Artist Index: Biblia germanica


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Los 1108Biblia germanica
Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch.

Auktion 126

Nachverkaufspreis
6.000€(US$ 6,818)

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Biblia germanica. - Biblia. Das ist: Die gantze heylige Schrifft, Teutsch. D. Mart. Luther. 4 Teile in 1 Band. 20 Bl., 316 num. Bl.; 216 num. Bl.; 370 num. Bl., 2 Bl; 82 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Titelbordüren, großer Holzschnittvignette und 141 teils später, unfachmännisch ankolorierten Textholzschnitten von J. Bocksperger und J. Amman ohne das Holzschnitt-Porträt. Titel in Rot und Schwarz. 35 x 23,5 cm. Leder d. Z. (berieben, mit kleinen Fehlstellen und Kapitale mit teils hinterlegten Einrissen) über Holzdeckel und 7 Bünden mit 8 Messingbeschlägen und zwei Messingschließen. Frankfurt, (Georg d. Ä. Rab, Erben W. Han und S. Feyerabend), 1569.
VD16 ZV 1505. Heitz Tafel XXXV, Nr. 34. Vgl. Schmidt 245-247. – Frühe seltene Ausgabe aus der Offizin von Georg Rab, W. Han und S. Feyerabend. Erstmals im Jahre 1564 in der Offizin von S. Feyerabend erschienen. Enthält das Alte und Neue Testament, "Die Propheten all deutsch" und "Biblisch Namen und Chronick Buch". Mit den vereinzelt monogrammierten Holzschnitten von J. Bocksperger und Jost Amman (1539-1591). "Die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit dem Text offenbart sich besonders im alten Testament auf Schritt und Tritt. Es ist ein echtes Suchen nach konkreter Vorstellung der heiligen Geschichte, die turmhoch über dem hohlen Pathos der späteren Bibelillustration steht. Die von Jost Ammans Künstlerhand selber geschnittenen Bilder ... gehören zu den besten Bibelillustrationen, die uns der alte Protestantismus hinterlassen hat." (Schmidt). – Titel knapp beschnitten und auf Papier aufgezogen, Porträt und zwei Blätter der Vorrede als moderne Kopie eingebunden. Vereinzelte Seiten verstärkt, insgesamt etwas braun- und fingerfleckig, etwas feuchtrandig, vereinzelt mit kleineren Einrissen und hs. Notizen. Dritter Titel mit größerer Fehlstelle (rechte untere Ecke), Blatt 292 mit größerer Fehlstelle.

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Los 717Biblia germanica
Das naw testament nach lawt der Christlichen Kirchen bewerten text

Auktion 125

Zuschlag
10.000€ (US$ 11,364)

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Erste Ausgabe der ersten antilutherischen Bibelübersetzung
Biblia germanica. - Das naw testament nach lawt der Christlichen kirchen bewerten text, corrigirt, und widerumb zu recht gebracht. 1 (statt 4) nn., CXCVI Bl. Titel in Rotdruck. Mit szenischem Titelholzschnitt und 27 (statt 28) zumeist blattgroßen Textholzschnitten sowie einigen figürlichen Holzschnittinitialen. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und etwas beschabt, Gelenke angeplatzt, Kapitale bestoßen, VDeckel gelockert, Deckelbezüge mit Kratzspuren, ohne die Schließen; datiert und monogrammiert: "V 1525 K"). (Dresden, Wolfgang Stöckel, 1527).
VD16 B 4374. STC 111. Darlow-Moule II,1, 4191. Bibliotheca biblica, Verzeichnis einer sehr bedeutenden Bibelsammlung, Köln 1843, S. 11. ADB VI, 96f. NDB IV, 488 f. Panzer, Geschichte der römisch-katholischen Bibelübersetzung. Nürnberg 1781, S. 34f. Nagler, Monogrammisten, III, 94. – Erste Ausgabe der antilutherischen Bibelausgabe von Hieronymus Emser (1478-1527). Von Herzog Georg von Sachsen in Auftrag gegebene Übersetzung, "durch Text, Vorreden, Glossen, Buchformat und Bildausstattung ist sie der katholische Gegenentwurf zu Luthers 'Septembertestament' und den ihm folgenden Editionen ... Emsers heftige Abneigung, sein Haß gegenüber den Lutheranern kann nicht verbergen, wie sehr die Reformation auf ihn und die alte Kirche bereits gewirkt hat. Bei aller Ablehnung war es nicht mehr möglich, die Heilige Schrift unübersetzt zu lassen und eine 'Reformation der Reformation' auf dem Verordnungswege durchzuführen. Die Macht des Faktischen ging so weit, daß Herzog Georg und Emser es nicht wagen konnten, eine ganz unillustrierte Bibel zu edieren" (Reinitzer 111). So wurden auf Drängen Emsers Lukas Cranachs Holzstöcke zu Luthers Neuem Testament (1522) mit den polemischen Illustrationen zur Offenbarung erworben, zwar in der leicht entschärften Form der Dezemberausgabe (die Papstkronen in drei Bildern waren getilgt worden), dennoch wurde damit auch dem katholischen Publikum der Fall Babylons als der Untergang Roms dargestellt und Herzog Georg selbst ist im 9. Bild als gegen das Volk wütender Löwenreiter porträtiert (vgl. Schmidt, Illustration der Lutherbibel S. 93 ff.). Lediglich zwei Cranach-Holzschnitte (Nr. 5 und 6 der insgesamt 21 Bilder umfassenden Folge) konnten offenbar nicht mehr beschafft werden und wurden ersetzt durch kleinere Illustrationen Georg Lembergers, der auch die weiteren Holzschnitte beisteuerte. "Luther's famous antagonist Hierome Emser brought out this version of the N.T." (Darlow-Moule). "In seiner Polemik konnte er doch nicht schweigen und folgte gern der Aufforderung seines Herzogs und des Bischofs von Merseburg, an Luther's Übersetzung des Neuen Testaments Kritik zu üben. In einer Schrift vom Jahr 1523 wollte er Luthern nicht weniger als 1400 Fehler und ketzerische Irrthümer in seiner Uebersetzung nachgewiesen haben ... Im Jahr 1527 gab er selbst eine Übersetzung heraus. Sie erwies sich als ein großartiges Plagiat der lutherischen, in der nur hin und wieder Veränderungen nach der Vulgata vorgenommen sind. Trotzdem erlebte sie eine große Zahl von Auflagen" (ADB). – Es fehlen drei Blatt der Vorstücke, darunter einer der blattgroßen Holzschnitte. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, anfangs mit Braunfleck in der oberen rechten Ecke, erste Blatt mit Wurmspuren im weißen Rand, zwei Textblatt zu Beginn mit grünem Farbfleck und Anstreichung in Rot im Seitenrand. Seitenschnitt mit Blattweiser. Gut erhaltenes Exemplar im datierten und monogrammierten Einband ("V 1525 K"). – Beigebunden: Augustinus von Hippo. Quattuor libri de Doctrina Christiana: omnibus qui sacrã scripturã. Vel recte intelligere vel fructuose predicare volũt. 57 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Titelholzschnitt. (Leipzig), Melchior Lotter, Mai 1515. - VD16 A 4195. STC 53. Nicht bei Adams. - Nach der Kölner Inkunabelausgabe von Bartholomäus de Unkel der zweite Separatdruck von Augustinus' Lehrbuch, in welchem er Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. Die Edition besorgte der Humanist Johannes Böhm (um 1485-1534). - Etwas fleckig, wenige Blatt leicht gebräunt, Blatt K1 lose, die Schlusslage gelockert, die letzten beiden Blatt mit Wurmspur im weißen Seitenrand. Vor allem zu Beginn mit zahlreichen zeitgenössischen Annotationen. Schöner Antiquadruck.

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Los 703Biblia germanica
Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483

Auktion 125

Zuschlag
240€ (US$ 273)

Details

Biblia germanica. Daraus 1 Blatt (Seite127) mit koloriertem Holzstich. 32 Zeilen bzw. verso 51 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 32 x 18,5 cm. Format: 38,5 x 25,5 cm. Nürnberg, A. Koberger, 17.II.1483.
GW 4303. Hain 3137. – Einzelnes Blatt aus "Biblia germanica" aus der Offizin A. Koberger (1440-1513). Der kolorierte Holzschnitt zeigt Eli, dem der Tod seiner Söhne verkündet wird; im Hintergrund tragen die Philister die Bundeslade fort. – Leicht stockfleckig mit winziger Fehlstelle am Außensteg (Text nicht betroffen), sonst sehr gutes einzelnes Blatt mit hübsch koloriertem Holzstich.

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Los 380Biblia germanica
Sacra Biblia - Das ist: Die ganze heilige Schrifft

Auktion 124

Zuschlag
220€ (US$ 250)

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Biblia germanica. - Sacra Biblia. Das ist: Die ganze heilige Schrifft alten und neuen Testaments nach der letzten römischen Sirtiner Edition ... 32 Bl., 654 S., 278 S., 243 S., 1 Bl. Mit gestochenem Titel, 2 Holzschnitt-Vignetten auf denTiteln, zahlreichen Holzschnitt-Initialien und 25 Kupfer-Tafeln v. E. Nunzer und Joh. Alex. Boener. 36,5 x 24 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen, mit Fehlstellen am oberen Kapital und am Rückengelenk) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Bamber, Abraham von Werth für Johann Ziegern und Georg Lehmann, 1701.
VD18 14792400. Bibelsg. d. WLB Stgt., E1013. Strohm E 1013. – Die dritte Ausgabe von Caspar Ulenberg (1548-1617) übersetzt mit den hübschen Heiligen Darstellungen von Engelhard Nunzer (1661-1733) und Johann Alexander Boener (1647-1720). – Vortitel und gestochener Titel etwas gelöst, teils braun-, feucht- und fingerfleckig, mit Randläsuren und umgeknickten Ecken.

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Los 320Biblia germanica
Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther

Auktion 124

Zuschlag
10.000€ (US$ 11,364)

Details

Fürstliches Exemplar des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. in Künstlerkolorit von Johannes Schnelboltz
Biblia germanica. - Das Newe Testament, Verdeudscht durch Luther. Mit den Summarien M. Viti Dieterichs. 367 num. Bl. (recte 347; Bl. 202-221, 305, 306 in Foliierung übersprungen, Bl. 257 und 258 doppelt gezählt), 1 w. Bl. Titel mit kolorierter, goldgehöhter Holzschnitteinfassung und Holzschnitt-Porträt Luthers, 95 kolorierte und goldgehöhte Textholzschnitte. 25 x 18 cm. Reich gold- und blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Goldprägung nur minimal abgerieben, etwas abgegriffen, kaum fleckig, ohne die Bindebänder) über 4 Bünden mit einst dreiseitig gefärbtem Grünschnitt. Wittenberg, (Johann Schwertel), 1575.
VD16 B 4475. – Prachtexemplar des separat erschienenen Teils von Schwertels Vollbibel von 1575 mit fast hundert feinsten Holzschnitten, hier in besonders schönem Altkolorit, das von Johannes Schnelboltz stammt, der in der Einfassung des Titelporträts in Gold signiert hat. Dort steht in winzigen Buchstaben: "JOHANNES · SCHNELBOLTZ · Illuminist zu Wittenberg / ANNO DOMINI · 1·5·7·6" (vgl. Nagler XVII, 384 u. Thieme-Becker XXX, 201). Hans Schnellbolz stand laut Nagler in Berlin als Illuminierer in Diensten des Buchdruckers Thurneisser; später war er nach unserer Angabe offenbar in Wittenberg tätig. - Den Einband fertigte nach Haebler der Wittenberger Buchbinder Frobenius Hempel bzw. dessen Nachfolger. Schönes altkoloriertes Exemplar der seltenen Ausgabe aus der Bibliothek des späteren sächsischen Kurfürsten Christian I. – Vorsatz mit späterem Eintrag. Gleichmäßig papierbedingt leicht gebräunt, aber kaum braunfleckig oder fingerfleckig, durchgehend sehr sauberes und bemerkenswert frisches Exemplar in einem außergewöhnlich schönen Goldprägeeinband aus fürstlichem Besitz des Herzogs Christian zu Sachsen und späteren Kurfürsten Christian I. (1560-1591) aus der albertinischen Linie der Wettiner. Die Deckel sind mit einer blindgeprägten Rolle aus Blattranken sowie Tugendrolle "Fides-Prudentia-Temperantia-Caritas-Spes FH" (Haebler I, 172, 1) geprägt. Der innere Rahmen aus vergoldeter Blattrankenrolle, hinten als Mittelstück das vergoldete kursächsische Wappen in Arabeskenkartusche, umgeben von Goldfleurons, im Mittelfeld des Vorderdeckels zwischen vergoldeten Ornamentleisten und Fleurons die goldgeprägte Widmungsinschrift "Dem Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn/ Herrn Christiano/ Hertzogen zu Sachsen/ Landgrauen in Düringen/ Marggrauen z Meissen/ und Burggrauen zu Magdeburg etc.", darunter das Jahr "1576". Herzog Christian bekam die Bibel also als Geschenk wohl zu seinem 16. Geburtstag überreicht.

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Los 2494Biblia germanica
Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch

Auktion 123

Zuschlag
7.000€ (US$ 7,955)

Details

Biblia germanica. - (Biblia beyder Allt und Newen Testaments Teutsch). Teil II (von 2) mit dem Neuen Testament. LXXVI num. Bl. Mit zahlreichen, 5-14-zeiligen Holzschnitt-Iniitialen und 46 großen, spaltenbreiten Textholzschnitten von Anton Wönsam von Worms. Ca. 30 x 18 cm. Worms, Peter Schöffer d. J., 1529. - Als Durchschuss eingebunden in: Novum Iesu Christi Testamentum. Sebastiano Castellione Interprete. 1 Bl., 404 Sp., 32 nn. Bl. Mit großer wdhl. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss. 34 x 21,5 cm. Reich blindgeprätes Schweinsleder (leicht geworfen, gewellt, fleckig, abgegriffen und etwas angeschmutzt, beschabt und bestoßen) über 4 Bünden mit oxidiertem Monogramm und Jahreszahl "IVZ 1623", Rotschnitt. Basel, Peter Perna, 1573.
1) VD16 B 2681. STC 89. Drescher-Pietsch 140. Muther, Bilderbibeln, 99 bzw. 2) VD 16 B 2638. Darlow & Moule 6159. Adams B1083. Strohm D 814. Lüthi 4. – 1) Das vollständige, eigens foliierte Neue Testament mit den Büchern aller Vier Evangelisten bis zur Offenbarung in Peter Schöffers Wormser Bibel, eingeschossen an den entsprechenden Stellen in die Bibel als sog. "Kombinierte Bibel". Die bemerkenswert seltene Wormser Bibel in zweispaltigem Druck der Schöfferschen Offizin ist mit großen kalligraphischen Kanzlei-Initialen und den prachtvollen Holzschnitten des Anton Wönsam von Worms (ca. 1476-1541) illustriert, "welche jedoch größtentheils schon in der bei Peter Quentel in Cöln 1527 erschienenen lateinischen Bibel, sowie in der von 1528 bei ihm erschienenen Octavausgabe der Emser'schen Übersetzung des Neuen Testaments verwendet" worden waren (Muther). Panzer wiederum weist auf die reiche Literatur über die Wormser Bibel hin, widerlegt die gegenteiligen Behauptungen und führt den Nachweis, daß ihr Text eine Umformung des alemannischen Textes der Zürcher Ausgabe in 'gemeyne Teutsche sprach' darstelle. Sie enthalte also wie diese A1-3 und N in Luthers Übersetzung, die Propheten dagegen in der Überragung der Prädikanten zu Zürich, die Apokryphen in der Leo Juds. Panzer beansprucht auf grund dessen für die Wormser Bibel mit Recht einen Platz in der Bibliographie der deutschen Bibeln Martin Luthers" (Panzer 274, II).

