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Lot 8000, Auction  123, Toulouse-Lautrec, Henri de, Entrée de Brasseur, dans Chilpéric

Toulouse-Lautrec, Henri de
Entrée de Brasseur, dans Chilpéric
Los 8000

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.000€ (US$ 4,598)

Details

Entrée de Brasseur, dans Chilpéric
Lithographie in Olivgrün auf Velin. 1895.
37,6 x 27 cm (51,5 x 40 cm).
Mit dem roten Monogrammstempel (Lugt 1338). Auflage 50 Ex.
Wittrock 107, Adriani 110 II, Delteil 110.2.

Neben Albert Brasseur trat in der Operettenrevue Chilpéric auch die von Toulouse-Lautrec bewunderte Marcelle Lender auf. Exemplar des zweiten Zustandes mit dem Monogramm des Künstlers unten links in der Platte. Herausgegeben von Edouard Kleinmann, Paris, Druck Ancourt, Paris. Wittrock notiert eine Auflage von 50 Exemplaren in diesem Zustand, von denen etwa die Hälfte mit dem Monogrammstempel versehen ist. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

Lot 8001, Auction  123, Valtat, Louis, Frau im orangegelben Hemd

Valtat, Louis
Frau im orangegelben Hemd
Los 8001

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
938€ (US$ 1,078)

Details

Frau im orangegelben Hemd
Aquarell und Bleistift auf bräunlichem Similijapan.
18,2 x 12,8 cm.
Recto und verso jeweils unten rechts mit dem gestempelten Monogramm "L.V".

Vor dem Spiegel sitzt die junge Frau bei der Toilette, im Hemd nur halb bekleidet. Der Spiegel wirft einen Teil ihres Antlitzes zurück, geht jedoch in den vehementen, in gleicher Schräge verlaufenden Schraffuren von Umgebung und Hintergrund nahezu unter. Verso spiegelverkehrter Abdruck der Zeichnung.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

Lot 8004, Auction  123, Hagemeister, Karl, Waldrand mit Birken

Hagemeister, Karl
Waldrand mit Birken
Los 8004

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.750€ (US$ 5,460)

Details

Waldrand mit Birken
Bleistift auf Velin. 1887.
62,8 x 49,6 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "K Hagemeister" und datiert, verso bezeichnet "50".

Menschenleere, idyllische und detailreich gezeichnete Szenerie; die ordnende menschliche Hand zeigt sich lediglich in den akkurat gestapelten Birkenstämmen. Ab den 1870er Jahren arbeitet Hagemeister vermehrt in Ferch am Schwielowsee, auch gemeinsam mit seinem Künstlerfreund Carl Schuch. In unserer Zeichnung skizziert er feinsinnig eine helle, sich öffnende Waldpartie mit lichten, gerade aufragenden Birken. "Hagemeister hat, ähnlich wie Walter Leistikow, eine Kunst hervorgebracht, die ihre Kraft aus der Natur einer spezifischen Umgebung schöpft, in seinem Fall die Landschaft um das brandenburgische Werder (...)." (Philipp Demandt, in: Ute Baier, Karl Hagemeister, So ist meine Kunst nur Natur, Arsprototo, Magazin 1, Berlin 2013, S. 54). Die Zeichnung ist Dr. Hendrikje Warmt, Berlin, bekannt.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

Lot 8005, Auction  123, Baum, Paul, Südfrankreich

Baum, Paul
Südfrankreich
Los 8005

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.500€ (US$ 2,874)

Details

Südfrankreich
Bleistift und farbige Kreiden auf genarbtem Velin. Um 1897.
40,5 x 53,3 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Baum".

Bei Carqueiranne an der französischen Mittelmeerküste zeichnete Paul Baum um das Jahr 1897 die knorrigen, vom Wind gebeugten Bäume. Noch vor dem Einsatz der "Kommatechnik" und pointillistischer Methoden schildert der Künstler die südfranzösische Landschaft mit impressionistisch-lockerem und zugleich energischem Strich und einem feinen, duftigen Lokalton. Das Mittelmeer schimmert zwischen den dominanten, dunklen Bäumen hervor und verleiht der Zeichnung das charakteristische südländische Leuchten. Zwischen 1896 und 1898 verbrachte Baum die Wintermonate auf Studienreisen in Südfrankreich, wo neben zahlreichen weiteren (vgl. Hitzeroth Jy 4 v bzw. F 133) auch die vorliegende Zeichnung entstand.

Provenienz: Ketterer, München, Auktion 422, 22.05.2015, Lot 261
Privatsammlung Berlin

Lot 8006, Auction  123, Baum, Paul, Holländische Erntefelder

Baum, Paul
Holländische Erntefelder
Los 8006

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
18.750€ (US$ 21,552)

Details

Holländische Erntefelder
Öl auf Leinwand. Um 1891.
42 x 55 cm.
Verso auf dem Keilrahmen von fremder Hand bezeichnet "Paul Baum" sowie "Ktlg.-Nr. 251".
Hitzeroth H 15 (ohne Abb.).

