auch nach Schoenfeldt, wohin die Briefe mir eine wahre Wohlthat sind ... Wissen Sie denn daß izt ein französischer Gesandter hier ist, ein Marquis de Bonay der die Undine u. einen Theil des Zauberringes übersetzt hat ...". - Charles François, Marquis de Bonnay, französischer General und hoch dekorierter Staatsmann unter der Revolutionsregierung und unter Ludwig XVIII., war ab 2. März 1816 Sondergesandter in Berlin (1750-1825). - Mit der "Justinianischen Gallerie" ist die berühmte Sammlung Giustiniani gemeint, die ein Teil des Grundstocks der Berliner Gemäldegalerie wurde. - Leicht gebräunt; ein Blatt mit 2 Eck-Abrissen, ein Ausriss am Adressblatt alt restauriert, mit Fouqués [?] Anmerkung: "Das Siegel habe ich selbst so zerrissen." - Sehr selten.

Lot 2549, Auction  127, Wright, Thomas, 2 Briefe an Stephan Ladislaus Endlicher. 1836-1838

Wright, Thomas
2 Briefe an Stephan Ladislaus Endlicher. 1836-1838
Los 2549

Zuschlag
200€ (US$ 230)

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Wright, Thomas, englischer Schriftsteller, Gelehrter und Altertumsforscher, Herausgeber zahlreicher mittelalterlicher Texte und Mitbegründer der British Archaeological Association (1810-1877). 2 eigh. Briefe m. U. in englischer Sprache. 5 S. auf Doppelblättern, eng beschrieben. 8vo. Paris, 28.VII.1836 und London, 30.V.1838.
Zwei Schreiben an den Wiener Botaniker, Sinologen und Philologen Stephan Ladislaus Endlicher (1804-1849). Inhaltlich dichte Briefe über altenglische und mittelalterliche Literatur, mit vielen fachlichen Anspielungen und Literaturhinweisen. Thematisiert wird u. a. die anonyme Komödie Babio, ein in 484 Versen verfasstes Elegiendrama des 12. Jahrhunderts, wobei Wright Endlicher um dessen Einschätzung bittet: "... I should like to know what you think about the Babio, and who do you think is likely to be the author of it? Do you not think that the form about the Norfolk People, and the Rhyming songs are curious? ...". Darüber hinaus berichtet Wright von seinen Arbeiten an einem Vorwort sowie seinen Studien zur Komödie Geta des Vitalis von Blois, einer der frühesten bekannten Bearbeitungen des Amphitruo von Plautus, und behandelt weitere fachliche wie persönliche Angelegenheiten, darunter den Tod seines Vaters. Namentlich erwähnt wird auch mehrfach der gemeinsame Freund Ferdinand Wolf (1796-1866), österreichischer Romanist, Bibliothekar an der Wiener Hofbibliothek und Mitbegründer der Akademie der Wissenschaften in Wien. – Mit Falt- und leichten Eckknickspuren.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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