Das Neue Testament folgt, ohne ein eigenes Titelblatt oder einen Zwischentitel direkt nach Blatt CCLXXXVII der Propheten des Alten Testaments - mit einer neuen römischen Foliierung Blatt I und durchgehend bis Blatt LXXVI (Lagen Aa1-Mm6). Das umfasst die hier für den Einschuss gebrauchten ersten fünf Bücher des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, -Apostelgeschichte), ferner die Briefe bis zur Apokalypse. Gegenüber der Gesamtpublikation der Bibel fehlen somit das Alte Testament mit den Propheten (Titel, CCLXXXVII Bl.) sowie die letzten nn. 12 Bl. mit der "Auslegung der Dunklen Wörter".

Das erste Blatt mit mehreren zeitgenössischen und wenig späteren Einträgen, teils in Rot, hin und wieder Unterstreichungen in Schwarz und Grün, Durchstreichungen und Bearbeitungsspuren, Fingerflecken. Einige Braunfleckchen, teils etwas gebräunt, Gebrauchsspuren. Das letzte Blatt im unteren weißen Drittel abgeschnitten und alt auf ein weißes Blatt montiert (ohne Textverlust). Das Schöffer-NT wurde Anfang des 17. Jahrhunderts zu einer Studienausgabe, zu einer sogenannten kombinierten Bibel zusammengebunden, indem sie in den NT-Korpus einer von Sebastian Castellio (1515-1563) kommentierten lateinischen Bibel zwischengebunden wurde. So konnte der Text parallel deutsch-lateinisch studiert werden.

2) (Biblia sacra, ex Sebastiani Castalionis postrema recognitione. Cum annotationibus eiusdem, & historiae supplemento ab Esdra ad Machabæos, inde usque ad Christum, ex Iosepho. Index præterea novus, & is quidem locupletissimus). Teil II (von 2) mit dem "Novum Iesu Christi Testamentum". Nicht vorhanden ist hier also der erste Teil mit dem Alten Testament (8 nn. Bl., 1446 Sp.). Es handelt sich um die vierte Ausgabe der Castalionis-Bibel. Dieser, auch unter Châteillon geführt, war ein Saint-Martin-du-Frêne geborener Humanist, der als Philosoph und protestantischer Theologe sich jedoch gegen Johann Calvin gerichtet hatte. - Titelblatt mit Randabschnitt zu einem Sechstel (ohne Textverlust), einige ältere Anmerkungen, Unterstreichungen, Durchstreichungen und sonstige Gebrauchsspuren, allerdings nur ganz vereinzelt fleckig oder fingerfleckig, wenige alte Rissklebungen auf dem letzen Blatt, das verso auch etwas stärker angestaubt ist. – Am Schluss sind 84 Blätter kostbarstes, unbeschriebenes Büttenpapier einer Mühle vom Anfang des 17. Jahrhunderts eingebunden mit Wasserzeichen "HPS" sowie ein riesig großes Allianzwappen mit Delphin und Pelikan.

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Los 2496Biblia germanica
Das ist die gantze heilige Schrift

Auktion 123

Zuschlag
2.000€ (US$ 2,273)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: die gantze heilige Schrift teudtsch. D. Martin Luther. Teil I-III in 1 Band. 18 Bl., 251 num.; 1 nn., 170 num.; 120 num., 2 Bl. Mit 3 (1 teilkoloriert) großen, vierschenkligen, figürlichen Holzschnitt-Bordüren auf den Titeln, 2 Holzschnitt-Druckermarke am Schluss des II. und III. Teils, ganzseitiges Holzschnitt-Porträt vom Herzog zu Wittenberg sowie 141, teils ganzseitigen Textholzschnitten von Jost Amman. 35,5 x 25,5 cm. Braunes, blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, teils mit Fehlstellen und oberes Kapital mit Einriss) über Holzdeckel und 6 Bünden mit Messingbeschlägen (leicht oxidiert) und 2 Messingschließen. Frankfurt, Johann Feyerabend, 1582.
VD16, B 2795. Vgl. Bibelsammlung Württ. Landesbibl. E 519. Schmidt S. 264 f. Oertel S. 81f. Reinitzer 160. Adams 1180. STC 90. – Frühe Ausgabe aus der Offizin von Johann Feyerabend (1550-1599) als großformatigen Druck. Mit den bemerkenswerten und hier teils sehr gratigen Drucken von Jost Amman (1539-1591). Darstellt sind zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie "Die Propheten". – Titel lose, papierbedingt gebräunt, etwas stock-, braun- und fingerfleckig, vereinzelt leichte Knickspuren und Randläsuren. Exlibris auf dem Vorsatz. Mit hübschen und gratigen, teils etwas beriebenen Drucken. Im schönem Schweinslederband.

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Los 1234Biblia germanica
Teutsch Ewangely und Epistel. Mit sampt Vil Hailßamer Leer, Vnnd Underweisungen, Vom Latyn in besser teutsch Gebracht

Auktion 122

Zuschlag
4.000€ (US$ 4,545)

Details

Deutsche Evangelien und Epistel von Thomas Anshelm, mit kolorierten Holzschnitten aus der Schäufelein-Werkstatt
Biblia germanica. - Teutsch Ewangely Und Epistel. Mit sampt Vil Hailßamer Leer, Unnd Underweisungen, Vom Latyn in besser teutsch Gebracht, Unnd mit Lustigen Figuren Vor Mals nie gesehen, New Getruckt, Den Laien gantz Verdienlich. 6 num. Bl., Bl. 13-66, 68-115, 117-149, 1 nn. Bl. (es fehlen 2 Bl., Bl. 67 und 116). Mit architektonischer Holzschnitt-Titelrahmung sowie 67 (statt 69) Holzschnitten und 56 (statt 58) Druckermarken, alles in Holzschnitt, durchgehend mit Paragraphenzeichen gedruckt. Titel in Rot und Schwarz. 29,3 x 19 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (leicht geworfen, fleckig, etwas beschabt und Kerbe im Porträt, beschabte Ecken mit Papier überklebt, Hinterdeckel mit geringfügigen Wurmspuren, Schließbändchen entfernt). Hagenau, Thomas Anshelm und Johann Albrecht, 1516.
VD16 E 4461. Benzing, Bibliographie haguenovienne 45, 3. Dodgson II, 7, 4 und S. 34f. Muther 911. Ritter 826. Oldenbourg, Schäufelein, 125ff. Panzer, Annalen I, 385f., 831. Vgl. Passavant III, 230, 35. Pietsch, Ewangely, 49, V (gibt falsch 150 Bl. an). Nicht in STC. Nicht bei Adams und Proctor. – Eine der am reichsten und schönsten illustrierten Bibelausgaben vom Anfang des 16. Jahrhunderts aus der Hagenauer Offizin von Thomas Anshelm und Johann Albrecht. Thomas Anshelm (um 1470-1524) war "neben Froben der bedeutendste humanistische Buchdrucker in Deutschland" (NDB I, 312). Zu Wohlstand kam er allerdings "durch den guten Absatz gangbarer Gebrauchsbücher" (Port 129), zu denen auch die hier vorliegenden Teutsch Ewangely Vnd Epistel gehören. Damit fanden die biblischen Texte ihren Weg aus der heiligen Messe in die Hände der lateinunkundigen "Laien", die im Titel direkt angesprochen werden. Im Vorfeld der Reformation wurde dieser Buchtyp "immer mehr zu einer Art Volksbuch" (LGB III, 27).

Zu Popularität verhalf der Gattung auch ihre reiche Bebilderung. Während der Text dieser Hagenauer Ausgabe "mit den vorhergehenden Straßburgischen von 1512 und 1513" bis auf "einige Veränderungen, oder Verbeßerungen" (Panzer) übereinstimmt, wurde die Bilderfolge eigens für diese Ausgabe geschaffen. Imponierend und verspielt zugleich ist schon die Titelumrahmung: Sie zeigt eine von korinthischen Säulen flankierte Bogenöffnung, unter der zwei Putten einen kleinen Bären mit einer Frucht zu locken versuchen. Sie wurde "früher Baldung zugeschrieben" (Oldenbourg, S. 129), stammt aber wohl von dem gleichen Meister wie die übrigen Holzschnitte, die meist mit dem Monogramm IS in einer Schaufel signiert sind. – Ohne Blätter L1 (67) und T2 (116). Die Foliierung springt von Nr. 6 auf 13, aber so richtig. Holzschnitte in feinem, zurückhaltendem Kolorit mit dezenter Wirkung. Papier durchgehend angestaubt, fingerfleckig und feuchtrandig, recht zahlreiche Blätter mit meist ergänzten Randfehlstellen, 2 Blätter fehlen. Provenienz: Auf dem Vorderdeckel des 1586 datierten Einbands die Initialen "I W A", möglicherweise ein katholischer Augsburger Patrizier. Auf dem Titel: "Bibl. Conv. Schill.", entweder Kloster Zschillen, später Wechselburg, in Sachsen, Kloster Schillingskapellen bei Bonn oder aber das mainfränkische Kloster Schillingsfürst. - Auf vorderem Vorsatz und hinterem Innendeckel Einträge des deutsch-englischen Malers Carl Haag (1820-1915) in London. Auf dem Spiegel längerer buchkundlicher Eintrag eines englischen Antiquars um 1960/70.

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Los 1236Biblia germanica
Das neu Testament mit gantz nutzlichen vorreden

Auktion 122

Zuschlag
38.000€ (US$ 43,182)

Details

Das Neue Testament mit den Holzschnitten Burgkmairs
und die Erstausgabe der deutschen Bibelkonkordanz

Biblia germanica. Das neu Testament mit gantz nutzlichen vorreden und der schwäresten örter kurtze aber gute außlegung. (Übersetzt von Martin Luther). 2 Teile in 1 Band. 18, CCVI num. Bl.; 108 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Titeln von Hans Schäufelein und von Hans Baldung Grien, 21 großen Textholzschnitten von Hans Burgkmair, sowie figürlichen, teils wdh. Holzschnitt-Initialen. 31 x 20 cm. Blindgeprägtes Kalbsleder d. Z. (etwas beschabt, Ecken und Rücken teil restauriert) über Holzdeckeln mit 2 restaurierten Messingschließen. Augsburg, Silvan Otmar, 1524.
VD16 B 4335. STC 111. Darlow-Moule II/1, S. 487 (Anm.). Geisberg, 273-305. Muther 998. Zapf II, S. 170, Nr. XI. Oldenbourg, Schäuffelein L 42, mit Abb. Panzer, Annalen II, S. 244, 2124. Panzer, Entwurf, S. 94f., 7. Pietsch 25. Städtische Kunstsammlungen Augsburg, 131-145. Vgl. Schmidt 1962, S. 128ff. (Ausgabe 1523). Vgl. Volz, Abb. 371f. (Ausgabe 1523). Nicht bei Adams. Nicht bei Delaveau-Hillard. Zum Einband: Vgl. De Marinis 1966, 124. Mazal 1990, Abb. 73. Schunke-Rabenau I, S. 148, 7, und II, S. 269. – Dritte Ausgabe, der Offizin bei Augsburg bei Silvan Otmar. Luthers auf der Wartburg entstandene Übersetzung des Neuen Testaments erschien erstmals im September 1522 in Wittenberg.
Die Holzschnitte Cranachs zum Wittenberger Druck dienten der eindrucksvollen Bildfolge Hans Burgkmairs zur Offenbarung des Johannes zwar als Vorbild, doch ist sie durchaus eigenständig und zeigt zahlreiche abweichende Bildideen. So steht etwa "ain weib mit der sonnen beklaidet, und der Mon under iren füssen" nicht wie bisher üblich auf der Mondsichel, sondern auf einem Vollmond mit Gesicht. Die Apokalypse ist der einzige eigentlich illustrierte Text in dieser Ausgabe, ansonsten beschränkt sich die Illustration auf die großen figürlichen Initialen zu Beginn der biblischen Bücher, die verschiedene Darstellungen der Evangelisten zeigen. – Papierbedingt etwas gebräunt. Vorsätze etwas leimschattig und teils etwas stock- und fingerfleckig sowie vereinzelt mit kleinen Wurmlöchern. Selten und mit sehr schönen Holzschnitten. – Beigebunden: (Schott, Johann). Concordantz des Newen Testaments zu teütsch. Aller Evangelischer Sprüch ußzugk nach ordnung des Abc. kurtz und fleisszig Registers weiß vervasszt. Straßburg, Johann Schott, 1524. - VD16 S 3995. STC 124. Kristeller, Straßburger, 466. Muther 1511. Oldenbourg, Baldung Grien L 182. Panzer, Annalen II, S. 251, 2156. Reinitzer, 174 (mit Abb.). Ritter 573. Schmidt, Schott 85. Volz 1978, Abb. 61f. Nicht bei Adams. - Erste Ausgabe. Nur 10 Tage nach Otmars Neuem Testament druckte Johann Schott am 17. Juni 1524 in Straßburg die erste Ausgabe einer deutschen Konkordanz zum Neuen Testament und gleichzeitig die erste deutsche Bibelkonkordanz überhaupt. Dass er nicht nur der Drucker war, sondern das Werk auch selbst zusammenstellte, geht aus seinem Vorwort auf der Rückseite des Titelblatts hervor. Die schöne, figurenreiche breite Titelumrahmung von Hans Baldung Grien zeigt oben den Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies, an den Seiten Kains Brudermord und die Aufrichtung der Ehernen Schlange durch Moses in der Wüste, am Fuß das verhinderte Opfer Abrahams an Isaak.

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Los 1237Biblia germanica
Das Alte Testament mit fleyss verteutscht.