Eine einfache, weitläufige Landschaft, ganz flach. Vorne ein abgeerntetes Feld, weiter hinten eine Baumreihe - dieses an sich schlichte Motiv verwandelt Baum in eine für sein malerisches Schaffen charakteristische Komposition, indem er die Landschaftselemente in einer ausgewogenen Einheit mit einem individuellen Ausdruck vereint. Die leichte Schräge der Baumreihe verleiht dem Bildaufbau Dynamik, ebenso wie die unruhigen Strukturen des Feldes. In einer duftigen, impressionistischen Malweise bleiben die Bäume in lockeren Tupfen weitgehend angedeutet, während die Felder und Wiesen lebendig durchstrukturiert sind und die kantigen Strichlagen im Vordergrund der Komposition ein unruhiges Flirren verleihen. Die feinsinnig abgestufte, gedeckte und helltonige Farbigkeit ist charakteristisch für Baums während seines Flandernaufenthaltes um 1890-92 entstandene Gemälde. Mit der Differenzierung von Gelb, Grün und Rot in abgetönten Nuancen verleiht der Künstler der wenig bunten Landschaft Tiefe und Struktur und bewegt sich durch diese vielfältige Modulation auf seinem ganz eigenen Weg hin zum Pointillismus. Während eines Aufenthaltes in Paris im März 1890, gemeinsam mit Max Arthur Stremel, lernte der Künstler die impressionistischen Werke von Claude Monet, Camille Pissarro und Alfred Sisley kennen. Inspiriert davon, fängt Paul Baum die flüchtige Stimmung der spätsommerlichen Landschaft mit der ihm eigenen, in ihrer Kleinteiligkeit wunderbar differenzierten Handschrift ein, die seinen bald sich entwickelnden Pointillismus bereits in Vorstufen ankündigt.

Provenienz: Privatbesitz Rheinland

Lot 8007, Auction  123, Baum, Paul, Malven im Garten vor einer Allee, hinter dem Rathaus von St. Anna

Baum, Paul
Malven im Garten vor einer Allee, hinter dem Rathaus von St. Anna
Los 8007

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.375€ (US$ 2,730)

Details

Malven im Garten vor einer Allee, hinter dem Rathaus von St. Anna
Bleistift und Kohlestift, aquarelliert, auf Velin. Um 1898.
34,3 x 51,2 cm.
Hitzeroth Hy 37 v.

Mit ihrem filigranen Lineament und der kleinteiligen Gestaltung, die immer dem großen Zusammenhang dient, ist die bezaubernde Sommerlandschaft charakteristisch für Paul Baums Schaffensperiode um 1900. Im Jahr 1895 zog der Künstler von Dresden in das südniederländische Sint Anna ter Muiden bei Sluis, wo er bis 1908 lebte. Die Arbeiten dieser Jahre spiegeln den künstlerischen Einfluss von Camille Pissarro, den Baum bereits 1890 in Knokke kennengelernt hatte. Um 1900 entwickelte er eine eigene Variante des Neoimpressionismus und gilt u.a. zusammen mit Curt Herrmann als bedeutender Künstler dieser Stilrichtung in Deutschland. Die detailreich ausformulierte Zeichnung bereitet Paul Baums größeres Ölgemälde desselben Motivs aus dem Jahr 1898 vor (Hitzeroth H 64 v). Dass Baum der Zeichnung große Bedeutung beimaß, zeigt ihre Anzahl innerhalb seines Œuvres - nach den Ölgemälden die größte Werkgruppe.

Provenienz: Ketterer, München, Auktion 422, 22.05.2015, Lot 257
Privatsammlung Berlin

Lot 8008, Auction  123, Baum, Paul, Landschaft am Bosporus

Baum, Paul
Landschaft am Bosporus
Los 8008

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)

Details

Landschaft am Bosporus
Kohlestift, aquarelliert, auf Velin. Um 1901.
18,3 x 31 cm.
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "P. B.".

Auf Einladung des Archäologen Theodor Wiegand reiste Paul Baum im Jahr 1900 für einige Monate nach Konstantinopel, wo er in Arnautköy am Westufer des Bosporus in einer intensiven Schaffensperiode zahlreiche Motive der türkischen Landschaft festhielt (vgl. Hitzeroth Ly 4 v, Jz 1 v). Das Flimmernde der sonnendurchfluteten Landschaft findet seinen Ausdruck in der feinen, kleinteiligen Gestaltung der Baumgruppe am Ufer, und eine ganz zarte Aquarellierung in Grün folgt den Kringeln und Schwüngen des Kohlestiftes.