Auktion 122

Zuschlag
8.500€ (US$ 9,659)

Details

Frühe Ausgabe von Luthers Übersetzung des Alten Testaments mit dem einzigen Dürer-Holzschnitt in der Geschichte der Bibelillustration
Biblia germanica. Das Alte Testament mit fleyss verteutscht. 3 Teile in 1 Band. 5 (statt 6) num. Bl. (das le. w.), 106 num. Bl.; 140 (statt 142) num. Bl.; 70 num. Bl. Mit 3 blattgroßen Titelholzschnitten, 65 Textholzschnitten und zahlreichen, teils figürlichen Holzschnitt-Initialen. 36,2 x 25 cm. Blindgeprägtes deutsches Schweinsleder d. Z. (stellenweise aufgehellt, stärkere Schabpuren, Bezug in den Rändern teils eingerissen und gewellt) über Holzdeckeln. mit 1 (von 2) Messingschließe. (Nürnberg, Friedrich Peypus), 1524.
VD16 B 2677. STC 92. Brunet I, 899f. ("édition très rare"). Darlow-Moule II, 1, 487 (Anm.). Delaveau-Hillard 1479. Dodgson I, 377, 26. Ebert 2172. Graesse I, 377. Panzer, Annalen II, 240, 2111. Panzer, Entwurf, S. 185ff., 1. Vgl. Reinitzer 117. Pietsch 42-44. Strohm E 122. Illustrationen: Meder,183, 2b (Dürer). Muther 1182. Röttinger 1925, 34. Nicht bei Adams. – "Septemberbibel" in Luthers legendärer Übersetzung. Dieser Nachdruck von Luthers Bibelübersetzung aus dem Jahr des Erstdrucks ist sehr selten. Er ragt durch seine Bildausstattung, insbesondere durch das große Kanonbild von Albrecht Dürer zu Beginn des dritten Teils heraus. – Es fehlen drei Blätter: im 1. Teil Blatt a4 in der Vorrede und im 2. Teil die Blätter 138/139 mit Illustration zum Buch Esther. Durchgehend teils mit leichten Feuchtigkeitsspuren, Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand in den breiten Rändern; Teil I: erste Lagen fingerfleckig, erste Bl. mit Randläsuren, Bl. a2 lose, Bl. a4 fehlt; Teil II: Bl. 138f. fehlend; Teil III: letzte Bl. mit kleineren Wurmspuren und Randläsuren, am Ende in Rot ankolorierte Initialen teils abgeklatscht.

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Los 1235Biblia germanica
Das new Plenariu(m) oder ewangely buch/ so inhaltet alle Ewa(n)gelien vnd Epistelen

Auktion 122

Zuschlag
4.400€ (US$ 5,000)

Details

Die letzte Ausgabe von Petris Plenarium, altkoloriert, das Exemplar des Robert Hoe
Biblia germanica. - Das new Plenarium oder ewangely buch, so inhaltet alle Ewangelien und Epistelen des gantzen iars, sampt alles gesangs aller messen, von der heiligen kilchen angenommen, in ordenung besunders, wie am ersten blat verzeichnet, fast nutzbar und tröstlich eines yeden christen menschen zu wissen. Sommer- und Winterteil. 8 nn. Bl., 278 num. Bl. Mit breiter kolorierter Holzschnitt-TBordüre sowie 7 (2 wdhl.) fast ganzseitigen kolorierte Textholzschnitten, 55 spaltenbreiten kolorierten Textholzschnitten und ca. 75 kleineren kolorierten Textholzschnitten und zahlreichen, ebenfalls meist kolorierten Holzschnitt-Initialien. Titel in Rot und Schwarz. 29,9 x 20,2 cm. Rotes Maroquin des 19. Jahrhunderts (Kanten berieben, an Gelenken gebrochen und eingerissen, von innen mit Klebestreifen stabilisiert) mit goldgeprägtem RTitel sowie Rücken-, Deckel-, Steh und Innenkantenvergoldung sowie mit dreiseitigem Goldschnitt (signiert "F. Bedford") in weinrotem modernem Pappschuber. Basel, Adam Petri, 1522.
VD16 E 4464. Dodgson II, 31f., 79-84. Graesse V, 336f. Hieronymus 1997, 33. Müller 1997, 12 (Holbein). Muther 907. Oldenbourg, Schäufelein, L 109. Panzer, Annalen II, 61, 1278. Pietsch, Ewangely, 48f., U5. Vgl. Hollstein, German XI, S.82ff. Nicht bei Adams, Stockmeyer-Rebernicht, Heckethorn und nicht in STC. - Zum Buchbinder siehe Ramsden, London, 36. – Vierte Ausgabe. Adam Petris erstmals 1514 gedrucktes, reich illustriertes Plenarium in deutscher Sprache war eine "Art Volksbuch" und entsprechend erfolgreich. Bereits 1516 hatte er eine zweite, 1518 die dritte Auflage herausgebracht. Parallel dazu druckte er ab 1517 "viele Schriften Luthers und seiner Zeitgenossen" (Benzing 33): Die Überschneidung dieses reformatorischen Programms mit dem - noch gut katholischen - Plenarium ist durchaus charakteristisch für die konfessionelle Durchlässigkeit in den Anfängen der Reformation. 1522 erschien die hier vorliegende vierte Ausgabe - sie sollte allerdings die letzte sein, abrupt setzte nun die Reformation "dieser Art der kirchlichen Literatur in allen Ländern ein Ende" (LGB III, 27). Mit Petris letztem Druck wurde der Begriff "Plenarium" historisch: Noch einmal tritt er in dem doppelten Titel Das new Plenarium oder Evangely buch auf, dann "scheint der lateinische Buchtitel erloschen zu sein; an seine Stelle tritt der Name Ewangeli buch (…) und endlich allgemein der Titel Postille" (Wetzer-Welte X, 104). Die Ausgabe von 1522 "enthält mit Ausnahme einiger kleiner Abweichungen die gleichen Holzschnitte" (Hieronymus) wie die früheren Drucke, zumeist von Hans Schäufelein. – Die Holzschnitte sind dezent und wohl zeitgenössisch in den sparsamen Farben, Rot- und Grüntönen koloriert. Einige Blätter mit Wurmloch im weißen Rand, vereinzelte Anmerkungen in alter Handschrift, Blatt CCLI und CCLII mit wieder angesetztem Eckabriss. Auf dem Spiegel das Exlibris des bekannten amerikanischen Sammlers und Bibliophilen Robert Hoe (1839-1909); dessen Auktion, New York, 17.1.1912, Nr. 2702. Das noble Erscheinungsbild des schön erhaltenen Exemplars prädestinierte es als Objekt der Bibliophilie. Den dekorativen Einband schuf der Londoner Buchbinder Francis Bedford (1800-1884), der seine Werkstatt 1841 eröffnet hatte.

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Los 1073Biblia germanica
Nürnberg 1662

Auktion 121

Zuschlag
700€ (US$ 795)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist, Die gantze H. Schrifft, Altes und Neues Testaments Teutsch, D. Martin Luthers: ... Von etlichen reinen Theologen, dem eigentlichen Wortverstand nach, erkläret ... Bericht von der Augspurgischen Confession. 2 Teile in 1 Band. 50 nn. Bl., 1118; 416 S., 9 Bl. Mit 4 Kupfertiteln, ganzseitigem gestochenem Wappen und einem Porträt von Herzog Ernst, 11 ganzseitigen, gestochenen Porträts sächsischer Kurfürsten, Porträt von Luther, 4 gestochenen doppelblattgroßen Karten, 2 gestochenen doppelblattgroßen Plänen und 16 (von 19; davon 3 doppelblattgroße) Kupfertafeln nach J. J. von Sandrart. 42,5 x 28 cm. Strukturgeprägtes braunes Kalbsleder vom Ende des 18. Jahrhunderts (wurmlöchrig, berieben, bestoßen, kaum lädiert) über abgefasten Holzdeckeln mit Blindfileten und 2 Messingschließen. Nürnberg, Christoph und Paul Endter, 1662.
WLB E 822. BMC Bible 197. Jahn 60 (fünfte Ausgabe der Weimarer Kurfürstenbibel). – Mit den beiden Plänen der Stadt Jerusalem und der doppelblattgroßen Karte vom Land Kanaan, der Reise in das gelobte Land, die Reise Pauli und der Apostel. Die doppelblattgroßen Kupfer zeigen die Arche Noah und eine Darstellung der Augsburger Konfession; auf den Kupfertafeln sind, unter anderen, Porträts von Moses, den Propheten und den vier Evangelisten abgebildet. – 3 Kupfertafeln fehlen. Innengelenke teils brüchig, kleine Bugschäden in den ersten Blättern, allenthalben meist nur leichtere Fingerflecke, gelegentliche Wurmlöchlein, gegen Ende blasse Wasserränder. Teils mit stärkeren Randläsuren (kaum Text- oder Abbildungsverlust, einige ältere Hinterlegungen). Insgesamt gutes Exemplar.

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Los 1071Biblia germanica
Das Newe Testament. Nach der Dolmetschung. Vorreden und Marginalien

Auktion 121

Zuschlag
350€ (US$ 398)

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BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, Das Newe Testament. Nach der Dolmetschung. Vorreden und Marginalien Doct. Martini Lutheri mit mehreren Concordantien. Besambt newer summarischer Außlegung ... durch Danielem Cramerum. Teil 3 (von 3). 16 Bl., 941 S. Mit Holzschnitt-Druckervignette und -Kopfstück auf dem Titel sowie ganzseitiger Druckermarke. 22,5 x 18 cm. Leder des 19. Jhr. (Rücken stärker berieben, am Gelenk leicht aufgeplatzt, leicht bestoßen und mit Kratzspuren) über Holzdeckeln mit goldgeprägtem RTitel, ornamentalischer Blindprägung auf Rücken sowie den Deckeln, 2 blindgeprägte Kreuze auf den Deckeln und Rotschnitt. Straßburg, Erben Lazari Zetzneri, 1619.
Vgl. Graesse I, 378. – Erste Ausgabe. – Nur der dritte Teil. Titelblatt auf Vorsatzpapier recto verklebt, stärker gebräunt mit Randläsuren und hs. Einträgen, Lagen a4 und b4 an der Bindung hinterlegt. Fleckig, durchgehend fingerfleckig, gebräunt und wurmlöchrig.

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Los 1126Biblia germanica
Wittenberg, Lorentz Seuberlich

Auktion 120

Zuschlag
400€ (US$ 455)

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BIBELN
Biblia germanica - Biblia. Das ist, Die gantze Heilige Schrifft, Deudsch. Doct. Mart(in) Luther. Mit den Summarien M. Viti Ditterichs vnd einem nützlichen Register. Titel in Rot und Schwarz. 710 S. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre und zahlreichen, Textholzschnitten. 25 x 18,5. Schweinsleder d. Z. (kl. Wurmlöchlein, berieben und bestoßen) mit modernem, aufmontiertem RSchild, mit reicher DBlindprägung mit Lutherporträt als Mittelstück sowie mit 2 Metallschließen. Wittenberg, Lorentz Seuberlich, (1604).
Monumentaler Bibeldruck. – Papier qualitätsbedingt durchgehend gebräunt. Gelegentlich braun- und stockfleckig. Mit hs. Annotationen d. Z. Die Anfangslagen mit starken Randläsuren. Auf Titel verso ein kl. Bibliotheksstempel.

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Los 1127Biblia germanica
Bibila. Das ist: die gantze Heylige Schrifft verteutscht. Durch D. Martin Luther. Jetzt von newem nach dem letsten von D. Luthero vberlesenem Exemplar fleissig Corrigiret vnd in gewisse Verß abgetheilet auch mit Lehrhafften Summarien vber jede Capitel sam

Auktion 120

Zuschlag
550€ (US$ 625)

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Biblia germanica. - Biblia. Das ist: die gantze Heylige Schrifft verteutscht. Durch D. Martin Luther. Jetzt von newem nach dem letsten von D. Luthero vberlesenem Exemplar fleissig Corrigiret vnd in gewisse Verß abgetheilet auch mit Lehrhafften Summarien vber jede Capitel sampt sechs nutzlichen Registern vnnd schoenen Figuren gezieret. Titelblatt mit Frontispiz, 4 handschriftlich beschriebene Bl., 30 nn. Bl., 272 S., 179 S., Titelblatt mit Frontispiz, 1 Bl., 124 S., Titelblatt mit Frontispiz, 128 S. Mit Portait und ca. 200 Textholzschnitte nach Lucas Cranach, Georg Lemberger, Hans Brosamer, Lukas Mayer u.a. 33 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (gering berieben, stark gebräunt) über Holzdeckel mit 8 Messing-Eckbeschlägen und 2 Metallschließen. Straßburg, Lazarus Zetzners Erben, 1618.
Strohm E 708. Nicht im STC u. bei Darlow-Moule. – Die vielen, wunderschönen Textholzschnitte verbildlichen die Geschichten der Bibel detailliert. Das Portrait von "Der Wolgebortte, Herr Johann Reinhard, Grave zu Hanau unnd Zwenbrücken, Herz zu Liechtenberg, Buetsch zu Ochsenstein" ist auf eine Buchseite montiert. Die Staffage um sein Portrait zeigt sein Wappen, Früchte und Tiere und zwei Frauen. – Vordere Seiten stark lädiert und teils restauriert mit Textverlust, Exemplar fleckig, wurmspurig und gebräunt.

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Los 1130Biblia germanica
Bibila Pentapla. Das Alte und das Neue Testament

Auktion 120

Zuschlag
400€ (US$ 455)

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Die fünffache "Biblia Pentapla"
Bibila germanica. - Bibila Pentapla. Das Alte und das Neue Testament. 5 Teile in 3 Bänden. 12 Bl., 1650; 1076, 584 S.; 7 Bl., 859, 49 S., 1 Bl. (J. H. Reiztens Erläuterungen). Mit 2 (statt 3?) gestochenen Frontispizen. 21 x 17 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (fleckig, gering berieben und verfärbt), Band I-II mit handschriftlichem RTitel. (Hamburg), Hermann Heinrich Holle, 1710-1712.
Darlow-Moule 4227. Graesse I, 379. – Erste Ausgabe dieser "fünfsprachigen" Bibel mit 4 deutschen (römisch-katholisch, evangelisch-lutherisch, evangelisch-reformiert, jüdisch) und einer holländischen Version in parallelen Kolumnen. Herausgeber und Kompilator dieser Bibel war der protestantische und kirchenkritische Theologe Johann Otto Glüsing (1675/76-1727). Das dreibändige Werk gliedert sich: I. Das ist: Die Bücher der heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments. Nach fünf-facher Deutscher Verdolmetschung. Titel in Rot und Schwarz. 12 Bl., 1650 S. Mit Frontispiz. - Einriss am Rücken unscheinbar restauriert. - II. Das Alte Testament. Oder: Der Alte Bund. 4 Bl., 1076 S., 584 S., 2 Bl., 189 S. Mit, als vorletzte Seite, einer faltbaren Karte mit Koordinatensystem des Landes "Canaan. Samt der Wüsten durch welche das Volck Israel gezogen da sie aus Ägypten giengen", dazu eine "Alphabet-Tafel zur Charte vom gelobtem Lande". - III. Das Neue Testament. Oder: Der Neue Bund. 7 Bl., 859 S. Mit Frontispiz., 197 S. Mit, als vorletzte Seite, einer faltbaren Karte mit Koordinatensystem des Landes "Canaan. Samt der Wüsten durch welche das Volck Israel gezogen da sie aus Ägypten giengen", dazu eine "Alphabet-Tafel zur Charte vom gelobtem Lande". - Stärker berieben und fleckig. – Innen gebräunt und fleckig, teils mit Einrissen, insgesamt wohlerhaltene Exemplare.

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Los 1131Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft. Minden, Detleffsen, 1716

Auktion 120

Zuschlag
650€ (US$ 739)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testaments, durch M. Luther verteutschet und mit P. Tossani … Glossen und Auslegungen … und mit einer neuen Vorrede H. Pörtnern. 4 Teile in 1 Band. 11 Bl., 48 S., 2 Bl., 680 S.; 320 S.; 104 S.; 422 S., 1 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispices und 23 ganzseitigen Kupfertafeln von J. F. Essau sowie 6 gestochenen Karten und Plänen. 41 x 25,5 cm. Braunes, blindgeprägtes Leder d. Z. (bestoßen, beschabt, mit Fehlstellen, Rücken fehlt) mit 4 (statt 8) Messing-Eckbeschlägen und 2 Messingschließen (Lederriemen erneuert). Minden, Detleffsen, 1716.
Seltene Mindener Bibel. Die fein gestochenen Kupfer mit Abbildungen sakraler Gegenstände, verschiedenen Priestergewänder etc. I. Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testaments. - II. Die Propheten. - III. Apocrypha. Das sind die Bücher, so der heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nützlich und gut zu lesen sind. - IV. Das Neue Testament unseres Herrn Jesu Christi. – Papierbedingt mal mehr, mal weniger gebräunt, stock- und fingerfleckig, teils mit Feuchträndern und vereinzelt mit hinterlegten Fehlstellen. Ein Blatt des Registers lose.

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Los 1129Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrifft

Auktion 120

Zuschlag
320€ (US$ 364)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrifft, Alten und Neuen Testaments, Durch Herrn D. Martin Luthern verteutschet, Anjetzo mit neuen Summarien, gleichstimmigen Stellen, Anmerkungen zum nützlichen Gebrauch. 53 Bl. 388 S. 26,5 x 21 cm. Mit gestochenem Frontispiz von M. Küsel und zahlreichen Textkupfern. Modernes Leder über abgefasten Holzdeckeln mit blindgeprägtem RTitel und DTitel sowie mit zwei Schließen und mit dreiseitigem punzierten Goldschnitt. Nürnberg, Jacob Seitz, (ca. 1702).
Vgl. Darlow-Moule II/1, 502f. – Monumentaler Bibeldruck mit dem hübschen, fein gestochenen Frontispiz von Matthäus Küsel (1629-1681) und bemerkenswert detailreichen Textkupfern. – Frontispiz und wenige Blätter mit Randläsuren (ohne Darstellungsverlust). Gelegentlich, unwesentlich braun- und stockfleckig (vor allem an den Vorsätzen). Auf Titel verso ein kl. Bibliotheksstempel. Wohlerhaltenes Exemplar. Mit hs. Annotation am Vortitel.

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Los 1612Biblia germanica
Die Bibel oder die ganze heilige Schrift

Auktion 119

Zuschlag
60€ (US$ 68)

Details

Biblia germanica. - Die Bibel oder die ganze heilige Schrift. Band 1 (alles Erschienene). 967 S. Mit farbiger Titelbordüre und zahlreichen farbigen Illustrationen. 30,5 x 21 cm. Reich blindgeprägtes OLeder (leicht bestoßen und bekratzt). Berlin, Wegweiser, (1927).
Nachdruck der Ausgabe von 1545, der mit dem Bilderschmuck der 1541 erschienenen Ausgabe, zum Zeitpunkt des Drucks im Besitz der Preußischen Staatsbibliothek, bereichert wurde.
Die Veröffentlichung wurde für die Mitglieder des Volksverbandes für Bücherfreunde veranlasst. – Minimal gebräunt, im Rand leicht stockfleckig.

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Los 1069Biblia germanica
Das ist Die gantze Heilige Schrift (Nürnberg, Endter, 1755)

Auktion 119

Zuschlag
270€ (US$ 307)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft, deß Alten und Neuen Testaments. Samt einer Vorrede Herrn Johann Michael Dilherrns. 39 (statt 48) Bl., 1181 S., 11 Bl. zwischengebunden, 11 Bl. Mit 8 (von 12) ganzseitigen Textkupfern und zahlreichen Textholzschnitten von J. J. Sandrart. 32 x 24 cm. Blindgepr. nachgedunkelter Pergamentband d. Z. (Kapital restauriert) auf Holzdeckeln mit 8 Messingbeschlägen (Buckel gedellt) und 2 Schließen (davon eine im Lederansatz ersetzt). Nürnberg, J. A. Endter, 1755.
Jahn 131. Strohm E 1473. Nicht bei Darlow-Moule. – 25. Auflage der Endter-Bibel. Die blattgroßen Kupfer von A. Nunzer. – Ohne die 2 gestoch. Frontisp. und die 12 Kurfürstenporträts. Teils stärker fingerfleckig; 11 Bl. im Rand restauriert; Vorsätze erneuert, die Bindung restauriert.

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Los 1089Biblia germanica
Biblia, das ist die gantze heil. Schrifft Altes und Neues Testaments

Auktion 118

Zuschlag
200€ (US$ 227)

Details

BIBELN
Biblia germanica. - Biblia, das ist die gantze heil. Schrifft Altes und Neues Testaments. Jetzund auffs neue mit Fleiß übersehen, sampt D. Hütteri Summarien, Registern, Concordantzen, nützlich zugericht und verfertiget mit Zuziehung und beygefügter Censur und Vorrede der Theol. Facultet zu Wittenberg. 3 Teile in 1 Band. 42 Bl., 734 S.; 4 Bl., 470 (statt 498) S.; 350 S. Mit 3 Holzschnitt-Druckermarken, Titelkupfer und 13 (statt 18?) Kupfertafeln. 26 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband um 1920 (vorderes Gelenk gebrochen, Deckel gelockert, unteres Kapital mit kleinem Einriss) mit 1 (statt 2) Messingschließen und sternförmig punziertem Goldschnitt. Wittenberg und Frankfurt, Balthasar Christoph Wust d. Ä., 1660.
VD17 75:707500E. Nicht bei Darlow-Moule. – Wittenberger Quartdruck noch mit den Summarien, Registern und Konkordanzen des aus dem schwäbischen Nellingen stammenden Theologen Leonhard Hutter (1563-1616), der ab 1596 in Wittenberg Privatvorlesungen hielt. Das schöne Titelkupfer von Melchior Küsel nach Böckler zeigt die Heilige Schrift als Tempelbau, von dem Moses und Aaron die Türflügel geöffnet halten. Die Zwischentitel und Kupfertafeln mit figurenreichen Allegorien auf die Bücher der Bibel. – Es fehlen 28 Seiten am Schluss der Prophetenbücher (so auch das Exemplar in Erfurt) und wohl sechs Kupfer (die Angaben zur Vollständigkeit der nachweisbaren Exemplare variieren), darunter das Portraitkupfer von Johann Georg II. von Sachsen und die Tafel mit den Portraits von acht weiteren sächsischen Kurfürsten sowie die Faltkarten. Anfangs und am Schluss etwas fingerfleckig und mit kleinen Randausbesserungen, sonst nur etwas braunfleckig, die Kupfer etwas stärker betroffen und teils mit kleinen Feuchtigkeitsrändern. Insgesamt aber ein wohlerhaltenes Exemplar der seltenen illustrierten Barockbibel mit dekorativem Schnitt.

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Los 1052Biblia germanica
Biblia. Dat ys: De ganze hillige Schrifft.

Auktion 117

Zuschlag
2.400€ (US$ 2,727)

Details

Biblia germanica. - Biblia. Dat ys: De ganze hillige Schrifft. Vordüdescht dorch Doct. Mart. Luther [und:] De Propheten alle düdesch. 2 Teile in 1 Band. 28 nn., 297 (recte 397) num., 1 w. Bl.; 471 (recte 476) num. Bl. Mit 2 wdhl. figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren und ca. 95 Textholzschnitten, Titel in Rot und Schwarz. 25,7 x 19 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Deckel mit kleinen Wurmlöchern, etwas berieben, gering bestoßen) über abgefasten Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild (gering abgeplatzt) und blindgeprägtem Monogramm und der Jahreszahl "1587" auf dem Vorderdeckel sowie 1 (von 2) ziselierte Messingschließe. Wittenberg, Erben Hans Krafft, 1585-1586.
VD16 B 2859. Borchling-Clausen 2327. – Seltene niederdeutsche Bibel. Luthers hochdeutsche Bibel war im Norden Deutschlands schwer verständlich. Mit Hilfe von Johannes Bugenhagen, einem engen Mitarbeiter Luthers, wurde deshalb eine Übersetzung ins Niederdeutsche angefertigt. Die schöne figürliche Holzschnitt-Titelbordüre zeigt die Erschaffung Evas, links Moses und rechts den Hohepriester. In der unteren Titelbordüre mit dem sächsischen Wappen gekennzeichnet. – Minimale Wurmlöchlein im Block, gegen Ende mit größeren Wurmgängen und leichten Wurmschäden (meist ohne Buchstabenverlust), etwas fingerfleckig, teils mit stärkeren Knickspuren im Block. Leicht braun- und feuchtfleckig. Vollständiges Exemplar mit Paginierungsfehlern (Kollation im VD16 irrig). Modernes Exlibris.
Der bemerkenswerte Einband mit Luthers Wahlspruch: "In silencio et spe erit fortitudo vestra" ("Im Schweigen und in der Hoffnung wird eure Stärke bestehen") auf dem Vorderdeckel. Im Mittelfeld des Rückendeckels unterhalb des der Figur Melanchthons mit dem Motto: "Si Deus pro nobis, quis contra nos" und dem Motto "Ora et labora".

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Los 1054 [^]Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft

Auktion 117

Zuschlag
9.000€ (US$ 10,227)

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Prachtbibel Königs Friedrich Wilhelms III. vom Hofbuchbinder Carl Lehmann als Geschenk zugeeignet
Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testament. Verdeutscht von Martin Luther: Und auf auf gnädigste Verordnung ... Ernsts, Herzogen zu Sachsen ... dem eigentliche Wort-Verstand nach erkläret. Von neuem mit Fleiss übersehen. 3 Teile in 1 Band. 72 Bl., 740 S., 1 Bl., 512 S.; 480 S., 8 Bl. Mit Kupfertitel, 12 ganzseitigen gestochenen Porträts von J. C. Claussner, 9 Kupfertafeln mit Porträts biblischer Figuren, 4 doppelblattgroßen Kupferstichtafeln in Barockkartuschen und 2 doppelblattgroßen gestochenen Plänen sowie 21 gestochenen Zwischentiteln bzw. Kupfertafeln (davon einige doppelblattgroße bzw. gefaltet). 41,5 x 26,5 mm Rotbraunes reich verziertes Kalbsleder des frühen 19. Jahrhunderts (Gelenke und Deckel ganz minimal, Unterkanten etwas stärker beschabt und berieben, dort mit etwas Verlust der Stehkantenvergoldung) mit reicher Rückenvergoldung, üppiger Deckelgoldprägun mit Fleurons und Arabesken in Filetenfeldern sowie 2 eingeprägten typographischen Bibelzitaten, Stehkantenmäader sowie breiten goldgeprägten Innenkanten-Vergoldung, chamoisfarbenen Seidenmoiré-Innenspiegeln und dreiseitigem Goldschnitt. 2 jeweils 3-teilige, schwere Schließen aus vielfach durchbrochenem feuervergoldetem Messing sowie Vorderdeckel mit großer schwarzer Bronze-Applikation mit einem großen Kreuz mit goldenem Messingrand (27,5 x 13,5 cm) und der Vollfigur des Gekreuzigten (ca. 18,6 x 10 cm). Einband signiert "Gebunden von C. Lehmann". Nürnberg, Johann Andreas Endter, 1768.
Strohm E 1552 (inkomplett). Vgl. Darlow-Moule 4234 (Ausgabe 1736). Jahn 91ff. Jackson 9. Vgl. Graesse I, 379. Sonnenberg,
Köngliche Bücher (Kat. der Aust. SB Berlin 1986). Ebert 2191.
Diese Ausgabe nicht bei Lüthi, or im BMC. – Prachtexemplar der "Kurfürsten Bible" in der Übersetzung Luthers und aus der Offizin Johann Andreas Endters, die auch als "Weimarer Bible" bzw. "Ernestinische Bible", nach Herzog Ernst von Sachsen Weimar benannt wurde, hier in der 14. und letzten Ausgabe, die laut Jackson die vollständigste, umfangreichste und maßgeblichste Version der vielfach aufgelegten Heiligen Schrift ist. Herausgeber waren der Jenaer Theologe Johann Gerhard (1582-1637) und sein Nachfolger Salomon Glass (1593-1656) sowie andere. Die "Kurfürstenbibel" gehört zu den bedeutendsten Bibelausgaben ihrer Zeit, die auf der Basis von Martin Luthers Text der Bibel-Ausgabe von 1545 entstand (und auch das Buch Esra enthält). Gleichzeitig gehört sie zu den am üppigsten illustrierten Bibelausgaben überhaupt.

Das vorliegende Exemplar wurde im Auftrage König Friedrich Wilhelms III. von Preußen, von dem königlichen Hofbuchbinder Carl Ernst Lehmann III. (1787-1848) gebunden, der auf dem Vorderdeckel die biblischen Sprüche "Denn das Wort vom Kreuz ist zwar eine Thorheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. I. Corinth. I. v. 18" und "Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolget, der kann nicht mein Jünger seyn". Lucas XIV. v. 24".

Innenliegend ein Brief mit eigenhändiger Unterschrift "Friedrich Wilhelm" des Königs Freidrich Wilhelm III. (1770-1840), datiert "Berlin den 30ten November 1833" mit der Zueignung der Bibel an Baron Carl Ritschl von Hartenbach (1783-1858), einen evangelischen Theologen, Bischof und Generalsuperintendent von Pommern: "An den evangelischen Bischof Ritschl zu Stettin. Als einen Beweis Meines Wohlwollens und zum Andenken an den Tag Ihrer und vorigen Sonntage von Mir gehaltenen Predigt verehre Ich Ihnen die beykommende große Bibel und verbleibe Ihr wohlgeneigter Friedrich Wilhelm". – Nur ganz vereinzelt etwas braunfleckig und gebräunt, insgesamt sehr sauber und in herrlichem Gesamtzustand. Neben dem im Vorderdeckel inneliegenden Brief Friedrich Wilhelms III. liegt auch der blaue Original-Briefumschlag "An den evangelischen Bischof Ritschl zu Stettin" bei, mit dem roten (freilich plattgedrückten) Lacksiegel des Königs.