Provenienz: Ketterer, München, Auktion 422, 22.05.2015, Lot 260
Privatsammlung Berlin

Lot 8009, Auction  123, Liebermann, Max, Dorfteich in Etzenhausen - Studie

Liebermann, Max
Dorfteich in Etzenhausen - Studie
Los 8009

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
22.500€ (US$ 25,862)

Details

Dorfteich in Etzenhausen - Studie
Öl auf festem Papier, aufgezogen auf dicke Pappe. 1879.
Ca. 17,2/17,4 x 27,5 cm.
Unten links mit Bleistift signiert „MLiebermañ“ und datiert „79“. Verso mit Kreide in Blau von fremder Hand numeriert „37.“
Vgl. Eberle 1879/4-6.

Die frühe Ölstudie gehört in eine kleine Gruppe von Studien, die wohl als Vorarbeiten zum figurenreichen Gemälde „Dorfteich in Etzenhausen - Dorfidyll“ (Eberle 1879/7) von 1879 entstanden sind. Erich Hancke führt in seinem Werkkatalog von 1914 bereits drei sich ähnelnde Vorstudien zum Gemälde auf, allesamt ohne Abbildung. Matthias Eberle übernimmt die drei bei Hancke gelisteten Bilder in sein Werkverzeichnis - zwei mit Abbildungen aus alter Literatur (Eberle 1879/4 u. 1879/6), eine Abbildung blieb auch ihm unbekannt (Eberle 1879/5). Bei unserer Arbeit handelt es sich um eine weitere, bislang unbekannte Vorarbeit zum Gemälde, sehr wahrscheinlich aus dem Besitz des Hannoveraner Stadtdirektors Dr. Heinrich Tramm, in dessen Werkkatalog von 1913 eine von den Maßen und Angaben passende Ölstudie auf Pappe unter der Nummer 133 mit dem Titel „Dörfliche Szene am Wasser“ geführt wird.
Nachdem sein Bild „Der zwölfjährige Christus im Tempel“ im Juli 1879 in München einen Skandal ausgelöst hatte, verbrachte Liebermann den Rest des Sommers in Etzenhausen, einem kleinen Dorf bei Dachau außerhalb von München, wo er sich wieder der Schilderung des dörflichen Lebens zuwandte. Während die Studien sicher direkt vor Ort entstanden sind, was in unserem Fall die Einstichlöcher in den Ecken belegen, konstruierte Liebermann die endgültige Komposition im Herbst bzw. Winter desselben Jahres in seinem Münchner Atelier. Unsere Studie zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Szenerie des späteren Gemäldes, wobei es sich nicht um einen Teich im eigentlichen Sinne handeln soll, sondern eine von Pferden weit ausgetretene Furt im Webelsbach. Die skizzenhaft wiedergegebenen Häuser im Hintergrund, ebenso wie die kleine ins Wasser führende Holzrampe im Vordergrund, stimmen schon weitestgehend mit der fertigen Komposition überein. Auf dem Grashügel dazwischen erfasst Liebermann mit schwungvollem Pinsel einen kleinen Jungen mit Mütze und nackten Füßen, links daneben einen Bauern in undefinierter, sitzender oder gebeugter Haltung. Beide Figuren finden im späteren Gemälde keine Entsprechung. Den Rest des Raums belässt Liebermann gemäß einer Skizze weitgehend im Unklaren. Die erdigen Grün- und Brauntöne unterstreichen die schlichte Alltagsszene auf dem Land und sind typisch für Liebermanns naturalistisches Frühwerk am Anfang seiner langen Karriere.
Wir danken Drs. Margreet Nouwen, Berlin, für die schriftliche Bestätigung der Authentizität des Werks vom 22.03.2024. Die Arbeit wird in den Nachtrag zu dem Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien Max Liebermanns unter der Nummer 1879/5a aufgenommen.

Provenienz: Wohl Sammlung Dr. Heinrich Tramm, Hannover (bis mindestens 1913)
Wohl Privatbesitz Tübingen
Privatbesitz Stuttgart

Lot 8010, Auction  123, Liebermann, Max, Dünenlandschaft

Liebermann, Max
Dünenlandschaft
Los 8010

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.750€ (US$ 5,460)

Details

Dünenlandschaft
Kreide in Schwarz auf Velin. 1887.
10,1 x 16,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "MLiebermann".