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Los 592Biblia germanica
Biblia. Das ist: Die gantze Heilige Schrift

Auktion 117

Zuschlag
300€ (US$ 341)

Details

Biblia germanica. - Biblia. Das ist: Die gantze Heilige Schrift Altes und Neues Testament, Verteutscht von Doctor Martin Luther … Von etlichen reinen Theologen … erkläret, … samt unterschiedlichen n(euen) Land-Tafeln, und andern schönen Kupffer-Figuren … auch … ein … Bericht von (der) Augspurgischen Confession … 2 Tle. in 1 Bd. 22 (statt 24) Bl., 11, 34 Bl., 664, 904 S., 7 (statt 8) Bl. Mit 1 gest. Titel von J. J. Sandrart, 12 Portraits, 2 gestoch. doppelblattgr. Jerusalem-Plänen, 3 gestoch. doppelblattgr. Karten und 24 (davon eine doppelblattgr.) Kupfertafeln. 43 x 27 cm. Späterer dunkelbrauner Lederband d. Z. über Holzdeckeln (etwas fleckig, berieben und stärker beschabt; Kapitale eingerissen; ein Gelenk angeplatzt) mit reicher Blindprägung, 4 buckligen Messingeckbeschlägen, einer Schließe sowie dreiseitig gepunztem Goldschnitt (oxidiert). Nürnberg, Endter Söhne, 1708.
BMC Bible S. 200. Jahn 78. – Elfte Auflage der "Weimarer Kurfürstenbibel". Die Porträts zeigen die sächsischen Kurfürsten (für diese Ausgabe neu gestochen von J. C. Marchand) und M. Luther. Neu gestochen auch die Darstellungen der Arche Noah (mit einem zusätzlichen unpaginierten Blatt Erklärungen), der Stiftshütte (von A. C. Fleischmann) und der biblischen Personen (von J. à Montalegre). Titel in Rot u. Schwarz. Die Kupfer teils auch verso bedruckt, Text zwei-, Registerbl. dreispaltig gedruckt. "Unter Beibehaltung der Texte zeichnet diese Ausgabe die Modernisierung der Bildausstattung aus" (Jahn). – Es fehlen eine Schließe sowie 6 Kupfertafeln und 1 Blatt am Schluss (Augsburgische Confession); der gestoch. Haupttitel alt aufgezogen; durchgehend leicht gebräunt und hin und wieder etwas fingerfleckig; anfangs mehrere Bl. alt angerändert oder mit Randläsuren, teils mit geringem Textverlust; S. 419/420 mit kl. Eckabriss rechts oben (geringer Textverlust); S. 341 in Teil II mit Tintenfleck; vereinzelt Unterstreichungen von alter Hand mit rotem Stift. Insgesamt gutes Exemplar.

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Los 1049Biblia germanica
Mit Postilla des Hugo de Sancto Caro

Auktion 117

Zuschlag
22.000€ (US$ 25,000)

Details

Biblia mit Postilla des Hugo de Sancto Caro. 7 Bände. 2 Spalten. 58-59 bzw. 70 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 26,3 x 17,2 cm. Format: 34 x 23 cm. Mit 24 (22 kolorierten, davon 4 ganzseitigen) Textholzschnitten, durchgehender Rubrizierung, zahlreichen späteren Zierinitialen mit Stegen. Holzdeckelbände (einige Deckel später ersetzt) mit meist breitem blindgeprägten Schweinslederrücken (teils gering fleckig, alle Bände neu aufgebunden und restauriert) und zus. 14 (teils erneuerten) intakten Messingschließen sowie einheitlichen hs. RSchildern des 18. Jahrhunderts. Basel, Johann Amerbach für Anton Koberger, 1498-1502.
Hain-Copinger 3175 und Hain 8974. GW 4285. Goff B-610. VD16 B 2579. Proctor 7613. Pellechet 2354. Schreiber 3478. Schramm XXI, 27. 649-675. Kaufmann-Nabholz 489. Borm 487. Collijn 328. Ernst I,1 97. Finger 208. Günther 248. Hubay 183. Hummel-Wilhelmi 132. Oates 2793. Ohly-Sack 551-553. Rhodes 362. Sack 659. Schlechter-Ries 322. Sheehan B-279. Voulliéme 186. Zedler 154. BMC III, 759. BSB-Ink B-481. ÖNB-Ink B-392. CIBN B-436. CBB 684. CIH 663. IBE 1053. IBP 1041. IBS 253. IDL 864. IGI 1694. ISTC ib00610000. – Die mit allen sieben Bänden vollständige Monumentalausgabe der Basler Bibel von Johann Amerbach für Anton Koberger, eines der umfangreichsten, aufwendigsten, bedeutendsten Buchprojekte nach Gutenbergs B-42 überhaupt, das noch ganz im stilistischen Gewand der kostbaren Frühdrucke, in ausgezeichneter Typographie, auf festem Papier (noch ohne Titel und nur im Kolophon untergebrachten Druckerangaben) erscheint - und einen würdigen, eindrucksvollen Schlusspunkt der Inkunabelzeit bildet. Es ist die Zeit, in der die Druckkunst von ihrer Erfindung über knappe 50 Jahre hindurch Blüten hervorbrachte, die in den folgenden 500 Jahren nie wieder erreicht, geschweige denn übertroffen werden sollten.

Der zweispaltige Bibeltext in 58-59 Zeilen wird links und rechts von einer Klammerglosse bis zu 70 Zeilen umflossen und lässt einen breiten Rand zu, auf dem als Marginalien Querverweise für die innerbiblischen Zitatstellen gedruckt wurden - ein typographisches Meisterwerk der Baseler Buchdruckkunst. Die Kommentare stammen von dem um 1200 in Saint-Cher in der Dauphiné geborenen und 1263 in Orvieto gestorbenen Dominikanerprovinzial und päpstlichen Rat Hugo de Sancto Caro (Hugo de Saint-Cher), der als Berater und Diplomat der Päpste Gregor IX. und Innozenz IV. wirkte. Sein Hauptwerk, der vorliegende Kommentar, wurde als einflussreichste Exegese der Heiligen Schrift über das ganze Mittelalter hindurch rezipiert, zitiert und weitergegeben - und prägte damit ganze Generationen von Theologen.

Amerbachs Kodifizierung des mittelalterlichen Kommentars aus der Feder des Hugo de Sancto Claro im monumentalen Typendruck setzt damit auch einer theologischen Richtung einen strahlenden Schlusspunkt, jenseits von dem dann mit dem Einzug von Humanismus und Renaissance sich auch eine ganz neue Weltsicht ausbreiten sollte, die die mittelalterliche Theologie schließlich ganz ablösen wird.

Von der vorliegenden Ausgabe existieren weltweit verhältnismäßig wenige vollständige Exemplare. So besitzten viele Bibliotheken gar keine oder nur inkomplette Exemplare und die Bibelsammlung der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart (D 182) hat überhaupt nur die Bände I, IV und VII.

Gliederung:
Teil I (AT Genesis-Hiob).
Nach den IV. Kalenden Novembri (= 29.X.1498), nicht nach 1499. 464 nn. Bl. Durchgehend rubriziert. Mit 4 farbigen Zierinitialen mit Stegranken und 24 (22 kolorierten, davon 4 ganzseitigen) Textholzschnitten. Ein Blatt im Rand mit rotem Tintenschaden, restauriert, ein weiteres mit Tintenfleck und Wischspur (hh5). Blatt r3 mit kleinem Eckausriss (ohne Textverlust). Eichendeckel ersetzt, Schließen und Vorsätze neu.

Teil II Secunda pars huius operis continens psalterium cum postilla domini Hugonis cardinalis (AT Psalter). Nicht nach 1499. 358 nn. Bl. Durchgehend rubriziert. Mit 4 Zierinitialen, erstes Textblatt mit farbigen Rankenbordüren links und unten mit Rose, 2 weitere Rosen auf Folgeblatt. Neu aufgebunden, jedoch Rücken, Eichendeckel und Schließen zeitgenössisch, Deckel kaum wurmstichig, kaum fleckig.

Teil III Tertia pars huius operis: continens psalterium cum postilla domini Hugonis cardinalis Super Proverbia ... Ecclesiasticum (AT Sprichwörter-Kohelet). Nicht nach 1500. 268 nn. Bl. Durchgehend rubriziert. Am Anfang mit einigen farbigen Zierinitialen, eine mit hübschem floralen Steg mit drei bunten Vögeln. Vereinzelt leicht wurmstichig. Neu aufgebunden, jedoch Rücken, Eichendeckel und Schließen zeitgenössisch, Deckel wurmstichig, teils etwas fleckig, vor allem an Unterkanten.

Teil IV Quarta pars huius operis, continens textum unam cum postilla domini Hugonis Cardinalis Prophetarum Esaie ... Baruch (AT Jesaja bis Baruch). Nicht nach 1501. 321 (statt 322; ohne das le. w.) Bl. Mit 3 farbigen Zierinitialen und großer Rose auf dem ersten Textblatt. Rubrizierung nur zu ersten Drittel (bis k6) Gering fleckig, nur blasse Feuchtränder, winzige Brandspur unten o4-p1). Eichendeckel, Rücken und Schließen zeitgenössisch, neu aufgebunden.

Teil V Quinta pars
huius operis in se continens postillas domini Hugonis Cardinalis Prophetarum et librorum Ezechielis ... Machabeorum ij. (AT Hesekiel bis Makkabäer). 1501-1502. 264 Bl. Durchgehend rubriziert. Mit 3 Zierinitialen mit Stegen, 9 Vögelchen und 2 Rosen. Es fehlt das letzte w. Bl. (Q8). Wenige Wurmlöcher. Beide Holzdeckel erneuert, die Schließen älter, aber mit neuen Nägeln, Rückenstreifen nur schmal auf Deckel gezogen.

Teil VI Sexta pars huius operis continens postillam domini ugonis Cardinalis super quattuor evangelia secundum Mattheum ... Johannem (NT Evangelien Matthäus-Johannes). 1501-1502. 400 Bl. Mit 4 bunten Zierinitialen, 3 Stegen bzw. 2 dreiseitigen Bordüren mit Vögeln und Blumen. Wenige Wurmlöcher, wenige Seiten stärker angestaubt (J6-7). Neu aufgebunden, jedoch Rücken, Eichendeckel und Schließen zeitgenössisch, Deckel wurmstichig.

Titel VII Septima pars huius operis continens postillam domini Hugonis Cardinalis super Epistolas Pauli Ad Romanos j.-Hebreos j. Item super Actus apostolorum - Item super Apocalypsim (NT Paulusbriefe bis Apokalypse). Kurz nach dem 7. November 1502. 430 Bl. Durchgehend rubriziert. Mit 5 bunten Zierinitialen und Bordüren mit Nelken sowie Rosen. Etwas wurmstichig, gegen Mitte im unteren Rand mit Wasserfleck, einige Blätter gebräunt und mit kleinen Papierläsuren, wenige Flecken. Holzdeckel, Vorsätze und Schließen neu, neu aufgebunden. – Es fehlt lediglich ein weißes Blatt. Erste Blätter teils mit kleinem Säureschatten von Klebschild, teils leicht wurmstichig, vereinzelt minimal wasserrandig oder gebräunt, insgesamt jedoch meist sehr sauber und ausgezeichnet frisch. Fast jeder Band ist durchgehend zeitgenössisch rubriziert (mit einer Ausnahme). Nur wenige zeitgenössische Einträge. Jeweils die ersten 3-5 Seiten jeden Bandes wurde von späterer Hand ganz im Stile der Buchillumination um 1500 mit hübschen bunten Initialen und Zierstegen ausgestattet, die sich oft als Bordüren um die ersten Seiten legen und auf deren Akanthusranken Vögelchen wie Kiebitz oder Eulen sitzen. Ferner finden sich auf den ersten Seiten farbige Blumen an den Randstegen, Rosen, Nelken etc., oft ebenfalls als Bordüren angeordnet. Einige der Holzschnitte der Ausgabe wurden sicher von derselben Hand, wohl im 20. Jahrhundert, teil- oder ankoloriert.

Alle Einbände wurden sorgsam restauriert und überarbeitet, wobei teils die Eichenholzdeckel (und hier und da auch Schließen) ersetzt wurden und die Exemplare (etwas zu streng) neu aufgebunden wurden. Die Vorsatzpapier teils erneuert, die Rückenschilder sind einheitlich wieder aufmontiert, alle ersten Seiten mit altem hs. Eintrag des 17. Jahrhunderts: "Collegii hospitalensis", demnach das Exemplar einst dem Kollegiatsstiftes Spital am Pyhrn in Oberösterreich gehörte, von wo es in den Handel gelangte.

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Los 1051Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heylige Schrift, Teutsch

Auktion 116

Zuschlag
6.000€ (US$ 6,818)

Details

Seltener Bibeldruck der "Frankfurter Cumpanei" von Rab, Feyerabend und Han
Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heylige Schrift, Teutsch [und:] Die Propheten all Teutsch. D. Mart. Luth. 3 Teile in 2 Bänden. 16, 352 Bl.; 236 Bl., Bl. 238-402, 1 Bl. Mit 3 Titelblättern (davon 2 in Rot und Schwarz) mit kolorierten Holzschnittbordüren, Widmungsblatt mit koloriertem Holzschnittportrait. Zus. mit 142 (davon 3 nahezu ganzseitigen) kolorierten Textholzschnitten. 38,5 x 22,9 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken im 19. Jahrhundert fachgemäß mit Kalbsleder restauriert, berieben, gebräunt, ein Band am Deckel mit kleiner Schabspur) über abgefasten Holzdeckeln mit je 6 (von 8) punzierten Eckbeschlägen mit Buckeln und je 2 intakten (eine restauriert) Messingschließen und Prägung "Die Propheten" bzw. "Biblia". Frankfurt, Georg Rab, Sigmund Feyerabend und Erben Weigand Han, 1570.
VD16 B 2773. Schmidt, Lutherbibel, 245-262. Vgl. Darlow-Moule 4209 (Zweiter Druck). – Dritter, nahezu satzgleicher Druck der erstmals 1564 erschienenen (siehe VD16 B 2759) illustrierten und hier kolorierten Lutherbibel aus der Verlagsgemeinschaft von Georg Rab (gest. 1580), Sigmund Feyerabend (1528-1590) und den Erben des Weigand Han (1526-1562). Der zweite Druck erschien 1567 (siehe VD16 B 2767).

Georg Rab erwarb 1561 die Druckerei von Weigand Han. Im April 1562, kurz vor Hans Tod, schlossen die beiden einen Gesellschaftsvertrag (eine sogenannte "Cumpanei"), in den 1563 auch Sigmund Feyerabend einstieg. Bis 1571 brachte die "Cumpanei" über 60 Drucke heraus. Nach dem Tod Georg Rabs 1580 ging die Offizin an seinen Sohn Christoph über (siehe Benzing, Drucker, 115,7. 116,11).

Das Widmungsblatt zeigt ein, mit reicher Holzschnittbordüre gerahmtes Portrait des Herzogs Christoph von Württemberg (1515-1568). Die detailreich und architektonisch-perspektivisch ausgeführten Holzschnitte stammen von Jost Amman (1539-1591) nach Zeichnungen von Hans Bocksperger (1510-1561). Die Illustrationen erschienen erstmals 1564 als Bilderalbum "Neuwe Biblische Figuren des Alten und Neuen Testaments" ebenfalls bei Rab, Feyerabend und Hans Erben.

"Die großen, teils stark beladenen Holzschnitte wurden mit nur wenigen Ausnahmen vollständig von 1564 an in viele Foliobibeln aufgenommen [...] Die tiefe Verbundenheit des Künstlers mit dem Text offenbart sich im Alten Testament auf Schritt und Tritt. Es ist ein echtes Suchen nach konkreter Vorstellung der heiligen Geschichte, die turmhoch über dem hohen Pathos der späteren Bibelillustration steht" (Schmidt 246f.).

Nach Blatt 190 des ersten Bandes (I. Buch der Könige) mit den beiden beinahe ganzseitigen Holzschnitten zur "Contrafehtung des Tempels" ist das zumeist fehlende (kleinere) Blatt mit der "Erklärung der ersten Figur" und der "Erklärung der andern Figur" beigebunden. – Das Kolorit, teils etwas blass und unfrisch, dürfte wohl etwas später entstanden sein. Etwas stockfleckig. Die ersten Blätter jeweils etwas gebräunt und fleckig, sonst nur leicht gebräunt, stellenweise mit kleinen Wurmlöchern, ein Blatt mit Einriss im weißen Rand (ohne Buchstabenverlust). Zahlreiche Blätter (inkl. Titelblätter und Widmungsblatt) an Steg fachgemäß alt ergänzt. Zwei Titelblätter mit Besitzstempel, vorderer Spiegel jeweils mit montiertem Besitzeintrag des 17. Jahrhunderts "Sigmund Ludwig Wurffbain", dem Exlibris des schottischen Advokaten John William Burns (1937-1900), dem handschriftlichen (spanischen) Schenkungseintrag von Jorge Beristayn an Juan Carlos Ahumada in Buenos Aires aus dem Jahr 1931, sowie mit einem weiteren Exlibris.

Eindrucksvoll illustriertes und hier koloriertes, in massiven zeitgenössischen Einbänden gebundenes Exemplar dieser bemerkenswert seltenen Lutherbibel-Ausgabe aus der Verlagsgesellschaft von Rab, Feyerabend und Han. Das VD16 verzeichnet lediglich 5 Exemplare (in München, Braunschweig, Dresden, Gotha und Wolfenbüttel) in deutschen Bibliotheken.

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Los 1142Biblia germanica
Biblia mit der Außlegung

Auktion 116

Zuschlag
550€ (US$ 625)

Details

Biblia germanica. - Biblia mit der Außlegung. Das ist: Die gantze heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments, des hocherleuchten und theuren Mannes Gottes D. Martini Lutheri. ... Aus ... D. Lucae Osiandri ... lateinischem Exemplar. ... Durch M. David Förtern ... von neuem zu einem Bande eingerichtet. 3 Teile in 1 Band. 25 nn., 373 (recte 374) num., 6 nn. Bl.; 251 num., 7 nn. Bl.; 244 num., 6 nn. Bl. Mit 3 Kupfertiteln, 1 Textkupfer, 5 Kupferstichkarten (4 doppelblattgroßen), gestochenem doppelblattgroßen Kalendarium und 1 Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 43 x 27 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Kapitale mit Einrissen, etwas stärker wurmstichig, fleckig und berieben) über Holzdeckel mit 8 (davon 1 nur fragmentarisch erhalten) gebuckelten Messing-Eckbeschlägen (ohne die beiden Schließen). Lüneburg, Stern, 1665.
VD 17 1:052135V. Vgl. Dumrese, Schilling, 89, 65-66. – Monumentale Ausgabe der durch David Förter, eines Lehrers von Herzog Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628), vorgenommenen Übersetzung der von Lucas Osiander d. Ä. (1534-1604) in neun Bänden herausgegebenen Lutherbibel. "Diese Osianderbibel ist die Krönung von Hans Sterns Lebenswerk" (Dumrese, Schilling, 66). Dort wird die Bearbeitung des Werkes Johann Valentin Andreae (1586-1654) zugeschrieben. – Der erste Kupfertitel mit ergänzten Fehlstellen im Rand mit Japanpapier hinterlegt (ohne Darstellungsverlust). Zu Beginn in den Rändern hinterlegt. Im oberen Rand und Bug mit größerem Feuchtigkeitsschaden. Mal mehr, mal weniger stark gebräunt. Karte mit der Darstellung von Asia Minor an den Seiten knapp am Plattenrand beschnitten. Gelegentlich wurden Fehlstellen im Rand mit Japanpapier hinterlegt, vereinzelt kleinere Ausrisse, selten mit hs. Randnotizen. Mit hs. Widmung auf dem fliegenden Vorsatz und hs. Exlibris unterhalb des ersten Kupfertitels. Paginierfehler in Teil I: Bl. 262 doppelt gezählt.

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Los 1226Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
200€ (US$ 227)

Details

Biblia germanica. - Biblia, die gantze Heilige Schrifft, Alten und Neuen Testaments, verteutscht durch Martin Luther. 4 Teile in 1 Band. 22 (von 23) Bl., 504 S.; 180 S.; 164 S.; 240 S. Mit jeweils 1 Holzschnitt auf dem Titel und zahlreichen Textholzschnitten. 37 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben, Rückdeckel mit kleiner ergänzter Fehlstelle) über Holzdeckeln mit 8 erneuerten Messingeckbeschlägen und 4 erneuerten Messingschließbeschlägen. Basel, Johann Georg König, 1712.
Es fehlt ein Blatt zu Beginn (a2). Titel des Alten Testaments vollständig auf Japanpapier aufgezogen und mit Fehlstellen im Rand, stark angeschmutzt und mit großem nachgedunkelten Feuchtigkeitsfleck, hs. Besitzvermerk. Häufiger im Rand mit hinterlegten Fehlstellen, teils auch mit Eckausrissen. Am Schluss einige Blätter mit starken Gebrauchsspuren, diese vollständig mit Japanpapier hinterlegt. Oftmals stäker gebräunt und braun- sowie stockfleckig. Stellenweise leicht feuchtrandig, etwas fingerfleckig. Vorsätze erneuert bzw. der hintere Vorsatz fragmentarisch erhalten.

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Los 1065Biblia germanica
Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft: Deutsch

Auktion 115

Zuschlag
3.000€ (US$ 3,409)

Details

Biblia germanica. - Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft: Deutsch. Doct Mart. Luth. 6 nn, 344, 382 num. Bl. Mit whdl. Holzschnitt-Titelbordüre und 173 (1 ganzseitige) Textholzschnitten von Georg Lemberger und Hans Brosamer. Titel in Rot und Schwarz. 36 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. 17. Jh. (oberes Kapital mit Fehlstelle und Einriss am oberen Gelenk, unteres Kapital mit leichten Wurmspuren, stärker gebräunt) über massiven abgefasten Holzdeckeln mit 3 (von 8) punzierten Eckbeschlägen mit Buckeln (ohne die Schließen), monogrammiert und datiert "WVVL 1676" auf dem Vorderdeckel, "MCVL" und "GVM" auf dem hinteren Deckel. Wittenberg, Hans Lufft, 1555.
VD16 B 2738. Strohm E 389. Schmidt, Lutherbibel, 223-234. – Spätere Ausgabe der seit 1534 von Hans Lufft (1495-1584) mehrfach gedruckten Lutherbibel. Die "Foliobibel mit den Holzschnitten zum Alten Testament von Georg Lemberger, denselben, die Hans Lufft zu seiner Ausgabe zu 1540 verwendet, und die Luther für seine Ausgabe letzte Hand von 1545 abgelehnt hatte ... Nun hatte Georg Lemberger in der Folge seiner Bibelbilder die Propheten und die Offenbarung Johannes nicht illustriert, wohl aber Hans Brosamer. Dieser hatte sich mit seinen Prophetenbildern ganz an die prächtigen, Luthers Geist entsprechenden Propheten der Ausgaben von 1534 und 1545 angeschlossen ... Brosamers Bilder zur Offenbarung [stehen] denjenigen der ersten Lutherbibeln kaum nach" (Schmidt). – Innengelenke gebrochen, erstes Titelblatt mit hinterlegten Randausrissen (nahezu ohne Darstellungsverlust), das erste nummerierte Blatt mit großem hinterlegten Randausriss (mit Textverlust) und Filmklebung über die Mitte, sonst vereinzelte kleinere hinterlegte Randausrisse, oben und unten durchgängig feuchtrandig, leicht gebräunt braun- und fingerfleckig. Vorderer fliegender Vorsatz mit einigen Hinterlegungen sowie hs. Annotationen.
Das Exemplar stammt aus dem Besitz des Bildhauers Hans Philipp Langenhan (1631-1689), der es offenbar noch zu Lebzeiten an seine Nachfahren verschenkte, die das Buch 1676 neu binden ließen. Beiliegen: ein Einlegeblatt mit Teilen der Familienchronik des Bildhauers Langenhan, der das Buch 1659 erwarb. Unter dem Erwerbungsvermerk folgen Einträge über seine Hochzeit am 27. September 1652 und die Geburt einiger Söhne und Töchter, die früh verstarben. Am unteren Rand mit einer gezeichneten Kartusche in der Art eines Epithaphs (mit Totenschädel) für die Tochter Cordula (1654-1665). Langenhan hat vor allem Brunnen in Coburg und Kronach sowie Bildhauerarbeiten an der Veste Coburg geschaffen. Bislang waren nur wenige biografische Daten zu dem Künstler bekannt (zusammengefasst bei Sitzmann, Künstler und Kunsthandwerk in Ostfranken). Das Blatt mit Ausbrüchen durch Tintenfraß, alt aufgezogen.

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Los 1227Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
340€ (US$ 386)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrifft, Altes und Neues Testaments. Verteutscht von Martin Luther: und auf gnädigste Verordnung ... Herrn Ernsts Hertzogen zu Sachsen. 66 nn. Bl., 664, 904 S., 8 nn. Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.), 12 gestochenen Porträts, 10 gestochenen Zwischentiteln, 18 (von 19; davon 2 doppelblattgroße) Kupfertafeln, 2 doppelblattgroßen Kupferstichplänen und 3 doppelblattgroßen Kupferstichkarten. Blindgeprägtes Kalbsleder d. Z. (Gelenke angeplatzt, am oberen und unteren Kapital mit Fehlstellen, geringfügig berieben) über massiven Holzdeckeln mit 8 figürlich ornamentierten Messing-Eckbeschlägen und figürlichen Messingdarstellungen auf den Deckeln, 4 Messingschließbeschläge sowie 2 Messingschließen und punziertem dreiseitigen Goldschnitt, monogrammiert und datiert "J. A.M., A. M.M. 1732". Nürnberg, Endter, 1720.
Jahn 79f. – Reich illustrierte zwölfte Ausgabe der sogenannten Weimarer Kurfürstenbibel. Prachtvolles Exemplar mit den Porträts der Fürsten, Propheten und Evangelisten. Am Schluss mit der gestochenen Doppeltafel der Augsburger Reichsversammlung und der Verkündung der 'Confessio Augustana'. Die Messing-Eckbeschläge zeigen die vier Evangelisten und im vorderen Mittelfeld Moses mit den Gesetzestafeln sowie auf dem Rückdeckel mit dem Salvator Mundi. – Es fehlt eine ganzseitige Kupfertafel (Porträt des Evangelisten Lukas). Kupfertitel mit kleinem Einriss im unteren Rand. Der Plan "Erster Abriss der Stadt Jerusalem" und die doppelseitige Kupfertafel der Augsburger Reichsversammlung im unteren Bug bis zur Blatthälfte mit Einriss. Leicht gebräunt und braunfleckig, stellenweise etwas fingerfleckig. Wenige kleinere Läsuren, Seite 747 des Neuen Testaments mit ausgebesserter Fehlstelle (mit geringem Textverlust), gelegentlich mit alten Randansetzungen. Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz. Insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

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Los 1228Biblia germanica
Biblia, Das ist die gantze Heilige Schrifft

Auktion 115

Zuschlag
350€ (US$ 398)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Übersetzung ... Martin Luthers. Hrsg. von Ch. M. Pfaff (Neues Testament: J. Ch. Klemm). 3 Teile in 2 Bänden. 15 Bl., 656 S.; S. 659-1100; 4 Bl., 582 (recte 572) S.; S. 1101-1248 (recte 1256), 80 S., 38 Bl. Mit gestochebem Portrait, Kupfertitel, 2 gestochenen Zwischentiteln, 3 gestochenen Vignetten, 62 Kupfertafeln, 1 doppelblattgroßem Kupferstichplan und 2 doppelblattgroßen Kupferstichkarten. 42,5 x 25 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas angeschmutzt, fleckig und leicht berieben) über Holzdeckeln mit schwarzgeprägtem RSchild und 2 intakten Messingschließen. Tübingen, Johann Georg und Christian Gottfried Cotta, 1729.
Darlow-Moule 4231. Bibel-Slg Lüthi 112 (nur Teil 1). Strohm E 1255 (nur 1 Karte). – Die berühmte Cotta'sche Foliobibel. Die Karten zeigen das Heilige Land und die Apostelreisen sowie einen Plan von Jerusalem mit zahlreichen Randansichten. – Bindung in beiden Bänden zu Beginn schwach bzw. Blätter gelöst. Der Titel des Neuen Testaments gelöst und mit stärkeren Randläsuren. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braun- sowie stockfleckig.

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Los 1066Biblia germanica
Dat nye Testament Jhesu Christi

Auktion 115

Zuschlag
1.600€ (US$ 1,818)

Details

Biblia germanica. - Dat nye Testament Jhesu Christi D. Martin Luther. Teil II (von 2). 5, CCCCXXI, 12 Bl. Titel in Rot und Schwarz und mit breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und 32 (5 blattgroßen) Textholzschnitten. 15,5 x 10 cm. Reich goldgeprägtes Leder d. Z. (Rücken am unteren Kapital sowie an den Schließen alt restauriert, Vorderdeckel gelöst, Rücken berieben und knickspurig, Rückdeckel in der oberen äußeren Ecke mit Fehlstelle) über Holzdeckeln mit goldgeprägten Portraits auf den Deckeln, mit goldgeprägtem Besitzvermerk und Jahreszahl sowie dreiseitigem punzierten Goldschnitt. Magdeburg, Wolfgang Kirchner, (1583).
VD16 B 4557. Nicht bei Adams, Darlow-Moule. – Posthum erschienene Ausgabe des Neuen Testaments Martin Luthers. Der reich goldgeprägte Kalbslederband zeigt auf dem Vorderdeckel im Mittelfeld den Kirchenreformator Martin Luther und auf dem Rückdeckel Johann Friedrich I. (1503-1554), Kurfürst von Sachsen, Sohn von Johann dem Beständigen.Exemplar im Einband Gertrud Schomakers (1564-1626) "GERDRVDT SCHOMAKER" aus Magedburg, der Tochter des in Greifswald von 1559 bis 1579 tätigen Ratsherren Joachim Schomaker. – Ohne das Alte Testament. Minimal wurmstichig (geringer Buchstabenverlust), leicht gebräunt und braunfleckig.