Bereits seit den 1880er Jahren beschäftigt die holländische Dünenlandschaft den Künstler immer wieder. Hier zeigt er eine völlig menschenleere, allein von den Naturmächten, Wind und Wetter geformte Szenerie, die Liebermann mit wenigen sicheren Strichen des Kreidestifts und der breit gelegten Kreide erfasst. Indem er den Himmel wie auch die Bildränder weiß belässt, konzentriert der Künstler den Blick des Betrachters allein auf die Landschaftsformation. Verso eine weitere Kohlezeichnung Liebermanns, "Pferdekarren" (Studie zu "Karre in den Dünen"). Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Pastelle, Aquarelle und Gouachen von Max Liebermann von Drs. Margreet Nouwen, Berlin, aufgenommen.

Provenienz: Bruno Cassirer, Berlin, spätestens 1914 (ab 1938 in Oxford)
Privatsammlung Großbritannien
Ketterer, München, Auktion 419, 05.12.2014, Lot 11
Privatsammlung Berlin

Lot 8011, Auction  123, Liebermann, Max, Bäume im Wind

Liebermann, Max
Bäume im Wind
Los 8011

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,724)

Details

Bäume im Wind
Kreide in Schwarz auf leichtem bräunlichen Zeichenkarton. 1890er Jahre.
11,4 x 16,5 cm.
Unten rechts mit Kreide in Schwarz signiert "MLiebermann".

Der Wind zaust die Zweige der Bäume, - man meint das Rauschen im Blattwerk hören zu können. Allein die Geschwindigkeit der zügig und kraftvoll geführten Kreide ist es, mit der Liebermann die Naturgewalt ins Bild setzt: Die Ausläufer der Strichlein scheinen geradezu davonzuwehen, sich im Wind zu verlieren und verdeutlichen Liebermanns meisterliche Zeichenkunst. Die Zeichnung ist Drs. Margreet Nouwen, Berlin, bekannt.

Provenienz: Privatsammlung Norddeutschland
Ketterer, München, Auktion 395, 19.10.2012, Lot 238
Privatsammlung Berlin

Lot 8012, Auction  123, Liebermann, Max, Freies Feld (Dünenlandschaft mit Dorfsilhouette)

Liebermann, Max
Freies Feld (Dünenlandschaft mit Dorfsilhouette)
Los 8012

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)

Details

Freies Feld (Dünenlandschaft mit Dorfsilhouette)
Kreide in Schwarz auf Velin. Um 1910.
12,3 x 19 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "MLiebermann".

Der Spazierweg, vom Vordergrund her durch die Dünenlandschaft ziehend, verweist auf eine mögliche Anwesenheit von Menschen in der weiten Landschaft, die zum Horizont hin in der Ferne unter dem verhangenen Himmel die Silhouette eines Dorfes erahnen lässt. Die Authentizität der vorliegenden Arbeit wurde von Drs. Margreet Nouwen, Berlin, mündlich bestätigt.

Provenienz: Privatsammlung Norddeutschland
Ketterer, München, Auktion 395, 19.10.2012, Lot 240
Privatsammlung Berlin

Lot 8014, Auction  123, Liebermann, Max, Kinder am Strand

Liebermann, Max
Kinder am Strand
Los 8014

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
5.750€ (US$ 6,609)

Details

Kinder am Strand
Kreide in Schwarz auf Velin. Um 1910.
11,7 x 19,2 cm.
Unten rechts mit Kreide in Schwarz signiert "MLiebermann".

Sie tummeln sich im flachen Wasser der Nordsee, wohl an der Küste von Noordwijk. Die Kinder hüpfen in den Wellen, laufen kreuz und quer, genießen die Freiheit des Strandlebens. Wahrscheinlich im Zusammenhang mit seinem 1909 entstandenen Gemälde "Badende Knaben" (Eberle 1909/9) schuf Liebermann die lebendige kleine Strandszene mit spielenden Kindern. Die Rückenfigur des Jungen zentral im Vordergrund ähnelt mit dem im Laufen erhobenen rechten Bein und den etwas ungelenk gehaltenen Armen deutlich dem entsprechenden Knaben im Gemälde. Ebenso sind die vier im flachen Wasser badenden Kinder weiter hinten links in ihrer expressiven Gestik mit den Figuren im Gemälde vergleichbar, während der Blickwinkel in der Zeichnung etwas weiter vom Wassersaum abgerückt ist und sie in der rechten Bildhälfte weitere spielende Kinder aufweist. Wogenkämme und Wolken wie auch die badenden Kinder bilden die horizontalen und vertikalen Linien in beiden Kompositionen. Erich Hancke notiert in seiner Biographie Liebermanns für das Jahr 1909 die letzten Studien und Gemälde zum Motiv der "Badenden Knaben" (S. 473) - auch wenn der Künstler das Thema in seiner Druckgraphik später wiederum aufgreifen sollte. Drs. Margreet Nouwen, Berlin, hat die Echtheit am 22.12.2023 per Email bestätigt.

Provenienz: Kunsthandlung Rudolf Raubach, St. Gallen (lt. Annotation verso)

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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