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Los 1229Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
380€ (US$ 432)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Übersetzung und mit den Vorreden und Randglossen Martin Luthers. Hrsg. von Christoph Matthäus Pfaff. Band I (von 3). 12 Bl., 656 S. Mit gestochenem Frontispiz, einem Textkupfer, 31 Kupfertafeln nach Georg David Nasenthaler und 2 gefalteten doppelblattgroßen Kupferstichkarten. 42,3 x 26,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas gebräunt, leicht berieben) über schweren abgefasten Holzdeckeln mit 10 punzierten Messingbeschlägen (schwarz oxidiert) und mit 1 (von 2; die andere liegt lose bei) Messingschließen. Tübingen, Johann Georg und Christian Gottfried Cotta, 1729.
Darlow-Moule 4231 (gibt als Druckdatum 1730 an). Lüthi 112 (nur Teil 1). Strohm E 1255 (nur 1 Karte). – Das Alte Testament der berühmten "Cotta'sche Foliobibel" in einem monumentalen Schweinslederband über Holzdeckeln. Der Band über 6 Bünden mit einem eindrucksvollen floral geprägten Einband, den je 4 quadratische und gebuckelte Eckbeschläge sowie ein zentraler, auf die Spitze gestellter Mittelfeldbeschlag mit Buckel zieren, ist in bemerkenswert gut erhaltenem Zustand. 29 Kupfertafeln mit Bibelillustrationen nach Georg David Nessenthaler (1717-1766), 2 Kupfertafeln mit mehreren Teilbildern. 2 Kupferstichkarten von Jerusalem und Palästina. – Herausragend schöner Einband d. Z. in gutem Erhaltungszustand. Papier stellenweise etwas stärker gebräunt, gelegentliche Papierläsuren. Karte von Jerusalem wurde mehrfach gefaltet, mehrfach hinterlegt, gebräunt mit Randläsuren. Karte von Palästina mit Randausriss aber ohne Darstellungsverlust. – Nachgebunden: Die Heilige Propheten alle, nach der fürtrefflichen Ubersetzung und mit den Vorreden, auch Rand-Glossen D. Martin Luthers: Da dann neue Summarien, weitläufftige Parallelen, neue Vorreden, genugsame Anmerckungen und Gebeter einem jeden Capitel beygefüget, nach der Teutsche nach dem hebräischen Grund-text bestmöglichst erläutert und erkläret wird. Seitenzählung fortlaufend. S. 659-1100.

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Los 1231Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments

Auktion 115

Zuschlag
280€ (US$ 318)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Uebersetzung und mit den Vorreden und Randglossen D. Martin Luthers, Mit neuen Vorreden, Summarien, weitläuffigen Parallelen ... Wobey zugleich Nöthige Register und eine Harmonie des Neuen Testaments beygefüget sind. Ausgefertiget unter der Aufsicht und Direction Christoph Matthäi Pfaffen (AT; NT von J. Chr. Klemm). 2 Bände. 12 (von 15) Bl., 1248 (recte 1256) S.; 4 Bl., 582 (recte 572) S., 80 S., 38 Bl. (Register). Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 Kupfertiteln, 3 gestochenen Kopfvignetten, 2 Kupfertafeln, 2 doppelblattgroße Kupferstichkarten und 1 doppelblattgroßen Kupfertichplan. 42 x 26 cm. Kalbsleder d. Z. (Vordergelenk des ersten Bandes gebrochen, etwas berieben und wurmstichig, leicht beschabt) über schweren Holzdeckeln. Tübingen, J. G. und Chr. G. Cotta, 1730.
Darlow-Moule 4231. Bibelsammlung Württembergische LB E 1268 (oder E 1266). – Mit einem Plan von Jerusalem, einer doppelblattgroßen Palästina-Karte sowie einer Karte mit den Reiserouten des Apostels Paulus. – Zu Beginn fehlen drei Blätter. Band zwei zu Beginn im äußeren Rand mit Japanpapier ergänzend angesetzt (ohne Textverlust). Leicht gebräunt und braunfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig.

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Los 1232Biblia germanica
Biblia parallelo-harmonico-exegetica

Auktion 115

Zuschlag
480€ (US$ 545)

Details

Biblia germanica. - Biblia parallelo-harmonico-exegetica, d.i. die mit sich selbst wohl übereinstimmende und sich selbst erklärende heilige Schrift Alten und Neuen Testaments nach den accuratesten Exemplarien der deutschen Übersetzung Martin Luthers mit dessen Vorreden und Randglossen. Hrsg. von Christian Friedrich Wilisch. Teile I-IV (Teile III und IV jeweils mit zweiter Abteilung) in 6 Bänden. Mit gestochenem Frontispiz, 5 gestochenen Kopfvignetten, 1 (von 2) Kupfertafeln, 1 Kupferstichkarte und 1 Falttabelle (ohne das gestochene Portrait). 42,5 x 28 cm. Blindgeprägtes Schweinleder d. Z. (etwas berieben und fleckig). Freyberg, Matthaei, Leipzig, Breitkopf, 1739-1757.
BMC Bibel 203. MNE I, 72. Bibelsammlung Württembergische Landesbibliothek E 1353. – Seltene, überaus reich kommentierte Monumentalausgabe, die über einen langen Zeitraum von dem Freiberger Theologen Christian Friedrich Willich und dem Meißner Superintendenten Christoph Haymann herausgegeben, aber nicht vollendet wurde. Das Frontispiz zeigt eine Bergwerksdarstellung "Großer Exegetenfleiß gleicht der Bergleut sauren Schweiß"). – Es fehlen das gestochene Portrait und eine Kupfertafel. Selten mit Wurmgängen. Etwas gebräunt und braunfleckig, stellenweise leicht feuchtrandig.

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Los 1067Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
900€ (US$ 1,023)

Details

"Si Deus pro nobis, quis contra nos".
Biblia germanica. - Biblia. Dat ys: De gantze hillige Schrifft, vordüdeschet dorch Martin Luther [und:] De Propheten alle Düdesch. 2 Teile in einem Band. 28, 297 (recte 397); 471 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit zusammen 2 figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren und 124. 24,5 x 18 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Gelenke angeplatzt und an den Kapitalen mit Fehlstellen, Rückdeckel stark berieben und gebräunt, Vorderdeckel im 18. Jahrhundert mit Kalbsleder neu bezogen, aus dieser Zeit stammt auch das goldgeprägte RSchild) über Holzdeckeln (ohne die beiden Schließen). Wittenberg, Erben Hans Krafft, 1585-1586.
VD16 B 2859. Borchling-Clausen 2327. – Seltene niederdeutsche Bibel. Im Mittelfeld des Rückdeckels unterhalb des Portraits mit dem Motto: "Si Deus pro nobis, quis contra nos". – Titel des ersten Teils knapp beschnitten und mit Ausschnitten um den Text (ohne Darstellungsverlust) und mit hs. Besitzvermerk. Das letzte Blatt des zweiten Teils knapp an der Einfassungslinie beschnitten und auf ein altes Blatt montiert (im unteren Rand mit leichtem Textverlust). Das Blatt 290 des ersten Teils und das Blatt 275 des zweiten Teils mit Fehlstellen im Papier (mit Textverlust). Mal mehr, mal weniger feuchtrandig und gebräunt sowie braunfleckig sowie angeschmutzt. Mit zahlreichen Federproben auf den Vorsätzen.
Aus der Bibliothek der Elisabeth Sophie Marie von Schleswig-Holstein-Norburg (1683-1767), einer Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg und späterin Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg (mit gestochenem Exlibris).

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Los 1233Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
440€ (US$ 500)

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Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die ganze Heilige Schrift, Alten und Neuen Testaments, Nach der Teutschen Ubersetzung D. Martin Luthers, mit vorgesetztem kurtzen Innhalt eines jeden Capitels, Wie auch mit richtigen Summarien und vielen Schrifft-Stellen auf das allersorgfältigste versehen, nach denen bewährtesten und neuesten Editionen mit großem Fleiß ausgefertiget, Samt einer Vorrede von Hieronymo Burckhardt. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 909 S.; 265 S., 2 Bl. Mit koloriertem gestochenen Frontispiz, 2 Kopfholzschnitten und 52 kolorierten Kupfertafeln. 17,5 x 10,5 cm. Leder d. Z. (vorderes Gelenk restauriert, leicht berieben und bestoßen, vereinzelt mit Schnittspuren) mit dreiseitigem, teils punziertem Goldschnitt. Basel, Johann Rudolf Im Hof, 1763-1764.
VD18 10160442. – Seltene Bibel-Edition in kleinerem Format mit einem Vorwort des Schweizer Theologen, Antistes und Theologieprofessors an der Basler Universität Hieronymus Burckhardt (1680-1737). – Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, teils auch angeschmutzt. Wenige Tafeln knapp am Plattenrand beschnitten, teils verbunden und eine Tafel im Plattenrand mit Einriss. Innenspiegel mit Montierungsresten. Vorderer Vorsatz unfachgemäß erneuert.

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Los 1068Biblia germanica
Catholische Bibell

Auktion 115

Zuschlag
550€ (US$ 625)

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Biblia germanica. - Catholische Bibell, Das ist Alle Bücher der H. Schrifft beide Alts und Newen Testaments: ... verteutscht ... durch D. Johan Dietenberger. 22 nn., DLV num. (und) 1 we. Bl.; CLXII Bl. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren und zus. 136 Textholzschnitten nach Virgil Solis. 38 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken vollständig restauriert, stark gebräunt, berieben und leicht fleckig und mit wenigen Wurmspuren auf dem Rückdeckel) über abgefasten massiven Holzdeckeln mit 8 punzierten Eckbeschlägen mit Buckeln und 2 intakten Messingschließen. Köln, Gerwin Calenius für Johann Quentel (Erben), 1592.
VD16 B 2816. Darlow Moule II/1, 4211. – Spätere Ausgabe der erstmals 1534 in Mainz erschienen Übersetzung von Johann Dietenberger (um 1475-1535). Die Dietenberger-Bibel wurde 1575 das erste Mal im Verlag Quentels herausgegeben. – Drei Blätter (LXXX, CXXV, CXXVI) nur fragmentarisch erhalten, Blatt XLIX mit Ausschnitt der Initiale und Textverlust. Insgesamt etwas gebräunt, stellenweise mit Feuchtigkeitsrändern, im hinteren Teil auch im Bug, sowie tinten- und braunfleckig.Textholzschnitte teils flau im Abdruck.

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Los 1069Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
1.000€ (US$ 1,136)

Details

Biblia germanica. - Biblia, das ist die gantze Heilige Schrifft, deudsch Martin Luther [und:] Die Propheten alle Deudsch. 2 Teile in 1 Band. 20 nn., 550 num. Bl; 392 num. Bl. Titel in Rot und Schwarz bzw. Schwarz und Rot. Mit 2 breiten figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren, 1 Holzschnittportrait, ca. 200 (davon 1 ganzseitig) Textholzschnitten. 36 x 20 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (Gelenke alt restauriert, oberes Kapital mit kleinen Fehlstellen, etwas wurmstichig und berieben) über Holzdeckeln mit 8 Messingeckbeschlägen, 2 (von 4) Messingschließbeschlägen und 2 intakten Messingschließen. Wittenberg, Zacharia Lehmann, 1594.
VD16 B 2822. – Reich von Hans Brosamer, Lucas Cranach d. Ä. und dem Meister mit dem Schlüssel illustrierte Bibelausgabe. – Blatt 191 des ersten Teils mit Ausschnitt des Textholzschnitts. Etwas angeschmutzt und fingerfleckig. Am Schluss mit stärkeren Gebrauchsspuren (angeschmutzt, Randläsuren, knitter- und quetschfaltig, Ranhinterlegungen und -ergänzungen). Stellenweise stärker gebräunt, etwas braun- und stockfleckig. Selten wurden die Randeinrisse mit Filmklebung hinterlegt.

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Los 1234Biblia germanica
Biblia, das ist die ganze Heilige Schrift

Auktion 115

Zuschlag
160€ (US$ 182)

Details

Biblia germanica. - Biblia, das ist die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments Durch Martin Luther. Mit einer Vorrede Herrn Magnus Friederich Roos. 14 Bl., 900 S.; 312 S. Mit 2 Kupfertiteln, zahlreichen Textholzschnitten und 2 Kupfertafeln. 36 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder vom Beginn des 17. Jahrhunderts (stärker gebräunt und angeschmutzt) über Holzdeckeln mit 10 Messingbeschlägen des 19. Jhdt. und Kapitalverstärkungen mit breiten Lederbänden nut weiteren Beschlägen und 1 (von 2) Messingschließen (Remboîtage). Tübingen, Wilhelm Heinrich Schramm, 1788.
Württembergische Bibelsammlung LB E1672. – Spätere Ausgabe der Luther-Bibel mit einem Vorwort des Theologen Magnus Friedrich Roos (1727-1803) "auch ein sehr fruchtbarer Schriftsteller. Gegen 50 größere und kleinere Schriften verdanken wir seiner durch große Klarheit des Geistes, durch seltene Einfalt, Nüchternheit und Gesundheit echt evangelischen Glaubens sich auszeichnenden, schriftstellerischen Wirksamkeit" (ADB XXIX, 145f.). – Leicht gebräunt und braunfleckig, stellenweise leicht feuchtrandig und angeschmutzt. Die Tafeln etwas flau im Abdruck. Minimale Wurmspuren.

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Los 1397Biblia germanica
Biblia, das ist ... Beide Bände der Faksimile-Ausgabe

Auktion 115

Zuschlag
160€ (US$ 182)

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Biblia germanica. - Biblia, das ist, die gantze heilige Schrifft Deudsch [und:] Die Propheten alle Deudsch. 2 Bände Faksimile-Ausgabe. Mit 2 kolorierten Titelbordüren und einigen kolorierten Illustrationen im Stil d. Z. 32 x 20 cm. Reich blindgeprägter OLederband im Stil des 16. Jahrhunderts (minimal berieben und bestoßen), mit Griffregister. (Leipzig, A. Foerster, 1935).
Beide Bände der Faksimile-Ausgabe der ersten vollständigen Lutherbibel von 1534. Die Ausgabe wurde nach dem in der Universitäts-Bibliothek zu Leipzig befindlichen Orginal hergestellt. Die Einbandhandzeichnung schuf Wolfgang Bender nach dem Handeinband des Leipziger Buchbinders Adolar Baldeshain, eines Zeitgenossen Martin Luthers. – Zu Anfang etwas fingerfleckig, sonst sauber.

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Los 1070Biblia germanica
Catholische Bibell

Auktion 115

Zuschlag
1.400€ (US$ 1,591)

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Biblia germanica. - Catholische Bibell, Das ist Alle Bücher der H. Schrifft beide Alts und Newen Testaments ... trewlich verteutscht ... durch J. Dietenberger. 2 Teile in 1 Band. 8, 14 nn., DLV num., 1 nn. Bl.; CLXII num. Bl. 38,5 x 24,5 cm. Mit 2 wdhl. figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren, zahlreichen Holzschnitt-Initialen und 136 Textholzschnitten. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (gebräunt, Kapitale mit kleinen Einrissen und Fehlstellen, etwas fleckig und berieben, Eckbeschläge fehlen, eine Schließe defekt) über massiven abgefasten Holzdeckeln. Köln, Gerwinus Calenius und Erben Johann Quentel, 1598.
Wedewer, Dietenberger, 475, 21. Nicht im VD16. Vgl. STC 91. Lüthi 109. – Nach Wedewer handelt es sich um die 21. Auflage der Dietenberger-Bibel. Diese in Köln herausgegebene Ausgabe der erstmals 1534 in Mainz erschienenen Übersetzung Johann Dietenbergers ist eine der meistgedruckten, gegen die Luther-Bibel gerichteten Übersetzungen. Es wurden hier die schönen Holzschnitte von Virgil Solis (1514-1562) übernommen, die zum ersten Mal 1560 in einer Luther-Bibel erschienen waren und eine neue Epoche der Bibelillustration einleiteten (vgl. Schmidt, Lutherbibel, 236). – Das Register vorgebunden. Gebräunt, teils etwas stärker braun- und fingerfleckig. Blatt CCCIII im Alten Testament mit kleiner Fehlstelle, vereinzelt kleinere Randläsuren. Titel mit hs. Besitzvermerk. Vorderer fliegender Vorsatz mit Eckausriss. Sehr selten, über den KVK konnten wir nur ein weiteres Exemplar in deutschen Bibliotheken nachweisen.

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Los 1222Biblia germanica
Biblia, Das ist

Auktion 115

Zuschlag
650€ (US$ 739)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist die gantze H. Schrifft, Altes und Newes Testaments Teutsch / D. Martin Luthers: Auff gnädige Verordnung des Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten ... Ernsts, Hertzogen zu Sachsen, etc. von etlichen reinen Theologen ... erkläret. 19 nn., 32 nn. Bl., 1118 S., 416 S., 12 Bl. Mit Kupfertitel, 6 gestochenen Zwischentiteln, Holzschnitt-Druckermarke auf dem typographischen Titel, 11 num. Bl. mit 11 ganzseitig gestochenen Kurfürstenporträts, gestochenem Wappenkupfer, 10 (1 gefaltete) gestochene Porträttafeln, doppelblattgroßem gestochenem Kalenderblatt, 4 (3 doppelblattgroße) Kupfertafeln, gestochenem Stammbaum, 4 doppelblattgroßen Kupferstichkarten sowie 2 doppelblattgroßen Kupferstichplänen. 42 x 27 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht fleckig und berieben, Rückdeckel im Seitenrand etwas feuchtrandig, hier partiell restauriert; die beiden Bindebänder erneuert). Nürnberg, Wolfgang Endter, 1652.
VD17 547:716901H. WLB (Bibelsammlung) E799. – Dritte Ausgabe der erstmals 1641 erschienenen Kurfürstenbibel mit den Porträts der Königin Christina von Schweden, der elf Kurfürsten von Sachsen und Martin Luthers, Plänen von Jerusalem und Darstellungen der Arche Noah. – Zu Beginn im Rand leicht wurmstichig. Die Karten im Rand stellenweise etwas angeschmutzt und knitterfaltig. Die doppelblattgroßen Kupfertafeln im Seitenrand verso hinterlegt, bzw. angesetzt. Gering gebräunt. Am Schluss im Seitenrand feuchtrandig, hier im Seitenrand angesetzt. Vorsätze erneuert. Exlibris Gräfin Althann.

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Los 1224Biblia germanica
Biblia

Auktion 115

Zuschlag
800€ (US$ 909)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist Die gantze Heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments, Verteutscht durch D. Martin Luther. 4 Teile in 1 Band. 22 Bl., 675; 264; 182; 328 S. Mit 3 Kupfertiteln und 232 Textkupfern von Matthäus Merian. 37 x 22 cm. Blindgeprägtes Kalbsleder d. Z. (Rücken etwas knickspurig, etwas bestoßen und angekratzt, Schließen etwas brüchig) über Holzdeckeln auf 4 Bünden mit ziselierten Schließen, Eck und Deckelbeschlägen (teils mit kleiner Fehlstelle). Frankfurt, Johann Philipp Andreae für Erben Matthäus Merian, 1704.
Wüthrich III, 18. Schmidt S. 304ff. Strohm E 1042. Nicht bei Darlow-Moule. – Zweite Folio-Ausgabe der berühmten Merian-Bibel. "Die Merianbibel bedarf kaum weiterer Erläuterungen. Sie ist in Süddeutschland, Basel und dem Elsaß wohl die verbreitetste deutsche illustrierte Bibel gewesen ... und leitete eine Entwicklung der Bibelillustration ein, die immer weiter weg vom reformatorischen Zweck der Bibelbilder zum rein Darstellerisch-Künstlerischen führte" (Schmidt). – Etwas fingerfleckig, vereinzelt etwas stärker fleckig. Vereinzelt mit kleineren Randeinrissen, im Rand gebräunt und etwas fleckig. Innendeckel und die letzten Seiten mit kleinen Rostflecken, letztere außerdem teils mit minimalen Löchern. Sonst ordentliches Exemplar.

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Los 877Biblia germanica
Biblia, Das ist: Straßburg, Johannes Beck

Auktion 113

Zuschlag
260€ (US$ 295)

Details

Die Protestantische Straßburger Lutherbibel
Biblia germanica. Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments, Verteutscht durch D. Martin Luther, Mit nöthigen Summarien Sammt beygefügten zahlreichen Parallelen versehen, Nebst einer Vorrede von Johann Leonhard Fröreißen. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 1290 S., 368 S., 2 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, Titel in Schwarz und Rot. 17 x 10 cm. Weinrotes Kalbsleder d. Z. (beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem schwarzen Rückenschild und reichster RVergoldung, breiten goldgeprägten, floralen Deckelbordüren mit Eckfleurons, Stehkantenvergoldung und dreiseitigem Goldschnitt sowie Vorsätzen aus Bronzefirniss. Straßburg, Johannes Beck, 1734.
Das mit der "Catholischen Straßburger Bibel" in demselben Jahr veröffentliche Pendant, die sog. "Protestantische Straßburger Bibel" des Jahres 1734, hier in einem ausgezeichneten, bemerkenswert hübsch gebundenen Exemplar. – Kaum gebräunt, kaum Gebrauchsspuren. Hübsches Exemplar.

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Los 878Biblia germanica
Biblia. Das ist: Die ganzte Heilige Schrift. Tübingen Cotta

Auktion 113

Zuschlag
420€ (US$ 477)

Details

Biblia germanica. - Biblia. Das ist: Die ganzte Heilige Schrift. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 902; 260, 2 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und ca. 136 Kupfertafeln. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (stärker beschabt und bestoßen, alt restauriert). Tübingen, Christian Gottfried Cotta, 1748.
Strohm E 1428 (inkomplett). Nicht bei Darlow-Moule. – Die hübsche, reich illustrierte Cotta-Taschenbibel von 1748. – Leicht gebräunt oder angestaubt, kaum fleckig, minimale Gebrauchsspuren.

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Los 1052Biblia germanica
Biblia, das ist, Die ganze Heilige Schrift : darinn begriffen alle Bücher des Alten und Neuen Testaments ... treulich und wol verteutscht / samt dienstlichen Vorreden ... Abtheilungen der Capitlen ..

Auktion 113

Zuschlag
1.900€ (US$ 2,159)

Details

Biblia germanica. Biblia, das ist: Alle Bücher der ganzen Heiligen Schrift: Darinn begriffen alle Bücher des Alten und Neuen Testaments: Aus den Grund-Sprachen treulich und wol verteutschet: aufs Neue, und mit Fleiß widerum übersehen. Samt dienstlichen Vorreden: Wegreifflichen Abtheilungen der Capitlen:; abgesezten Versen: nothwendigen Concordanzen und einem nuzlichen Register. 3 Teile in 2 Bänden. 40 nn., 408 nn.; 312; 184 S. Mit Kupfertitel. 25 x 20 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (ein unteres Kapital etwas abgeschürft, gering anestaubt, kaum fleckig) über schweren abgefasten Holzdeckeln mit jeweils 10 geschmiedeten und gepunzten Buckelbeschlägen sowie jeweils 2 mehrteiligen ziselierten Messingschließen (ein Schließbügel fehlt) sowie marmoriertem Schnitt. Zürich, Bodmer, 1711-1712.
Nicht bei Strohm, Darlow-Moule etc. – Sehr seltene Zürcher Bodmer-Bibel, die wir nicht bibliographisch nachweisen können. Sie besteht aus den drei Teilen 1) Pentateuch und die großen Propheten, 2) die kleinen Propheten sowie 3) Neues Testament. – Ein Blatt mit kleinem Ausriss (geringer Textverlust), Vorsätze mit Läsuren, vereinzelt etwas feucht- und braunfleckig, Exlibris "Robert W. Bingham", besonders dekorativ und suggestiv gebundenes Exemplar in bemerkenswerten Einbänden.

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Los 1053Biblia germanica
Zürich, Geßner, 1712.

Auktion 113

Zuschlag
750€ (US$ 852)

Details

Biblia germanica. Das ist: Die ganze Heilige Schrift: Darinn begriffen alle Bücher des Alten und Neuen Testaments; Aus den Grund-Sprachen treulich und wol verteutschet; aufs Neue, und mit Fleiß widerum übersehen. Samt dienstlichen Vorreden: Begreifflichen Abtheilungen der Capitlen: abgesezten Versen: nothwendigen Concordanzen, und einem nuzlichen Register. 4 Teile in 1 Band. 28 Bl., 566; 218; 187 S., 1 Bl., 248 S. Mit Kupfertitel. 40 x 25 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. () über schweren abgefasten Holzdeckeln, mit blindgeprägten Innenkanten, 2 intakten ziselierten Messingschließen mit Spiralband und 8 (statt 10) gehämmerten Messingbeschlägen mit Buckeln (2 Eckbeschläge auf dem Rückdeckel fehlen). Zürich, Geßner, 1712.
Nicht bei Strohm und Darlow-Moule. – Die Parallelausgabe der Bodmer-Geßnerschen Bibel, hier mit dem Druckvermerk "Zürich, In der Geßnerischen Truckerey getruckt, Anno MDCCXII" (die gleichzeitige "Zürich, In der Bodmerischen Truckerey getruckt"). – Vorsatz vorne mit Eintrag in Kalligraphie, Innengelenke leicht brüchig, durchgehend etwas sprenkelfleckig, kaum Papierläsuren oder nur ganz vereinzelte Randausrisse, insgesamt gutes Exemplar in prachtvollem zeitgenössischen Einband.

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Los 604Biblia germanica
Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft

Auktion 112

Zuschlag
600€ (US$ 682)

Details

Biblia germanica. - Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft, Alten und Neuen Testaments; Aus hebreischer und Griechischer Sprach, in welcher sie Anfangs von den Propheten und Aposteln geschrieben, Nach der Übersetzung Johannis Piscatoris … Von neuem ausgefertiget … 4 Teile in 1 Band. 4 Bl., 521, 440, 132, 332 (statt 336) S., 1 (statt 12) Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 37,8 x 25 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (teils stärker beschabt, berieben, kleine Bezugfehlstellen, fleckig, abgegriffen, Kapitale mit Leder-Verstärkungen) mit 10 quadratischen Beschlägen aus punzierten Messingblech mit Buckeln und 2 Schließen (Schließbänder und Beschläge erneuert). Bern, Emanuel Hortinus, 1736.


Seltene Ausgabe der Berner Piscator-Bibel im Folio-Format, der seltenste Bibeldruck des Jahres 1736 nach denen von Nürnberg, Hof und Halle und Basel. – Es fehlen am Schluss die 2 Blätter (S. 333-336 mit dem Ende der Offenbarung), ferner das Register (12 Bl.). Enthalten ist 1 Bl. "Vorbericht über diß neu-aufgelegte Piscatorianische Bibel-Werck". Innengelenke verstärkend überklebt, Titel mit Ausbrüchen an den Rändern, alt hinterlegt, die ersten Blätter mit Randläsuren, brüchig, vereinzelte, wenige Ausrisse und Löchlein (meist nur geringer Textverlust), stellenweise etwas braun- und stockfleckig, nur hier und da ein wenig angeschmutzt, Vorsätze und Nachsätze mit Einträgen, Gebrauchsspuren. Der schöne Druck imposant gebunden.

Lit.: Lüthi 13. Nicht bei Darlow-Moule und Strohm.

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Los 605Biblia germanica
Catholische Mayntzische Bibel

Auktion 112

Zuschlag
500€ (US$ 568)

Details

Die Mainzer-Bibel von 1740
Biblia germanica. - Catholische Mayntzische Bibel. 3 Teile in 1 Band. 32 Bl., 746; 312; 342 S. Mit gestochenem Porträt von C. H. Müller nach F. Hammer und 234 Textkupfer von und nach Matthäus Merian (ohne den Kupfertitel). 36,6 x 23 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Gelenke teils leicht eingerissen, Ecken gering bestoßen, Bezug angestaubt und gedunkelt) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten, jeweils 3-teiligen, mehrfach durchbrochenen Messingschließen, mit teilvergoldetem, teils marmoriertem und punzierten Schnitt. Frankfurt, Philipp Heinrich Hutter, 1740.

Die katholische "Mainzer-Bibel", die noch Mitte des 18. Jahrhunderts erschienene, mehrfach aufgelegte katholische Bibel, deren Textfassung erstmals 1662 publiziert wurde - und die hier jedoch zum ersten Male mit den prachtvollen Kupfern des Matthäus Merian (1593-1650) bzw. seiner Werkstatt ausgestattet wurde. – Es fehlt der Kupfertitel, Innengelenke brüchig, kleiner Besitzvermerk, etwas stockfleckig und leicht gebräunt, vereinzelte Fleckchen, insgesamt aber in guter Erhaltung und sehr gut zeitgenössisch gebunden in einem blindgeprägten Schweinslederband mit einer Tugendrolle und floralen Ornamenten.

Lit.: Strohm E 1361. Darlow-Moule 4236. Wüthrich III, 16f.

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[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“


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